Es gibt Steine, die überall auf der Erde vorkommen, und dann gibt es den Larimar, den ein einziges Tal auf einer einzigen Insel hervorbringt. In den Bergen hinter der Karibikküste der Dominikanischen Republik hob einst vulkanische Glut ein blaues Kupfermineral ans Licht, das nirgendwo sonst auf der Welt vorkommt. Diese Herkunft steckt in seiner Farbe: ein helles, wolkiges Blau, in dem Meer und Himmel der Tropen zusammenfließen. Am Griff eines Sommeliers wirkt der Stein wie ein kleines Fenster in eine ferne Bucht, und eine Flasche kühler Weißwein bekommt in seiner Nähe die Leichtigkeit eines Mittags am offenen Wasser.
Damit aus einer rohen Platte ein Griff wird, schleift der Messermacher den Larimar in die schlanke Form des Sommeliers und poliert ihn, bis das milchige Blau in der Tiefe zu leuchten beginnt und die weißen Schlieren klar hervortreten. Kein Schnitt gleicht dem nächsten, denn die wolkige Zeichnung fällt in jeder Platte verschieden aus, mal als breite Bank aus Weiß, mal als feiner Dunst über hellem Azur. Über dem Hebel sitzt die klassische Biene, an der ein echtes Laguiole zu erkennen ist. So bekommt der kühle Karibikstein dieselbe genaue Mechanik, die jeden Weinöffner aus dem Aubrac auszeichnet.
Wer diesen Sommelier aus Larimar wählt, bringt ein Stück Karibik an eine Tafel, die sonst von Eichenfässern und Kellern erzählt. Sein lichtes Blau passt zu allem, was hell und frisch im Glas steht, zu einem jungen Weißwein mit Zug, zu einem Schaumwein, zu einem Aperitif mit Blick aufs Wasser. Kein dichtes Türkisblau und kein sattes Grün, sondern ein weiches, gewölktes Himmelblau, das die Runde eher öffnet als beschwert. Und weil dieser Stein nur von einem einzigen Fleck der Erde stammt, trägt jeder Griff die stille Seltenheit eines Ortes in sich, den kaum jemand je betreten hat.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers













