Die Verpackung ist ein Spaß, das Messer darunter meint es ernst. Beim Taschenmesser „Le Camembert“ aus Nussbaum klappt die leicht bauchige Klinge aus rostfreiem Sandvik-Stahl mit einem Zug auf und bleibt über die Rückenfeder stehen, gehalten von einer festen Rastung ohne Verriegelung, wie es der klassische Slipjoint kennt. Die Linie läuft ohne Backen zur leicht erhobenen Spitze, schlicht und ruhig. Die Klingenform ist für die kleinen Arbeiten des Tages gemacht, vom Frühstücksbrot bis zur Schnur am Paket. Zusammengeklappt wird das Messer flach und unauffällig und findet in Jackentasche oder Rucksack Platz. Der warme, braun geäderte Nussbaumgriff bleibt dabei sein Erkennungszeichen.
Der Entwurf geht auf Guy Vialis zurück, der das Regionalmesser 2006 zeichnete und ihm die runde Käseform gab. Der Name grüßt die Normandie und ihren berühmten Weichkäse, und die kleine Milchmagd, die nahe dem Klingenrücken graviert ist, trägt den Scherz auf den Stahl. Für den Griff wird der Nussbaum nach Maserung und Reflexen ausgewählt und so lange an die Rückenfeder angepasst, bis die Klinge ohne Spiel im Holz sitzt. Am Griffende schließt ein schwarzes Lederband die warme Linie ab und gibt der Hand beim Aufklappen einen ruhigen Zug.
Sein Zuhause findet das Le Camembert aus Nussbaum in einer runden Holzschachtel in Camembert-Form mit graviertem Deckel, begleitet von einem Kunstleder-Etui für die Tasche. Erst macht die Schachtel Freude, dann übernimmt die geschliffene Klinge und zieht ihren sauberen Schnitt, Mahlzeit für Mahlzeit, ohne zu drücken. Getragen wird das von der ruhig sitzenden Feder und der genauen Fuge zwischen Stahl und braunem Holz. Kein Zierrat, ein warmes Taschenmesser, das über die Jahre seinen Dienst tut.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers









