Am Anfang steht die Bewegung. Der Daumen findet die Biene am Griffende und kippt sie, worauf sich die Klinge sacht aus ihrem Bett hebt, als hätte sie darauf gewartet. Wer das einmal selbst gemacht hat, versteht, warum das Bee Back in der Messerwelt Spuren hinterlassen hat. 2023 wurde dieser Mechanismus mit dem ersten Innovationspreis des IWA Knife Award bedacht, verliehen auf der größten internationalen Fachmesse der Branche. Dieses Stück trägt genau diese prämierte Lösung, von Hand umgesetzt in den Werkstätten der Manufaktur.
Bei den Materialien geht es um Tiefe. Die kupferfarbene Karbonfaser erinnert an erkaltete Glut, mit Schuppen in Kupfertönen unter einer dunklen, gehämmert wirkenden Oberfläche, die da und dort aufleuchten, sobald Licht darauf fällt. Das Wüsteneisenholz treibt das Dunkle noch weiter. Sein beinahe schwarzes Braun verbirgt ein feines Moiré, und es zählt zu den dichtesten und haltbarsten Hölzern der Welt. Dazwischen ziehen die polierte Backe und das Rot der Zwischenlagen die einzige helle Linie des Stücks.
Auch die Form setzt auf straffe Zurückhaltung, mit scharfen Winkeln, abgeschrägten Flächen und einer facettierten Klinge. Das zeitgenössische Profil bricht mit zwei Jahrhunderten Rundungen, die Arbeitsweise aber bleibt dieselbe, denn Montage, Ziselieren und Politur liegen in einer einzigen Hand. Auf der Feder rankt der Efeu, ein Motiv, das Messermacher seit jeher ziselieren und das schon in der Antike für Treue und Verbundenheit stand. Blatt für Blatt klettert er hier am innovativsten Stück der Manufaktur empor. Die Tradition hält sich buchstäblich an der Moderne fest, und das macht dieses Bee Back selbst innerhalb seiner Serie zu etwas Besonderem.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers













