Ein Kellnermesser aus Nussbaum und Wacholder stellt das reinste Terroir der Schachbrett-Reihe neben die Flasche: zwei Hölzer, im selben Land gewachsen wie die Rebe. Der Wacholder kommt von den kargen Hochebenen des Aubrac, wo er zäh und langsam zwischen Kalkstein und Wind heranwächst, gleich in Sichtweite der Manufaktur. Der Nussbaum stammt aus fruchtbaren französischen Tälern, die ihm sein tiefes Schokoladenbraun und die dunklen Adern schenken. Im gerundeten Schachbrett laufen beide Töne nicht in scharfen Kanten, sondern in sanften Bögen ineinander, blond neben braun, wie zwei Fassreihen im Halbdunkel eines Kellers.
Ein Schachbrett aus zwei ungleichen Hölzern lebt vom feinen Übergang, und genau darin liegt die Handarbeit. Weil der Nussbaum weicher, der Wacholder aber harzreich und fester ist, verlangt jede Fuge ein ruhiges Auge, damit an den Rundungen kein Feld vorspringt. Der Wacholder führt zudem seine ätherischen Öle in der Faser: Wärmt die Handfläche den Griff, steigt eine leise, würzig-harzige Note auf, die den Geruchssinn auf das erste Glas einstimmt, noch ehe der Korken gezogen ist. So beginnt das Öffnen einer Flasche schon beim Holz und setzt sich im Wein fort.
Der Reiz dieses Griffs liegt nicht im Kontrast, sondern in der genauen Handarbeit, mit der die Manufaktur die beiden Hölzer aufeinander abstimmt. In Frankreich ordnet der Messermacher die dunklen Adern des Nussbaums so, dass sie in jedem braunen Feld einen eigenen Verlauf zeichnen, und stellt den blonden Wacholder daneben als hellen Widerpart. Die klassische Biene über dem Hebel bürgt für ein echtes Laguiole. Wer zu diesem handgefertigten Sommeliermesser greift, erhält kein aufgedrucktes Muster, sondern zwei gewachsene französische Hölzer im echten Schachbrett – einen Weinöffner, der von der Rebe bis zum Griff im selben Land zu Hause ist.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers

















