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Laguiole Taschenmesser Doppelplatinen mit Griff aus Aubrac Buche glänzend

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Abends, unter der Hängelampe über dem Esstisch, meldet sich dieses Laguiole Taschenmesser von allein. Jede Stahlfläche wirft einen kurzen Blitz zurück, und die gefeilten Reihen auf dem Rücken lassen sich noch vom anderen Ende der Tafel lesen. Das Holz antwortet leiser. Die glänzend polierte Buche gibt kein hartes Licht ab, sondern einen warmen Schimmer, der über den blonden Grund wandert, sobald sich der Blickwinkel ändert.

Buche vom Aubrac ist im Sortiment der Sonderfall, denn dieses Holz wächst auf den Hängen rings um die Werkstatt, in der das Messer entsteht. Der Grund ist blond mit einem Zug ins Rosé, die Textur fein und ruhig, und quer hindurch ziehen dunkle Striche von Braun bis fast Schwarz. Gefasst wird die Schale von einem Aufbau mit Doppelplatinen: zwei Stahlflächen je Seite statt einer, alle von Hand gefeilt, dazu die Feder und am Griffende die geschmiedete Biene.

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Ein Laguiole en Aubrac Taschenmesser mit Doppelplatinen: vier von Hand guillochierte Stahlflächen, eine geschmiedete Biene, eine Klinge aus Edelstahl und ein Griff, an dem die Arbeit sichtbar bleibt.

Aubrac Buche am Taschenmesser mit Doppelplatinen: der Überblick

Gebaut wird dieses Modell von Hand in der Manufaktur Laguiole en Aubrac, einteilig, mit nur einem Blatt im Griff und ohne Korkenzieher im Rücken. Die Buchenschalen sind hochglänzend poliert, oben und unten von je zwei gefeilten Platinen eingefasst, vorn und hinten von je einer Backe aus Edelstahl gehalten. Die restlichen Angaben kurz gefasst:

  • Griff: Aubrac Buche, glänzend poliert.
  • Herkunft: Buchenhänge rund um die Werkstatt.
  • Farbe: blond bis rosé, dunkle Striche darin.
  • Zeichnung: feine Struktur, helle Markstrahlen.
  • Platinen: doppelt gelegt, alle vier von Hand gefeilt.
  • Feder: durchgehend gefeilt bis zur Biene.
  • Biene: aus einem Stück mit der Feder geschmiedet.
  • Klinge: Edelstahl, Yatagan-Form, glatt poliert.
  • Backen: zwei Stück, blanker Edelstahl.
  • Innenanschlag: hält die Schneide von der Feder fern.
  • Aufbau: einteilig, ohne Korkenzieher im Rücken.

Bis auf einen Punkt ist dieses Messer baugleich mit der satinierten Ausführung: Hier sind Holz und Stahl auf Hochglanz gebracht. Das ist die Fassung, die auffällt. Wer ein Geschenk sucht, das beim Auspacken sofort wirkt, oder ein Messer, das am gedeckten Tisch liegen bleiben darf, statt in der Jackentasche zu verschwinden, ist hier richtig. Hergestellt wird es in Frankreich, von Hand, Stück für Stück, und das Griffholz ist das einzige im Sortiment, das dort wächst, wo auch die Werkstatt steht.

Aubrac Buche im Video: Glanz auf Holz und auf Stahl

Die Kamera geht dicht an den Griff und bleibt dort, während sich die Klinge öffnet. Zuerst schiebt sich die blanke Flanke aus dem Spalt und zieht eine harte helle Linie durch das Bild, dann fällt derselbe Schein auf die gefeilten Reihen und zerlegt sich dort in lauter kleine Punkte. Das polierte Holz gleich daneben antwortet breiter und weicher, und einen Moment lang leuchten die hellen Flecken der Buche mit.

Aubrac-Buche verarbeitet die Manufaktur sonst fast nur in Einzelstücken, die es genau einmal gibt und die einen eigenen Namen tragen: Sonniges Aubrac, gravierte Feder und Biene, das Florilegium von Aubrac und die Heilige Buche als graviertes Stück. Denselben Aufbau, nur ohne den Glanz, zeigt die satinierte Fassung dieses Messers.

laguiole messer doppelplatine griff buchenholz

Die Politur hört bei diesem Modell nicht am Stahl auf. Backen, Platinen und Klinge sind auf Hochglanz gebracht, und die Griffschalen bekommen dieselbe Behandlung, sodass das ganze Messer aus einer einzigen Oberfläche zu bestehen scheint. Für Buche hat das eine besondere Folge. Fällt der Schnitt radial, vom Rand zur Mitte des Stamms, werden die Markstrahlen längs angeschnitten und stehen als winzige helle Felder in der Fläche. Erst der Hochglanz holt sie heraus, und je nachdem, wie das Messer gedreht wird, leuchten sie auf oder verschwinden. Der blonde Grund bleibt hell, die dunklen Striche sacken tiefer ab, und der Abstand zwischen beiden fällt schärfer aus als auf einer matt geschliffenen Schale.

Die Feile führen die Messermacher freihändig, ohne Schablone, und jeder von ihnen arbeitet ein eigenes Muster, das am fertigen Stück wie eine Unterschrift steht. Auf dem Rücken laufen die Reihen über beide Platinenpaare und über die Feder, an den schmalen Kanten setzen sie sich fort. Die Klinge folgt der Yatagan-Linie, öffnet gegen den Druck der Feder und rastet am Ende hörbar ein. Schließt man das Messer, stoppt ein Anschlag im Griff die Klinge, ehe ihre Schneide auf den Rücken der Feder trifft. Zwei Backen aus blankem Edelstahl schließen den Griff vorn und hinten ab und fangen die Stöße dort ab, wo ein abgelegtes Messer zuerst aufkommt.

Ein Messer mit dieser Oberfläche kommt vor allem dort zum Einsatz, wo es gesehen wird: am gedeckten Tisch, an der Käseplatte, neben einer geöffneten Flasche. Es schneidet Wurst, Brot und Obst so gut wie jedes andere Modell der Reihe, verschwindet dabei aber nicht. Wer es benutzt, legt es hinterher meist offen daneben, statt es gleich wieder einzustecken. Die Pflege bleibt schlicht: Nach dem Essen genügt ein trockenes Tuch über Holz und Stahl, damit der Glanz zurückkommt. Geschlossen ruht das Messer flach auf der Tischplatte, den gefeilten Rücken nach oben.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montageeinteilig, nur Klinge
GriffmaterialAubrac Buche
Griffoberflächeglänzend poliert
KlingeEdelstahl 12C27MOD
PlatinenDoppelplatinen, von Hand guillochiert
Federvon Hand guillochiert
Bienegeschmiedet, aus einem Stück mit der Feder
Backen2 Backen aus Edelstahl
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
SKULEA1P12CMAFINOXDPAUBBRI
GTIN3760199285585

Mehr Reihen, als der Messermacher gefeilt hat

Ein Teil dessen, was auf dieser Buche zu sehen ist, gehört gar nicht ihr. Dreht man den Griff langsam unter einer Lampe, tauchen ein Stück unterhalb der oberen Platine noch einmal Kerben auf, weicher gezeichnet und leicht verzogen: Die glänzend polierte Buche gibt das Muster der Stahlkante über ihr in ihrer eigenen Fläche wieder. Am unteren Rand der Schale geschieht dasselbe, denn dort schließt ebenfalls eine gefeilte Kante an. Gefeilt sind vier Stahlflächen, je eine über und eine unter jeder Schale, dazu die Feder, die ihre Reihe von der vorderen Backe aus Edelstahl bis zur hinteren zieht und zuletzt in die Biene mündet, aus demselben Stück Stahl geschmiedet. Was die Buche dazugibt, ist nur geliehen und rutscht bei der kleinsten Drehung weiter.

Glänzend poliert liefert dieser Aufbau vor allem eines: Fläche, die Licht zurückgibt. Über und unter der Schale läuft je eine doppelte Kante aus blankem Stahl mit, dazwischen die Feder, und weil alle drei gefeilt sind, zerfällt der Reflex in lauter kleine Facetten statt in eine glatte Linie. Die polierte Buche bleibt daneben heller und ruhiger, sodass zwei Arten von Glanz nebeneinanderstehen, der scharfe des Stahls und der weiche des Holzes. Wäre nur eine Platine je Seite verbaut, bliebe davon eine einzige Lichtkante über der Schale übrig.

Buche vom Aubrac: gewachsen auf dem Hochplateau

Der Aubrac ist ein Hochplateau im französischen Zentralmassiv, oben weit und offen, an den Rändern von Wald überzogen. Wo die Hänge abfallen, stehen Buchenwälder, und aus ihnen kommt das Holz für diese Griffschalen. Der Boden ist vulkanischen Ursprungs, der Winter lang, der Wind ständig, und ein Baum braucht hier länger als im Flachland, bis er stark genug ist. Diese Langsamkeit steht später im Holz: enge Ringe, ein gleichmäßiges Gefüge ohne grobe Sprünge, eine Fläche, die sich sauber schleifen und polieren lässt. Kein anderes Griffholz im Sortiment legt einen so kurzen Weg zurück.

Buche ist von Haus aus hell, blond bis leicht rosé, und zeichnet unauffälliger als ein Wurzelholz. Ihr Reiz liegt woanders. Werden die Markstrahlen beim Sägen längs angeschnitten, treten sie als kleine glänzende Flecken hervor, die im Holzhandwerk Spiegel heißen. Dazu kommen dunkle Striche in Braun bis Schwarz, die je nach Schnitt ganz anders über die Schale laufen. Poliert bekommt beides Tiefe: die hellen Flecken blitzen kurz auf, die dunklen Linien sacken ab, und dieselbe Schale wirkt bei Kerzenlicht anders als unter einer hellen Lampe.

doppelplatinen
aubrac buchenholz
4,9/5

Basierend auf 18 geprüften Bewertungen

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  1. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Politur hat nach einem Jahr Gebrauch feine, weiche Spuren bekommen, wie ein gutes Parkett. Es glänzt jetzt menschlicher, wenn man so will.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Kerstin D.

  2. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Frühstück fängt der polierte Griff das Morgenlicht, das Messer ist der hellste Punkt auf dem Tisch. Man startet besser in den Tag, ehrlich.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Wolfgang H.

  3. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Aubrac-Buche in glänzender Ausführung: das schlichte Holz der Hochebene, poliert wie ein Festtagsstück. Regionale Herkunft und Sonntagsanzug in einem Messer.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Karin D.

  4. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die polierte Buche leuchtet honigblond und zeigt eine feine, ruhige Maserung. Neben all den wilden Wurzelhölzern ist diese Gelassenheit fast schon exotisch.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Frank D.

  5. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mein Enkel durfte damit unter Aufsicht sein erstes Baguette schneiden. Der Stolz auf beiden Seiten war beachtlich, die Scheiben eher weniger.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ralf Z.

  6. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Glänzende Buche klingt unspektakulär und sieht in echt aus wie heller Bernstein. Ich habe den Kauf einer Laune zu verdanken und bereue nichts.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Peter F.

  7. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Holz liegt glatt und warm in der Hand, fast wie poliertes Wachs. Man greift öfter danach, als man schneiden muss, und das sagt alles.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Cornelia B.

  8. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Ich habe es meiner Tochter zum Einzug geschenkt und mir selbst das satinierte bestellt. Beim Familienessen vergleichen wir die Finishes wie andere Weinjahrgänge.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ralf B.

  9. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Als Jubiläumsgeschenk der Firma nach fünfundzwanzig Jahren, jeder durfte wählen. Ich nahm das regionale Holz, die Kollegen die Exoten. Bereut hat nur, wer nicht gewählt hat.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Nicole L.

  10. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Nach zwei Jahren ist der Glanz weicher und das Blond wärmer geworden. Das Messer altert wie die Landschaft, aus der es kommt: unaufgeregt und schön.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Peter F.

  11. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Holz stammt von der Hochebene, auf der auch die Werkstatt steht. Kurze Wege, lange Haltbarkeit: die Formel gefällt mir bei Lebensmitteln wie bei Messern.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Monika N.

  12. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Helles Holz, blanker Stahl, goldene Biene: das Messer wirkt festlich ohne jede Anstrengung. Es ist die einfachste Eleganz in meiner Schublade.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Kerstin S.

  13. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Für Gäste, die Frankreich lieben, ist die Herkunftsgeschichte das halbe Abendessen. Buche vom Aubrac, Messer vom Aubrac, der Rest erzählt sich von selbst.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Georg H.

  14. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Von meiner Frau zum Fünfzigsten bekommen, nach unserem Urlaub auf dem Aubrac. Der Glanzgrad war ihre Wahl: für sonntags, sagte sie. Es ist längst ein Alltagsmesser – unsere Initialen stehen nebeneinander auf der Klinge, graviert in einer Linie.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ursula S.

  15. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Doppelplatinen geben dem hellen Holz einen soliden Rahmen, nichts wirkt zart oder schonungsbedürftig. Ein Messer zum Benutzen, nicht zum Schonen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Christian Z.

  16. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Aubrac-Buche in glänzender Ausführung: das schlichte Holz der Hochebene, poliert wie ein Festtagsstück. Regionale Herkunft und Sonntagsanzug in einem Messer.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Martina G.

  17. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mein Nachbar hält Buche für Brennholz. Seit er meins gesehen hat, schweigt er zu dem Thema, und das will bei ihm etwas heißen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Christina P.

  18. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Klinge öffnet mit sattem Klack und nimmt Brot und Käse mit ruhigem Zug. Die Politur ist Schmuck, die Mechanik ist Substanz.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Karin V.

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