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Laguiole Taschenmesser Doppelplatinen mit Griff aus Larimar

439€

Auf der Weltkarte lässt sich das gesamte Vorkommen dieses Steins mit einer Fingerkuppe zudecken: ein Gebirgszug im Südwesten der Dominikanischen Republik, sonst nirgends. Aufgelesen wurde er zuerst am Strand, zwischen Kies und Muschelschalen, wohin ein Fluss die blauen Brocken aus den Hängen gespült hatte. Von jener Küste bis in die französische Werkstatt liegt ein Ozean, und am Ende der Strecke sitzt karibisches Blau am Griff eines Laguiole.

Die Farbe läuft von hellem Himmelblau ins Türkise, gewölkt von weißen Feldern, wie flaches Wasser aus der Vogelperspektive. Die glänzende Politur gibt der Zeichnung Tiefe, und mit dem Licht verschiebt sich, welche Zone gerade heller steht. Vier von Hand guillochierte Stahlflächen fassen die Platte ein, je zwei über und unter der Feder. So entsteht dieses Laguiole Taschenmesser mit Doppelplatinen, und am Griffende sitzt die geschmiedete Biene.

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Ein Laguiole en Aubrac Taschenmesser mit Doppelplatinen: vier von Hand guillochierte Stahlflächen, eine geschmiedete Biene, eine Klinge aus Edelstahl und ein Griff, an dem die Arbeit sichtbar bleibt.

Laguiole Taschenmesser aus Larimar mit Doppelplatinen

Ein einteilig gebautes Taschenmesser aus französischer Fertigung, allein mit Klinge, ohne Schnecke und ohne zweites Blatt im Rücken. Der Griff trägt Schalen aus poliertem Larimar zwischen vier von Hand gefeilten Platinen, dazu eine Feder, die über ihre volle Länge gekerbt ist. Alle Merkmale in Kürze:

  • Griff: Larimar in Hellblau, glänzend poliert.
  • Zeichnung: weiße Wolkenfelder auf blauem Grund.
  • Herkunft: ein einziges Vorkommen in der Karibik.
  • Platinen: vier Stahlflächen, von Hand gefeilt.
  • Feder: über die volle Länge gekerbt.
  • Biene: aus demselben Stahl wie die Feder geschmiedet.
  • Backen: zwei Stück aus Edelstahl, an beiden Enden.
  • Montage: einteilig, kein zweites Teil im Griff.
  • Klinge: Edelstahl in der Yatagan-Form.
  • Innenanschlag: stoppt die Klinge vor dem Federrücken.
  • Fertigung: von Hand montiert in Frankreich.

Kein anderes Griffmaterial dieser Reihe liefert dieses Blau. Der gefärbte Mammut-Backenzahn geht ins Tintige und Dunkle, der Türkis kippt ins Grüne, Horn bleibt bei Braun und Schwarz, und die Hölzer decken ohnehin nur Warmtöne ab. Larimar steht als Einziges hell und kühl da, näher am Wasser als am Gestein. Wer ein Taschenmesser sucht, das am Tisch nicht dunkel und massig wirkt, sondern leicht und klar, findet diese Farbe sonst nirgends im Sortiment. Als Geschenk für jemanden, der Blau mag, erübrigt sich die lange Suche.

Das Taschenmesser aus Olivenholz vor der Kamera

Auf einem Foto geht der Reiz dieser Feder verloren, weil nichts wandert. Die Aufnahme beginnt seitlich am zugeklappten Messer, wo sich ablesen lässt, wie schmal das Holzfeld zwischen den Platinen ausfällt. Dann kippt der Rücken nach oben und die gedrehten Kerben ziehen an den geraden Reihen entlang. Zuletzt geht die Kamera dicht an das Olivenholz, dessen blasse Züge dabei nachdunkeln.

Larimar taucht bei Laguiole en Aubrac an mehreren Stücken auf, nicht nur an diesem: als schmaler gebautes Modell mit einfacher Platine, als Kellnermesser für die geöffnete Flasche, als Steakmesser-Set für den Hauptgang, im Wechsel mit dunklem Ebenholz beim Modell Nox Pretiosa und als Gabeln und Löffel für die gedeckte Tafel.

laguiole messer doppelplatine griff larimar

Was auf dieser Schale liegt, sieht aus wie Wasser über hellem Sand, aus einiger Höhe betrachtet. Ein weiches Himmelblau bildet den Grund, an manchen Stellen kippt es ins Türkisgrüne, und darüber ziehen weiße Bänke, mal als schmaler Faden, mal breit hingelegt, immer mit unscharfem Rand statt klarer Kante. Kein Abschnitt wiederholt den anderen, denn einen Schnitt weiter im Block steht die Wolke schon woanders. Die Politur legt sich darüber wie eine dünne Glasschicht: Licht dringt ein, streut an den hellen Zonen und kommt gedämpft zurück, während es über den blauen Feldern klarer stehen bleibt. Daraus ergibt sich eine Tiefe, die eine bloß eingefärbte Fläche nicht hat.

Am Messer trifft dieser ungeordnete Grund auf eine ausgesprochen strenge Nachbarschaft. Statt einer Platine je Seite liegen deren zwei, wodurch der Rücken breiter ausfällt und dem Messermacher vier schmale Flächen zum Feilen bietet, dazu die Feder über ihre ganze Länge. Er zieht die Kerben einzeln, ober- und unterhalb spiegelgleich, bis eine Reihe dasteht, an der sich jeder Abstand nachmessen ließe. Unmittelbar daneben liegt ein Muster, das niemand angeordnet hat. Der polierte Stein wirft das Licht weich und breit zurück, die gefeilten Kanten dagegen in kurzen scharfen Blitzen, und diese zwei Arten von Glanz halten einander auf Abstand.

Ein Ausstellungsstück ist es damit nicht. Die Klinge folgt der Yatagan-Linie, schmal geschnitten, am Rücken leicht geschwungen, und beim Aufklappen fällt sie hörbar in die Rastung. Ein Anschlag im Griffinneren fängt sie ab, bevor die Schneide den Federrücken berührt, was den Schliff über lange Zeit schont. Der Stein selbst nimmt nichts krumm, was einem Holzgriff zusetzt: Fett, Fruchtsaft, ein Spritzer Wasser, alles geht mit einem trockenen Tuch wieder ab. Bei der Brotzeit unterwegs, beim Zuschneiden einer Schnur, beim Öffnen eines Pakets liegt es griffbereit in der Tasche.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montageeinteilig, nur Klinge
GriffmaterialLarimar (rekonstituiert)
Griffoberflächeglänzend poliert
KlingeEdelstahl 12C27MOD
PlatinenDoppelplatinen, von Hand guillochiert
Federvon Hand guillochiert
Bienegeschmiedet, aus einem Stück mit der Feder
Backen2 Backen aus Edelstahl
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
SKULEA1P12CMAFINOXDPLARIMAR
GTIN3701078006006

Drei Reihen auf dem Rücken: was die doppelte Platine hergibt

Auf dem Rücken dieses Messers liegen nicht eine, sondern drei gefeilte Reihen nebeneinander. Zwei davon sitzen auf den Platinen, die zu beiden Seiten der Feder verdoppelt sind, die dritte läuft über die Feder selbst, von einem Ende zum anderen. Je nach Messermacher setzt sich die Arbeit auf der Ober- und der Unterkante der Platinen fort, sodass die schmale Seite des Griffs durchgehend gemustert ist. Am Griffende steht die Biene, geschmiedet aus demselben Stück Stahl wie die Feder, und zwei Backen aus Edelstahl schließen den Griff an beiden Enden ab. Neben einer polierten Steinfläche liest sich diese Reihe als dunkle Linie auf hellem Grund, weil der Stein das Licht zurückgibt und die Kerben es schlucken.

Auf diesem Griff trifft die Reihe auf eine Fläche ohne Faser und ohne Richtung. Ein Holz gibt dem Auge einen Verlauf vor, den die Feile aufnehmen oder dem sie sich quer stellen kann. Larimar gibt nichts dergleichen vor, seine Wolken laufen ungerichtet, und dadurch steht die gefeilte Ordnung ganz für sich. Dazu kommt der geringe Farbabstand: helles Blau gegen blanken Stahl, beides kühl, beides hell. Die Kerben fallen deshalb nicht durch Kontrast auf, sondern durch ihren Schattenwurf, und von der Seite betrachtet wirkt der Rücken eher wie ein Relief als wie eine Zeichnung.

Larimar: blauer Pektolith aus einer einzigen Lagerstätte

Pektolith ist ein verbreitetes Mineral und dabei fast immer farblos, weiß oder grau. An genau einer Stelle der Erde hat Kupfer bei der Kristallisation den Platz des Kalziums eingenommen, und daraus wurde Blau: in der Sierra de Bahoruco im Südwesten der Dominikanischen Republik. Bekannt geworden ist der Fund erst in den siebziger Jahren, als jemand den blauen Brocken am Strand flussaufwärts nachging. Für Griffschalen wird das Material gebrochen, gemahlen und neu gebunden, denn rohe Knollen sind von Klüften durchzogen und reißen beim Sägen unvorhersehbar auf.

Am fertigen Griff bleibt davon eine ruhige, geschlossene Fläche. Der Stein nimmt eine hohe Politur an und bleibt porenfrei, sodass weder Fett noch Farbstoff eindringen und ein trockenes Tuch als Pflege genügt. Anders als Holz oder Horn arbeitet er nicht mit dem Wetter, quillt nicht und schwindet nicht, und auch nach vielen Sommern bleicht das Blau nicht aus. Angenehm ist außerdem, dass sich die Fläche zuerst kühl anfühlt und die Wärme danach annimmt. So bleibt ein Griff, der nach Jahren des Gebrauchs dieselbe Helligkeit zeigt wie am Anfang.

doppelplatinen
larimar stone
4,9/5

Basierend auf 15 geprüften Bewertungen

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  1. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Larimar zwischen doppelten Platinen: das Karibikblau bekommt ein solides Zuhause. Der seltenste Stein des Sortiments, gefasst für den Alltag, die Kombination hat mich sofort überzeugt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Monika T.

  2. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Ich habe die massive Version gewählt, der seltene Stein sollte den besten Rahmen bekommen. Zwei Jahre später bestätigt jeder Blick die Wahl.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ingrid N.

  3. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Sommerfest lag es neben den Gläsern und wurde für dominikanischen Schmuck gehalten. Halb richtig, sagte ich, es arbeitet nur härter.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Birgit G.

  4. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Für graue Tage ist der Griff mein Fenster nach Süden, das Blau wirkt zuverlässig. Günstiger kann man nicht verreisen, sagt meine Frau, und schneidet Käse.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sebastian S.

  5. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Fassung ist bündig und fest, nichts klirrt, nichts wackelt, der Stein sitzt sicher. Seltenheit verdient Sorgfalt, die Werkstatt hat geliefert.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Angelika Z.

  6. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Durch das Blau meines Steins läuft ein einzelner heller Streifen, meine Frau nennt ihn den Horizont. Seither hat unser Esstisch offiziell eine Aussicht.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sebastian W.

  7. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Larimar gibt es nur an einem Ort der Welt, und ein Stück davon schneidet jetzt meinen Käse. Der Satz bleibt absurd und wunderbar, ich sage ihn oft.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Florian S.

  8. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Doppelplatinen geben dem zarten Blau einen kräftigen Rahmen, Schutz und Bühne zugleich. Man traut sich, den seltenen Stein zu benutzen, und genau dafür ist er da.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ingrid H.

  9. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mein Bruder, Taucher, hält es für das schönste Messer der Familie, und er hat das Mammut gesehen. Das Urteil wiegt, die Familie diskutiert, ich lächle.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Anja Z.

  10. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Nach zwei Jahren leuchtet das Blau unverändert zwischen den Platinen. Der Stein hat Jahrmillionen hinter sich, mein Esstisch ist ihm eine Fußnote, und mir ein Fest.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Daniel D.

  11. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Über dem Karibikblau schwebt das goldene Wahrzeichen wie eine Sonne über ruhiger See. Das Bild gehört inzwischen zum Frühstück wie der Kaffee.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Stefan D.

  12. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Larimar zwischen doppelten Platinen: das Karibikblau bekommt ein solides Zuhause. Der seltenste Stein des Sortiments, gefasst für den Alltag, die Kombination hat mich sofort überzeugt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Jörg W.

  13. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Himmelblau mit weißen Schlieren zwischen mattem Metall: das Messer sieht aus wie ein gerahmtes Stück Lagune. Ich habe es im Winter gekauft, als Gegenmittel, es wirkt – eine feine Namensgravur auf der Klinge unterscheidet meins von allen anderen am Tisch.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Julia M.

  14. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Von meiner Frau zur Rubinhochzeit bekommen, Blau statt Rot, sie mag Überraschungen. Vierzig Jahre und sie überrascht mich noch, das Messer ist Zeuge.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Frank D.

  15. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Klinge sitzt spielfrei und öffnet satt, der glatte Stein liegt kühl zwischen den warmen Platinen. Drei Temperaturen in einer Hand, man gewöhnt sich daran, gern.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Anja S.

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