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Laguiole Taschenmesser „Nox Pretiosa“ – Ebenholz & Larimar – Guillochierte Edelstahlplatinen

375€

Auf einer dunklen Tischplatte verliert dieses Messer den größten Teil seines Umrisses. Das Ebenholz geht im Untergrund unter, die Klinge steckt geschlossen im Griff, und übrig bleiben zwei Dinge: das helle Blau der Steinhälfte und darunter der schmale Streifen Metall, in den die Feile Kerbe an Kerbe gesetzt hat. Ein heller Fleck und eine gerade Linie, mehr gibt der dunkle Tisch nicht her, und beides gehört zum selben Stück, auch wenn von dem, was dazwischenliegt, nichts mehr zu sehen ist.

Zusammengehalten wird das Ganze von einem Vollgriff. Dieses Laguiole Taschenmesser kommt ohne Backen aus, an Kopf und Fuß setzt kein Metall an, und deshalb bilden die Platinen aus Edelstahl die einzige durchgehende Metalllinie am Profil. Von Hand guillochiert sind beide, über die gesamte Länge, dazu die Feder auf dem Rücken. Ganz am Ende schließt die geschmiedete Biene an.

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Ein Laguiole en Aubrac Taschenmesser der Reihe Nox Pretiosa: ein Vollgriff aus Ebenholz und rekonstituiertem Stein, von Hand guillochierte Platinen über die volle Länge und eine Klinge aus Edelstahl.

Nox Pretiosa in Larimar: alle Angaben zum Taschenmesser

Aus Frankreich kommt dieses Stück, gebaut bei Laguiole en Aubrac. Auf der einen Griffseite steht Ebenholz, auf der anderen eine polierte Larimarplatte, und Metall sitzt an keinem der beiden Enden. Platinen und Feder aus Edelstahl sind über ihre ganze Strecke gefeilt, Kerbe neben Kerbe. Die Angaben im Überblick:

  • Griff: Ebenholz und Larimar, glänzend poliert.
  • Griffbauart: Vollgriff, an den Enden ohne Metall.
  • Stein: Larimar, hellblau mit weißen Feldern.
  • Herkunft: ein einziges Vorkommen in der Karibik.
  • Trennung: schmale Zwischenlage an der Nahtstelle.
  • Platinen: Edelstahl, von Hand guillochiert.
  • Feder: gefeilt von einem Griffende zum anderen.
  • Biene: geschmiedet, am hinteren Ende.
  • Klinge: Edelstahl, schmale Yatagan-Form.
  • Innenanschlag: stoppt die Schneide vor der Feder.
  • Lieferung: Baumwollbeutel und nummeriertes Zertifikat.

Nur einer der sechs Steine dieser Reihe kommt aus einem einzigen Vorkommen: Larimar liegt allein im südwestlichen Bergland der Dominikanischen Republik, an keiner anderen Stelle der Erde. Damit ist er der seltenste der sechs, und sein blasses Blau lässt sich mit keinem anderen Griffmaterial verwechseln. Dahinter steht die französische Werkstatt Laguiole en Aubrac, in der geschmiedet, gefeilt und montiert wird, ohne dass ein Arbeitsgang außer Haus geht. Zugeschnitten wird die Platte dort so, dass die weißen Felder auf beiden Seiten ähnlich hoch stehen.

Larimar neben Ebenholz: der Griff im Video

Im Film passiert mit diesem Griff etwas, das ein Foto nicht wiedergeben kann. Sobald sich das Messer dreht, verschieben sich die weißen Felder über dem Blau, mal deutlich, mal kaum noch auszumachen, und der Grund kippt dabei leicht ins Grünliche. Die schwarze Hälfte daneben bleibt unbewegt. Zuletzt fährt die Aufnahme an der gefeilten Kante entlang bis zur Biene.

Larimar sitzt im Katalog noch an weiteren Stücken: an einem Griff zwischen vier gefeilten Stahlflächen, an einem schmal gebauten Modell in Hellblau und an einem Weinmesser in derselben Farbe. Ganz in Schwarz stehen daneben der Griff des Modells Prestige Biene und ein Ebenholz ohne Fassung an den Enden.

laguiole taschenmesser „nox pretiosa“ – ebenholz & larimar – guillochierte edelstahlplatinen

Farblich liegt Larimar weit weg von allem, was sonst an einen Griff kommt. Den Grund gibt ein blasses Blau, das an einzelnen Stellen ins Grünliche zieht, und darauf sitzen weiße Felder, deren Ränder unscharf auslaufen statt sauber zu schneiden. Neben Ebenholz wird daraus ein Gegensatz, den kein Holzpaar hergibt: auf der einen Seite eine helle, kühle Fläche mit Tiefe, auf der anderen ein Schwarz ohne erkennbare Zeichnung. Poliert sind beide Hälften, doch nur der Stein gibt das Licht als weichen, breiten Schimmer zurück, während das Holz es fast vollständig behält. Wer den Griff dreht, sieht deshalb immer nur eine Seite leuchten.

Der Bau bleibt einfach und lässt dem Griff den Vortritt. Im Rücken liegt eine einzige Klinge und daneben nichts. Beim Zuklappen bremst ein Anschlag im Griffinneren die Schneide, ehe sie den Rücken der Feder erreicht. Holz und Stein stoßen nicht unmittelbar aneinander, sondern sind durch eine schmale Zwischenlage getrennt, die den Übergang als klare Linie ausweist. Weil kein Metall die Enden fasst, liegt die letzte Formgebung des Umrisses bei der Hand, die beide Werkstoffe gemeinsam über das Schleifband führt und dabei auf die Rundung achtet.

Getragen wird so ein Messer trotzdem, und es verträgt das ohne weiteres. Die Yatagan-Klinge läuft vorn schmal aus, folgt am Rücken einer weichen Biegung und quittiert das Aufklappen mit einem kurzen, trockenen Klacken. Für die Steinhälfte ist der Alltag ohne Belang, denn eine porenfreie Fläche nimmt weder Fett noch Farbstoff auf, und das Ebenholz verlangt nach dem Essen nicht mehr als ein trockenes Tuch. Nasses Liegenlassen mag dagegen kein Gelenk, gleich welcher Griff darauf sitzt. Wer den Griff beschriften lassen möchte, bekommt die Lasergravur ohne Aufpreis dazu. Der Beutel aus Baumwolle gehört zum Lieferumfang, ebenso ein Zertifikat mit eigener Nummer.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montageeinteilig, nur Klinge
GriffbauartVollgriff, ohne Backen
GriffmaterialEbenholz und Larimar (rekonstituiert)
PlatinenEdelstahl, von Hand guillochiert
FederEdelstahl, von Hand guillochiert
Bienegeschmiedet
KlingeEdelstahl 12C27MOD
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
Klingenlänge10 cm
Länge geöffnet22 cm
LieferungBaumwollbeutel, nummeriertes Echtheitszertifikat
Gravurauf Wunsch, kostenlose Lasergravur
Garantielebenslang auf Herstellungsfehler
SKULEAPMNOXPRETIOEBLARI
GTIN3701078014384

Guillochierter Edelstahl statt Messing: was die härtere Fläche bringt

Von den sechs Modellen der Reihe tragen zwei Platinen aus Edelstahl, die vier übrigen solche aus Messing. Der Unterschied fängt beim Feilen an. Stahl setzt dem Werkzeug spürbar mehr entgegen, jeder Zug nimmt weniger Material mit, und die Reihe wächst langsamer unter der Hand. Was am Ende dasteht, hat schärfere Kanten: Der Grat bleibt stehen, wo er stehen soll, die Kerbe behält ihren Grund, und die Flanken laufen gerade nach unten, statt sich abzurunden. Am fertigen Rücken liest sich das als harte, klar getrennte Folge von Linien mit kurzen, kalten Lichtern darin. Messing kommt schneller voran und liefert eine weichere, wärmere Zeichnung, die auf den vier anderen Modellen genau richtig sitzt, weil das Messing dort besser zu den Steinen passt.

Auf hellem Blau zählt außerdem, dass der Stahl keine eigene Farbe mitbringt. Blank geschliffen bleibt er grau und kühl, also in derselben Familie wie der Larimar, und die gefeilte Kante wirkt neben dem Stein wie dessen Fortsetzung statt wie ein Fremdkörper. Ein warmes Metall hätte an dieser Stelle Gelb ins Bild gebracht und das Blau nach Grün gezogen. Für den Malachit gilt derselbe Gedanke, für die vier Modelle mit Messingplatinen gilt das Gegenteil: Neben blankem Stahl käme dort die Zeichnung der Steine kaum zur Geltung. Die Wahl des Metalls folgt hier dem Stein.

Larimar: wie der Stein zu seinem Namen kam

Der Name ist jünger als die meisten Handelsnamen im Steingeschäft. In den siebziger Jahren ließ ein Dominikaner den Fund eintragen und stellte dafür die erste Silbe aus dem Vornamen seiner Tochter, Larissa, vor das spanische Wort für Meer. Mineralogisch handelt es sich um Pektolith, ein Natrium-Kalzium-Silikat, das an fast allen Fundorten der Erde weiß, grau oder farblos ausfällt. Nur an dieser einen Stelle sitzt Kupfer mit im Kristallgitter, und daraus wird Blau. Im Handel sortiert man den Stein anschließend nach Tiefe, vom milchigen Hellblau bis zu jenem kräftigen Ton, der als höchste Stufe gilt.

Diese Einstufung ist Sache des Handels, nicht der Mineralogie. Wer Larimar sagt, meint das Blau und nicht den Pektolith darunter, und der geliehene Vorname verkauft die Farbstufe mit. Für ein Schmuckstück zählt die oberste Stufe, für eine Griffplatte dagegen der gleichmäßigste Ton, denn der Stein läuft neben einer geraden Kante aus Stahl, und jeder Sprung darin fiele auf. Rekonstituiert verarbeitet wird er auch deshalb: gemahlen, neu gebunden und zu Platten gepresst, wobei sich das Blau über die Fläche ausgleicht.

laguiole en aubrac taschenmesser nox pretiosa
larimar stone
4,8/5

Basierend auf 18 geprüften Bewertungen

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  1. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Für Gäste ist es das Finale der Hausführung, nach dem Weinregal, vor dem Dessert. Die Dramaturgie ist eingespielt, das Messer trägt den Höhepunkt gelassen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Jörg V.

  2. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mein Bruder, Taucher, hat den Stein sofort erkannt und lange gehalten. Karibik in der Hand, sagte er, und vergaß den Käse, verständlich.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Thomas V.

  3. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Ich habe es nach der Karibikreise gekauft, als dauerhafte Verlängerung des Urlaubs. Das Blau wirkt zuverlässiger als jedes Fotoalbum, täglich, am Frühstückstisch.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Matthias V.

  4. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Klinge sitzt fest und schneidet fein, das durchgehende Ebenholz liegt voll in der Hand. Plein Manche und Edelstein, Komfort und Kostbarkeit, das Messer kann beides.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Thomas W.

  5. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Sommerfest war der Stein das Rätsel des Abends, Larimar kannte niemand. Die Geschichte vom einzigen Fundort der Welt hat den Käsegang verlängert, gern geschehen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Jörg G.

  6. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Weder das Holz noch der Stein zeigen nach zwei Jahren die geringste Gebrauchsspur. Das Festliche ist hier alltagsfest, die seltenste aller Eigenschaften.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Peter G.

  7. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Blau des Larimar leuchtet aus dem durchgehenden Ebenholz, gerahmt von goldenen Platinen. Drei Kontinente, ein Messer, die Werkstatt hat Fernweh in Form gebracht.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Manuela D.

  8. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Der Stein wechselt zwischen Himmel und Lagune, das Schwarz macht ihn doppelt tief. Bei Kerzenlicht wirkt der Griff wie ein Fenster in den Süden, geöffnet am Esstisch.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Heike R.

  9. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die weißen Schlieren im Blau ziehen wie Schaumkronen durchs Segment. Meins hat eine helle Welle in der Mitte, meine Frau nennt sie unsere Bucht.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Michael D.

  10. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Von meiner Frau zur Rubinhochzeit bekommen, Blau statt Rot, sie bleibt unberechenbar. Die Klinge trägt graviert unser Hochzeitsdatum, vierzig Jahre, in feiner Schrift.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Julia T.

  11. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Meine Enkelin sucht im Stein nach Fischen, die Schlieren geben Hoffnung. Gefunden wurde ein Delfin, angeblich, die Familie prüft nach, seit Monaten.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Franziska K.

  12. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das kühle Steinsegment und das warme Holz wechseln sich unter den Fingern ab. Der Griff hat Klimazonen, man bereist sie bei jedem Vesper.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Frank H.

  13. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Verarbeitung ist fugenlos, Stein und Holz bilden eine Fläche, die Platinen rahmen bündig. Bei dieser Preisklasse Pflicht, hier auch Kür, man spürt es blind.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Claudia Z.

  14. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Blau in der Nacht: das Farbkonzept ist so einfach und so wirksam, dass man neidisch wird. Die Werkstatt hat einen Klassiker geschaffen, meine Schublade weiß es.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Lars C.

  15. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Nach zwei Jahren leuchtet die Lagune unverändert aus der Nacht. Der einzige Fundort der Welt liegt jetzt in meiner Tasche, das Messer hält ihn fest.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Kai T.

  16. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Ich besitze Messer aus dreißig Jahren Sammelleidenschaft, dieses ist das meistgezeigte. Es verlässt die Tasche öfter für Blicke als für Brot, beides gern.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Andreas L.

  17. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Nox Pretiosa mit Larimar: das himmelblaue Segment liegt im schwarzen Ebenholz wie eine Lagune in der Nacht. Der seltenste Stein der Karibik im dunkelsten Holz Afrikas, das Messer ist Geografie zum Zuklappen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Alexander M.

  18. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die goldenen, guillochierten Platinen blitzen nur beim Öffnen, der private Moment des Besitzers. Ich öffne langsamer als nötig, das Ritual gehört mir.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Stefanie P.

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