Man könnte meinen, dieses Messer sei aus Glut und Licht geboren. Der Griff aus mehrfarbig gefärbter Holundermaser zieht den Blick an, noch bevor man den Rest wahrnimmt: Die Farbtöne überlagern und antworten einander, als hätten mehrere Feuer ihre Spuren im Holz hinterlassen. Jede Seite erzählt eine eigene Szene, irgendwo zwischen Abendrot und dem Schimmer feiner Edelsteine.
Am oberen Ende wird die Biene zum Juwel. Graviert und fein skulptiert, erkennt man ihre beiden Augen und die nach unten gerichteten Flügel, bereit, sich zum Flug zu öffnen. Sie liegt nicht einfach auf der Rückenfeder – sie herrscht über ihr. Das Dekor, das den Rücken hinaufzieht, erinnert an die stilisierten Schwingen eines Phönix, durchzogen von geduldigem, punktweisem Poinçonnieren. Vertiefungen und Erhebungen folgen aufeinander wie die Federn eines Feuervogels und rufen den Gedanken an eine ewige Wiedergeburt wach.
Die Messingplatinen, bereichert durch Kupfereinsätze und Steine, die auf dem Rücken sitzen, steigern diesen Reichtum noch. Nichts bleibt unbeachtet: Selbst das Innere der Platinen ist in der Mitte ziseliert, als wäre das Messer dafür gemacht, aus jedem Winkel betrachtet zu werden.
Phönixschmuck begnügt sich nicht damit, ein Laguiole zu sein. Es ist ein Taschenjuwel, ein farbiger und metallischer Talisman – irgendwo zwischen Sammlerstück und kleiner tragbarer Kunst, die man mit sich nimmt.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers

















