Die Eiche ist der Baum des europäischen Waldes schlechthin und steht seit jeher für Dauer und Widerstandskraft. Ihr Holz wächst langsam, wird hart und schwer und trägt eine kräftige Maserung, in der die Jahresringe deutlich hervortreten. Charakteristisch sind die Markstrahlen, jene feinen Bänder, die quer durch das Holz laufen und bei richtigem Schnitt als schimmernde Spiegel an die Oberfläche treten. Als Kellnermesser aus Eiche bringt dieses Holz eine ganz eigene Geschichte an den Tisch, denn aus derselben Eiche fertigt der Küfer die Fässer, in denen Rotweine und edle Brände über Jahre zu ihrer Tiefe finden. Der Griff und der Wein teilen sich damit dieselbe Wurzel.
Am Tisch wirkt die Eiche ruhig und selbstsicher. Ihr goldbrauner Ton passt zu einem gedeckten Tisch ebenso wie zur rauen Steinmauer eines alten Weinkellers, und der seidenmatte Schliff lässt die Maserung mit jedem Lichtwinkel neu aufleben, ohne je zu blenden. Das dichte Holz ist von Natur aus widerstandsfähig und nimmt die feuchte Luft der Keller kaum an, sodass die Oberfläche über die Jahre geschlossen und gleichmäßig bleibt. Wo helle Hölzer flüchtig wirken, verankert die Eiche das Messer mit einer stillen Schwere im Geschehen. Ein Sommeliermesser aus Eiche hat darum nichts Modisches, sondern die gelassene Präsenz eines Werkzeugs, das für die Dauer gemacht ist.
Einen Griff aus echter Eiche erkennt der Weinfreund an seiner offenen, ehrlichen Zeichnung und den charakteristischen Spiegeln der Markstrahlen. In Frankreich bei Laguiole en Aubrac entsteht jedes Stück einzeln, von der ausgesuchten Schale bis zur klassischen Biene über dem Hebel, an der ein echtes Laguiole zu erkennen ist. Mit den Jahren dunkelt die Eiche zu einem tieferen, honigwarmen Braun nach, sodass ein handgefertigtes Kellnermesser aus Eiche seine Geschichte sichtbar weiterschreibt, Flasche für Flasche.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers

















