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Laguiole Taschenmesser Doppelplatinen mit Griff aus Nougatine Mammut-Elfenbein

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Handelsnamen für Griffmaterial tragen fast immer dicker auf, als das Material danach einlöst. Bei diesem hier läuft es andersherum. Nougatine heißt in Frankreich die Süßigkeit aus gebranntem Zucker und Mandelbruch, die hierzulande als Krokant auf dem Teller landet, und was die Schale zeigt, sieht ziemlich genau danach aus: helle Brocken, eingeschlossen in einer bernsteinfarbenen Masse. Ein Etikett, das ausnahmsweise nichts behauptet, sondern beschreibt.

Die hellen Brocken sind Mammut-Elfenbein, gehalten von einem durchscheinenden Harz mit warmem Ton. Elfenbein, Karamell und Braun laufen darin ineinander, und weil nicht jedes Stück gleich weit unter der Oberfläche liegt, bekommt das Feld einen Boden statt nur eine Fläche. Gefasst wird es von vier gefeilten Stahlflächen, zwei je Seite: ein Laguiole Taschenmesser auf Doppelplatinen, einteilig gebaut, mit der Klinge als einzigem Werkzeug.

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Ein Laguiole en Aubrac Taschenmesser mit Doppelplatinen: vier von Hand guillochierte Stahlflächen, eine geschmiedete Biene, eine Klinge aus Edelstahl und ein Griff, an dem die Arbeit sichtbar bleibt.

Laguiole en Aubrac Taschenmesser mit Nougatine-Schalen und Doppelplatinen

Hergestellt in Frankreich, von Hand zusammengesetzt, ohne zweites Werkzeug im Rücken. Die polierten Schalen aus Nougatine liegen zwischen vier guillochierten Stahlflächen, an den Enden von zwei Backen aus Edelstahl gefasst, und den Abschluss macht die geschmiedete Biene über der Feder. Die Eckdaten auf einen Blick:

  • Griff: Nougatine, Mammut-Elfenbein in Harz.
  • Ton: Elfenbein, Karamell und Kastanienbraun.
  • Einschlüsse: helle Brocken auf mehreren Ebenen.
  • Oberfläche: glänzend poliert, ohne Poren.
  • Platinen: doppelt ausgeführt, von Hand gefeilt.
  • Feder: von Hand gefeilt, auf ganzer Länge.
  • Biene: geschmiedet, im Stück mit der Feder.
  • Backen: Edelstahl, vorn und hinten am Griff.
  • Klinge: Edelstahl, Yatagan-Form, glänzend.
  • Innenanschlag: schützt die Schneide beim Zuklappen.
  • Montage: einteilig gebaut, allein um die Klinge.

Eine aus dem vollen Fossil gesägte Platte zeigt alles, was sie hat, an der Oberfläche. Hier reicht der Blick weiter hinein: in den bernsteinfarbenen Grund, bis zu Brocken auf mehreren Ebenen, manche knapp unter dem Glanz, andere so weit darunter, dass nur noch ein heller Schemen übrig bleibt. Der polierte Stahl ringsum rahmt dieses Feld, ohne es anzutasten. Damit kommt das Fossil an alle, die es am Griff haben möchten, ohne den Preis und die Empfindlichkeit einer massiven Platte mitzukaufen.

Was sich am Griff bewegt: die Nougatine im Film

Vor der Kamera geschieht an dieser Schale mehr, als ein erster Blick vermuten lässt. Sobald das Licht über die Fläche wandert, treten die tiefer eingebetteten Brocken aus dem Grund hervor und sinken wieder zurück, und das Braun dazwischen schwankt zwischen Honig und Kastanie. Danach setzt die Aufnahme auf dem Rücken auf, wo die gefeilten Kerben in fester Ordnung stehen und sich nichts mehr bewegt.

Mammut-Elfenbein findet sich im Sortiment noch in anderen Zuschnitten: als Sommelier-Messer in derselben Nougatine, als Lilie aus hellem Elfenbein auf Schlangenholz, als Karomuster aus Elfenbein und Ebenholz und als Rinde desselben Stoßzahns am Weinmesser. Alles Weitere führt die Seite zu den Griffen aus fossilem Elfenbein auf.

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Unter den Schalen steckt allein die Klinge. Ein zweites Blatt fehlt, eine Schnecke ebenso, und deshalb trägt der Griff in keiner Tasche auf. Die Klinge folgt der Yatagan-Linie des Hauses, am Rücken sanft gebogen, vorn schmal auslaufend, und sie rastet beim Öffnen mit einem klaren Ton ein. Beim Zuklappen greift ein Anschlag im Inneren, der die Schneide anhält, bevor sie den Federrücken erreicht, und der Schliff dankt es über die Jahre. Ein Stück Bergkäse, eine Feige, der Klebestreifen an einem Karton: dafür genügt eine einzige Klinge ohne jede Zutat, und genau dafür ist dieses Modell gedacht.

Aus Armlänge betrachtet wirkt der Griff wie ein warmes, mittelbraunes Feld, das ebenso gut von einem Horn oder einem dunklen Holz stammen könnte. Erst aus der Nähe zerfällt dieser Eindruck in seine Teile: helle Kanten, weiche Übergänge ins Karamell, dazwischen Zonen, in denen das Braun beinahe ins Schwarze geht. Was aus einigen Schritten Abstand als eine einzige Farbe durchging, ist aus einer Handbreit Entfernung eine Ansammlung einzelner Stücke, jedes mit eigenem Umriss und eigener Kante. Ein Griff also, der auf zwei Entfernungen zwei verschiedene Dinge zeigt.

Im Gebrauch bleibt die Schale gelassen. Das Harz nimmt keine Feuchtigkeit auf, quillt nicht und schwindet nicht, weshalb der Wechsel von kalter Außenluft in ein geheiztes Zimmer spurlos an ihr vorbeigeht, während ein gewachsener Holzgriff dabei durchaus arbeitet. Abdrücke der Finger fallen auf dem mittleren Braun kaum auf und verschwinden mit einem trockenen Tuch, und feine Kratzer aus dem Alltag nimmt eine Politur später wieder heraus. Zu meiden bleibt wenig, und aufgezählt ist es schnell: ein Fall auf Fliesen, eine Nacht im Spülwasser, ein Platz direkt über dem Heizkörper.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montageeinteilig, nur Klinge
GriffmaterialNougatine, Mammut-Elfenbein in Harz
Griffoberflächeglänzend poliert
KlingeEdelstahl 12C27MOD
PlatinenDoppelplatinen, von Hand guillochiert
Federvon Hand guillochiert
Bienegeschmiedet, aus einem Stück mit der Feder
Backen2 Backen aus Edelstahl
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
SKULEA1P12CMAFINOXDPNOUG
GTIN3760199282843

Drei Reihen auf dem Rücken: was die doppelte Platine hergibt

Auf dem Rücken dieses Messers liegen nicht eine, sondern drei gefeilte Reihen nebeneinander. Zwei davon sitzen auf den Platinen, die zu beiden Seiten der Feder verdoppelt sind, die dritte läuft über die Feder selbst, von einem Ende zum anderen. Je nach Messermacher setzt sich die Arbeit auf der Ober- und der Unterkante der Platinen fort, sodass die schmale Seite des Griffs durchgehend gemustert ist. Am Griffende steht die Biene, geschmiedet aus demselben Stück Stahl wie die Feder, und zwei Backen aus Edelstahl schließen den Griff an beiden Enden ab. Während die Schale den Blick ins Harz hineinzieht, bleibt diese Reihe streng an der Oberfläche, und der Abstand zwischen beiden Ebenen fällt sofort auf.

An diesem Messer entstehen daraus zwei Ansichten, die einander nichts wegnehmen. Von oben liest sich der Rücken als Folge von Kerben, abzählbar und in fester Ordnung. Von der Seite steht die Nougatine in einem Feld, das an allen vier Rändern begrenzt ist: oben und unten von den Kanten der Platinen, vorn und hinten von den Backen. Diese Einfassung hält den Blick auf der Fläche, statt ihn am offenen Rand ins Leere laufen zu lassen. Ein Material, dessen Reiz erst unter der Oberfläche beginnt, kann eine solche Begrenzung gut gebrauchen.

Elfenbein, Karamell, Kastanie: was in der Nougatine steckt

Zwei Bestandteile machen diese Schale aus. Der eine ist fossiles Mammut-Elfenbein, geborgen als Bruch aus Stoßzähnen, die lange im Frostboden des Nordens lagen. Der andere ist ein bernsteinfarbenes Harz, das die Teile zusammenhält und sichtbar lässt, weil es Licht hindurchlässt. Gebundener Bruch also, kein aus dem Zahn gesägter Block, und das gehört offen dazu: Ein geborgener Zahn gibt nur wenige Partien her, die groß und heil genug für ein Paar Griffschalen wären. Alles Übrige ist für eine geschnittene Platte zu klein und für diese Bauweise genau richtig.

Die Farbe steht dem Namen in nichts nach. Über den Grund ziehen Zonen von hellem Elfenbein bis ins tiefe Kastanienbraun, dazwischen jede Abstufung von Karamell. Die Übergänge sind keine Linien, sondern Kanten von Bruchstücken, weich, sobald etwas Harz darüberliegt. Wie klar ein Stück hervortritt, hängt davon ab, wie weit oben es sitzt, und der Hochglanz verstärkt das. Das Elfenbein darin kommt aus dem Boden und nicht von einem lebenden Tier, weshalb es frei gehandelt wird. Zwei Schalen fallen nie gleich aus, und selbst die beiden Seiten eines Messers geben dasselbe Bild verschieden wieder.

doppelplatinen
mammut elfenbein messer
4,8/5

Basierend auf 15 geprüften Bewertungen

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  1. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Kleine Elfenbeinpartien in warmen Brauntönen, dicht gefügt und poliert: der Griff sieht aus wie kandiert und liegt an wie Seide.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Frank K.

  2. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Das Nougatine-Mammut-Elfenbein mischt Creme-, Karamell- und Schokotöne wie ein Konfekt aus der Eiszeit. Der Name passt perfekt, und das Stück macht süchtig wie sein Vorbild.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Paul T.

  3. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Nach einem Jahr Gebrauch ist das Elfenbein minimal wärmer im Ton geworden, wie ein Konfekt, das reift. Das Messer lebt, und es lebt gut.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ingrid T.

  4. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Bei Kerzenlicht changiert der Griff zwischen Milchkaffee und dunklem Honig. Meine Frau deckt inzwischen passend dazu den Tisch, behauptet aber das Gegenteil.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Uwe T.

  5. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Nougatine-Mammut-Elfenbein mischt Creme-, Karamell- und Schokotöne wie ein Konfekt aus der Eiszeit. Der Name passt perfekt, und das Stück macht süchtig wie sein Vorbild.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Kai M.

  6. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Familienessen wandert es durch alle Hände, die Debatte über die schönste Stelle im Muster ist Tradition geworden. Einigung ausgeschlossen, zum Glück.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Matthias M.

  7. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Fossiles Elfenbein in dieser Musterung habe ich noch nirgends gesehen. Der Händler meinte, jedes Stück falle anders aus, meins hat einen fast goldenen Kern.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Thomas W.

  8. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Von meiner Frau zum Sechzigsten bekommen, weil ich Nougat liebe und Messer sammle. Sie hat beides in einem Geschenk untergebracht, Respekt – die Klinge trägt seine Initialen, graviert in einer Schrift wie aus einem alten Kontobuch.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Stefan R.

  9. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Ich habe es zur Geburt meiner Enkelin gekauft, als Familienstück von Anfang an. Das älteste Material für den neuesten Menschen, der Gedanke gefällt mir jeden Tag.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Oliver F.

  10. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Klinge sitzt spielfrei, öffnet satt und schneidet fein. Beim Material dieser Klasse ist die tadellose Mechanik die halbe Beruhigung.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Uwe F.

  11. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Warme Töne, goldene Biene, blanker Stahl: das Stück wirkt festlich, ohne je verkleidet auszusehen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Bernd M.

  12. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Doppelplatinen rahmen das kostbare Material solide ein, das Messer wirkt trotz allem Schmuck wie ein Werkzeug. Es wird bei uns auch als solches benutzt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Franziska D.

  13. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Zertifikat zur Herkunft liegt bei den wichtigen Papieren. Ein Messer mit Dokumenten, das hat in unserem Haushalt sonst nur das Auto.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Nadine N.

  14. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Oberfläche ist glatt poliert und erstaunlich alltagstauglich. Brotzeit, Obst, Papier: alles geht, nichts hinterlässt Spuren.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Andreas M.

  15. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Es war teurer als geplant und ist jeden Cent wert, das sage ich als sparsamer Mensch. Manche Stücke kauft man einmal im Leben.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sebastian M.

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