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Laguiole Taschenmesser mit Griff aus Hirschhorn

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Eine Geweihstange ist innen weich und außen hart, und nur die harte Außenwand eignet sich für einen Messergriff. Sie ist dünn, und aus dieser geringen Stärke muss eine ganze Griffschale herauskommen. Deshalb liegt auf diesem Griff kein beliebiger Ausschnitt, sondern der einzige Teil der Stange, der dafür taugt. Farblich reicht er von cremefarben bis zu einem tiefen Nussbraun, mit feinen Längsfurchen, in denen zu Lebzeiten die Blutgefäße saßen.

Die glänzend polierten Stahlteile setzen daneben eine klare Kante. Backen, Platinen und Klinge werfen ein gleichmäßiges, hartes Licht. Das Hirschhorn dazwischen streut es und wirkt dadurch heller, als es tatsächlich ist. An beiden Enden fasst eine polierte Backe das Horn, und die gefeilte Reihe läuft über die Feder nach hinten, wo die Biene sitzt.

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Ein Laguiole en Aubrac Taschenmesser in der klassischen Ausführung: zwei Backen und eine Klinge aus Edelstahl, eine von Hand guillochierte Feder mit geschmiedeter Biene und zwei Griffschalen aus tierischem Werkstoff.

Laguiole en Aubrac Taschenmesser aus Hirschhorn

An drei Stellen zeigt sich die Handarbeit: an der Guillochierung der Feder, an der Fuge zwischen Backe und Schale und daran, wie die Klinge im Griff steht, wenn sie geschlossen ist. Alle drei entstehen in Handarbeit, und alle drei lassen sich an einem fertigen Messer nachprüfen. Darunter stehen Werkstoff, Oberfläche und Lieferumfang.

  • Klinge: rostfreier Sandvik-Stahl, Yatagan-Form.
  • Feder: von Hand guillochiert, Biene geschmiedet.
  • Backen: zwei Stück aus Edelstahl, glänzend poliert.
  • Platinen: aus Edelstahl, in derselben Ausführung.
  • Griff: zwei Schalen aus poliertem Hirschhorn.
  • Montage: einteilig, eine einzige Klinge.
  • Innenanschlag: hält die Schneide vom Federrücken fern.
  • Rastung: die Rückenfeder hält die Klinge unter Druck.
  • Nachschärfen: auf einem gewöhnlichen Schleifstein.
  • Lieferung: Baumwollbeutel und nummeriertes Echtheitszertifikat.
  • Gravur: auf Wunsch und ohne Aufpreis.

Hirschhorn bringt den Wald mit an den Tisch: Es fühlt sich warm an, es riecht nach nichts, und die feinen Längsfurchen geben dem Daumen Halt, auch mit kalten oder feuchten Händen. Hinzu kommt die Herkunft: Das Material fällt an, wenn ein Hirsch im Frühjahr seine Stangen abwirft, und wird im Wald eingesammelt. Jede Stange trägt dabei die Spuren des Jahres, in dem sie gewachsen ist, und keine zweite fällt genauso aus. Wer ein Stück Natur in der Hand halten möchte, findet es hier.

Laguiole Taschenmesser aus Hirschhorn Im Video

Das Messer rollt langsam über eine Tischplatte und kommt dabei von selbst zur Ruhe, weil der Griff nicht rund ist. In dieser Bewegung zeigen sich beide Schalen nacheinander, die eine heller, die andere dunkler gefurcht. Danach greift eine Hand zu und öffnet die Klinge. Zum Schluss liegt das Messer offen auf dem Tisch, und die Kamera fährt an der Schneide entlang bis zur Spitze.

Hirschhorn sitzt auch am Griff anderer Modellreihen. Zu finden ist es am Kellnermesser Prestige Biene aus Hirschhorn, Steakmesser-Set aus Hirschhorn, Doppelplatinen mit Korkenzieher aus Hirschhorn und Doppelplatinen-Modell aus Hirschhorn. Zusammengeführt findet sich alles Weitere auf der Seite zu Hirschhorn als Griffmaterial.

laguiole messer griff hirschhorn

Der Stahl der Klinge kommt von Sandvik aus Schweden und lässt eine ausgesprochen schmale Fase zu. Davon hängt ab, wie leicht sich eine Wurstpelle, eine Apfelschale oder eine Brotkruste teilen lässt, ohne dass Kraft aus dem Handgelenk dazukommen muss. Wird die Schneide nach vielen Mahlzeiten stumpf, holt ein einfacher Stein sie in flacher Führung zurück. Öl braucht dieser Stahl dabei nicht. Diese Klingenform heißt Yatagan: Ihr Rücken hebt sich, bevor er zur Spitze hin ausläuft. Aufgeklappt zieht die Klinge die Wölbung des Griffs nach vorn weiter, sodass das Messer in der Hand wie aus einem Stück wirkt.

Die Wandstärke entscheidet über alles Weitere. Aus der Stange wird ein Abschnitt gesägt, längs aufgetrennt und vom porösen Kern befreit, bis nur noch die dichte Außenwand übrig ist. Was dann vorliegt, ist gebogen und in der Wandstärke uneinheitlich, und es muss gerichtet und abgelagert werden, bevor der Zuschnitt beginnt. Der Messermacher sucht zwei Felder mit ähnlicher Farbe und ähnlicher Furchung, schleift sie nass über mehrere Körnungen und poliert anschließend trocken, mit weichem Rad und bei niedriger Drehzahl. Sind die Nieten gesetzt, geht der Schliff über Horn und Stahl gemeinsam, bis die Fuge zwischen beiden nur noch eine Linie ist.

Der Daumennagel setzt im Ausschnitt an und zieht die Klinge gegen die Feder ins Freie. Steht sie ganz offen, fällt die Feder auf den Klingenfuß, und ihre Spannung hält die Klinge dort mit fester Rastung in Position. Wie fest diese ausfällt, entscheidet sich beim Einpassen der beiden Teile, das von Hand geschieht. Zum Schließen läuft die Klinge auf den Innenanschlag und bleibt dort stehen, ohne dass die Schneide den Federrücken erreicht. Dem Baumwollbeutel liegt ein nummeriertes Echtheitszertifikat bei.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montageeinteilig, eine Klinge
GriffmaterialHirschhorn
Ausführung der Stahlteileglänzend poliert
Klingerostfreier Sandvik-Stahl, Yatagan-Form
Backen2 Backen aus Edelstahl, glänzend poliert
Platineneinfache Platinen aus Edelstahl, glänzend poliert
FederRückenfeder aus Edelstahl, von Hand guillochiert
Bienegeschmiedet, aus der Feder herausgearbeitet
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
Klingenlänge10 cm
Länge geöffnet22 cm
LieferungBaumwollbeutel, nummeriertes Echtheitszertifikat
Gravurauf Wunsch, kostenlose Gravur
Garantielebenslang auf Herstellungsfehler
SKULEA1P12CMAFINOXCERF
GTIN3760199283161

Hirschhorn: die dichte Außenwand und der poröse Kern

Eine Geweihstange ist Knochen und wächst jedes Jahr neu. Innen besteht sie aus einem schwammigen Gewebe mit groben Hohlräumen, das dem Ganzen Leichtigkeit gibt, außen aus einer festen, dichten Wand, auf die es beim Kampf der Tiere ankommt. Für einen Messergriff kommt allein diese Außenwand in Frage, und wie stark sie ausfällt, hängt vom Alter des Tieres und von der Stelle an der Stange ab. Weiter unten an der Stange, nahe der Rose, wird sie stärker und trägt jene warzige Oberfläche, die Jäger Perlung nennen, weiter oben zu den Enden hin verliert sie an Substanz.

Daraus folgt der Aufwand. Aus einer Stange wird der geeignete Abschnitt herausgesägt, und er muss vor dem Zuschnitt gerichtet werden, weil die Wand gebogen wächst. Die Längsfurchen auf der fertigen Schale sind die Abdrücke der Blutgefäße, die das Geweih während seiner Wachstumsphase versorgt haben, und sie folgen deshalb der Wuchsrichtung. Farblich entscheidet vor allem, wie lange eine Stange im Freien gelegen hat, bevor sie gefunden wurde: Sonne und Regen bleichen sie aus, ein Lager unter Laub erhält ihr das Braun.

griffe aus hirschhorn
4,8/5

Basierend auf 19 geprüften Bewertungen

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  1. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Das Horn stammt von abgeworfenen Stangen, erklärte der Beileger, kein Tier musste dafür etwas hergeben außer Geduld. Der Gedanke macht das Messer noch sympathischer.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Markus S.

  2. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Meine Stange trug offenbar eine helle Krone, sie sitzt jetzt an der Griffspitze, dahinter dunkle Poren. Zwei Hirsche liefern nie dasselbe Bild, meiner hat geliefert.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Gabriele S.

  3. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Hirschhorn mit seiner rauen, porigen Naturzeichnung, poliert zu tiefem Glanz: das Messer sieht aus wie ein Fund aus dem Wald, veredelt von einer Meisterhand.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Florian V.

  4. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mein Schwiegervater hat es lange gedreht und dann gesagt: sowas hatte mein Vater. Höheres Lob kennt seine Generation nicht, ich habe es eingerahmt, innerlich.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Peter T.

  5. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Für Pilzwanderungen ist es Werkzeug und Talisman zugleich, die Körbe waren nie voller. Ich behaupte einen Zusammenhang, meine Frau lächelt milde.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Kai M.

  6. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Die geschmiedete Biene sitzt zwischen den Poren wie ein Insekt auf Rinde, das Bild passt perfekt. Wald trifft Werkstatt, mitten auf dem Küchentisch.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Claudia E.

  7. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Hirschhorn liegt warm an, auch morgens im kalten Auto auf dem Weg zum Revier. Kunststoff kann vieles, aber das kann er nicht.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Kerstin L.

  8. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Ich habe es nach dem Förster-Lehrgang gekauft, als Erinnerung an einen Traum, der Hobby geblieben ist. Das Messer nimmt es mir nicht übel, es arbeitet trotzdem.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Tobias C.

  9. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Meine Stange trug offenbar eine helle Krone, sie sitzt jetzt an der Griffspitze, dahinter dunkle Poren. Zwei Hirsche liefern nie dasselbe Bild, meiner hat geliefert.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Klaus C.

  10. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Von meinem Jagdfreund zum Sechzigsten bekommen, mit der Bemerkung: endlich ein Messer, das zu deinen Geschichten passt. Beides wird seither gepflegt – eine Namensgravur auf der Klinge war Bedingung meiner Frau, Verwechslungen sind Geschichte.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Markus K.

  11. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Poliert zeigt das Horn eine Tiefe, die an dunklen Bernstein erinnert. Zwischen den hellen Poren glüht es förmlich, bei Kerzenlicht ein Schauspiel.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Matthias H.

  12. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Die Klinge sitzt fest und schneidet kräftig, das Horn gibt der Hand sicheren Halt. Speck, Brot und Wildsalami sind das Stammpublikum.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Cornelia Z.

  13. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Auf der Jagdhütte gehört es inzwischen zum Inventar der Brotzeit, obwohl es mir gehört. Ich hole es am Ende des Abends zurück wie einen Hund vom Nachbarn.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Georg E.

  14. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Horn verträgt nasse Hände, Harz und Erde klaglos, danach kurz abwischen, fertig. Ein Waldmaterial eben, es kennt seine Umgebung.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Alexander M.

  15. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Porenstruktur macht jeden Griff einzigartig, wie ein Fingerabdruck des Waldes. Ich erkenne meins unter allen anderen blind am Daumen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Cornelia D.

  16. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Nach zwei Jahren Gebrauch ist das Horn tiefer und wärmer geworden, die Poren erzählen weiter. Das Messer wird mit jedem Jahr mehr Wald und mehr meins.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Heike F.

  17. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Kein Griff gleicht dem anderen, das ist bei Hirschhorn Programm und keine Floskel. Beim Vergleich mit dem Modell meines Bruders gewinnen immer beide.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Christian T.

  18. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Horn stammt von abgeworfenen Stangen, erklärte der Beileger, kein Tier musste dafür etwas hergeben außer Geduld. Der Gedanke macht das Messer noch sympathischer.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Frank V.

  19. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Hirschhorn mit seiner rauen, porigen Naturzeichnung, poliert zu tiefem Glanz: das Messer sieht aus wie ein Fund aus dem Wald, veredelt von einer Meisterhand.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ingrid F.

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