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Laguiole Taschenmesser mit Griff aus Edelstein Türkis

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Ein mineralischer Griff fühlt sich beim ersten Anfassen anders an als jedes Holz, und der Unterschied liegt in der Temperatur. Die Fläche wirkt zunächst kühl, obwohl sie genauso warm ist wie alles andere im Raum: Ein Mineral leitet die Wärme aus der Haut schneller ab als eine Faser. Danach nimmt sie die Handwärme an und behält sie. Dazu kommt ein Blaugrün, das kein Holz dieses Sortiments hergibt.

Die Mechanik darunter ist die klassische dieser Werkstatt. In diesem Laguiole Taschenmesser arbeitet eine einzelne Klinge aus Edelstahl, vorn und hinten von einer Backe gefasst, darüber eine Feder, deren Kerbenreihe von Hand gefeilt ist und in der Biene endet. Hochglänzend poliert sind alle Flächen, das Metall wie der Stein, denn dieser Stein gibt sein Bild erst unter dem vollen Glanz preis.

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Ein Laguiole en Aubrac Taschenmesser mit Griff aus rekonstituiertem Türkis: gemahlenes Mineral, neu gebunden und auf Hochglanz gebracht, dazu zwei Backen aus Edelstahl und eine von Hand guillochierte Feder.

Laguiole Taschenmesser aus Edelstein Türkis

Dieses Modell verbindet den klassischen Aufbau dieser Werkstatt mit einem Griffmaterial, das weder wächst noch arbeitet. Gefallen wird das allen, die eine Farbe möchten, die kein Holz hergibt, und dazu einen Griff, der sich um Wetter und Heizungsluft nicht kümmert. Als Geschenk ist dieses Blaugrün eine Farbe, die fast überall passt. Die Fakten:

  • Griff: Türkis, rekonstituiert zu einer festen Platte.
  • Farbe: Blaugrün mit dunklem Adernetz darin.
  • Oberfläche: glänzend poliert, Stein und Metall.
  • Backen: zwei aus Edelstahl an beiden Enden.
  • Platinen: einfache Ausführung, ebenfalls Edelstahl.
  • Feder: Edelstahl, von Hand guillochiert.
  • Biene: geschmiedet, am Ende der Feder.
  • Gravur: auf Wunsch, kostenfrei.
  • Pflege: trockenes Tuch, kein Öl, kein Wachs.
  • Lieferung: Baumwollbeutel mit Zertifikat.
  • Garantie: lebenslang auf Herstellungsfehler.

Zusammengesetzt wird das Messer bei Laguiole en Aubrac, einer französischen Manufaktur mit eigener Steinwerkstatt. Die Steinplatte wird nass gesägt und nass geschliffen, weil trockene Reibung Wärme erzeugt, unter der das Bindemittel leidet. Das Schleifen der Griffwölbung geschieht in mehreren Durchgängen mit immer feinerer Körnung. Mineralische Schalen selbst zuzuschneiden setzt Nassschleiftechnik voraus, die in einer Messerwerkstatt selten steht. Vom Zuschnitt bis zur letzten Polierscheibe läuft an einer Steinschale kein Arbeitsgang trocken.

Blaugrünes Mineral unter dem Hochglanz, im Video

Im Video dreht sich das geschlossene Messer, und der Reflex läuft über den Stein wie über eine Glasfläche, ohne die Farbe darunter zu verdecken. Dann geht die Kamera in einen flacheren Winkel, und das Adernetz tritt hervor, dunkle Linien, die sich verzweigen und nirgends parallel laufen. Zum Schluss wandert die Aufnahme über eine Backe hinweg, wo Stahl und Stein denselben Glanz tragen.

Dasselbe Mineral kommt auch auf der gedeckten Tafel vor, jedes Mal in einer anderen Aufgabe: beim Kellnermesser für die Flasche am Abend, bei den Suppenlöffeln im Sechsersatz und beim zwölfteiligen Steakbesteck, das denselben Ton über eine ganze Tafel führt. Denselben Stein mit doppelten Platinen zeigt die aufwendigere Ausführung dieser Reihe.

laguiole messer griff edelstein larimar tuerkis

In dieser Ausführung liegt das Mineral zwischen zwei Backen und über einfachen Platinen, also in genau dem Aufbau, den die Werkstatt seit jeher für ihre schlichten Modelle verwendet. Dieselbe Steinsorte führt die Manufaktur auch mit doppelten Platinen, bei denen über die schmale Seite zusätzlicher Stahl läuft. Hier bleibt diese Kante frei. Das dunkle Adernetz läuft dadurch auf beiden Schalen ohne Unterbrechung durch, statt an einer zweiten Stahlkante abzubrechen, und der Griff fällt zugleich schlanker aus. Wer den Stein sucht und nicht die Feilarbeit daneben, ist mit dieser Version besser bedient.

Der Daumen findet die Kerbe, die Yatagan-Klinge schwenkt heraus und bleibt am Anschlag stehen. Verriegelt wird sie dabei nicht, denn die Rückenfeder hält sie allein durch ihren Druck, und ein Laguiole dieser Bauart gilt in Deutschland deshalb als gewöhnliches Taschenmesser. Beim Schließen schiebt der Innenanschlag sich zwischen Schneide und Federrücken. Der Werkstoff im Griff ist dabei deutlich weniger empfindlich, als sein Aussehen vermuten lässt. Was ihn zusammenhält, ist kein gewachsenes Gefüge, sondern ein Bindemittel, und das macht an einer freiliegenden Kante den Unterschied.

Der Griff verlangt so gut wie nichts: Die Fläche ist porenfrei, nimmt weder Wasser noch Fett auf, und Öl oder Wachs hätten daran nichts zu suchen. Ein trockenes Tuch entfernt nach dem Gebrauch Fingerspuren und bringt den Glanz zurück. Für die Klinge wird schwedischer Sandvik-Stahl geschliffen, fein genug für eine sehr schmale Fase, die lange durchhält und sich auf einem einfachen Stein wiederherstellen lässt. Öl gehört auch dort nicht hin. Im Beutel wartet ein Echtheitszertifikat, dessen Nummer die Manufaktur für dieses eine Messer vergeben hat.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montageeinteilig, nur Klinge
GriffmaterialTürkis (rekonstituiert)
Griffoberflächeglänzend poliert
KlingeEdelstahl 12C27MOD
Backen2 Backen aus Edelstahl, glänzend poliert
Platineneinfache Platinen aus Edelstahl
FederEdelstahl, von Hand guillochiert
Bienegeschmiedet
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
Klingenlänge10 cm
Länge geöffnet22 cm
LieferungBaumwollbeutel, nummeriertes Echtheitszertifikat
Gravurauf Wunsch, kostenlose Gravur
Garantielebenslang auf Herstellungsfehler
SKULEA1P12CMAFINOXTURQ
GTIN3760199280450

Warum eine gebundene Platte im Alltag durchhält

Türkis ist in seiner gewachsenen Form ein weiches und sehr ungleichmäßiges Mineral. Es entsteht in Klüften und Hohlräumen, oft in dünnen Krusten, durchzogen von Adern des Muttergesteins, und genau diese Adern machen seinen Reiz aus. Für ein Schmuckstück, das flach gefasst wird, ist das kein Problem. Für einen Messergriff schon: Dort liegt das Material an einer Kante frei, wird gebohrt, vernietet und stößt regelmäßig gegen harte Gegenstände. Eine gewachsene Platte reißt bei dieser Behandlung entlang ihrer inneren Klüfte auf, und zwar bevorzugt dort, wo eine Ader eine Schwachstelle hinterlassen hat. Bemerkt wird das oft erst nach Monaten, wenn sich an einer Ecke eine feine Absplitterung zeigt.

Die hier verwendete Platte wird deshalb anders hergestellt. Das Mineral wird gemahlen, in ein Bindemittel eingebettet und unter Druck zu einer festen Platte verpresst, und dabei verschwinden genau jene inneren Klüfte, an denen eine gewachsene Platte beim Bohren oder beim Vernieten aufreißt. Die Farbe bleibt die des Minerals, seine Ordnung nicht. Die freiliegende Kante hält im Alltag deutlich mehr aus. Die Manufaktur nennt das Verfahren im Datenblatt beim Namen. Wie eine Griffschale aufgebaut ist, gehört vor den Kauf und nicht danach.

Wie eine spröde Platte auf eine Rundung kommt

Ein Laguiole-Griff ist nirgends flach. Zur Mitte hin wölbt er sich, vor den Backen fällt er ab, und beide Seiten müssen dieselbe Linie zeigen. Bei Holz ist das eine Frage der Übung. Bei einem mineralischen Werkstoff kommt eine zweite Schwierigkeit hinzu: Das Material verzeiht keinen Druck. Wo eine Holzschale nachgibt, springt eine Steinplatte, und wo eine Schleifscheibe zu lange steht, kommt Wärme ins Spiel, die dem Bindemittel schadet.

Deshalb bleibt die Scheibe nie länger als nötig an einer Stelle stehen, und Wasser läuft bei jedem Zug mit. Die Reihenfolge ist ebenfalls festgelegt: Zuerst wird gebohrt, solange das Material noch seine volle Dicke hat und um jedes Loch genug Substanz steht, danach kommt die Außenwölbung, und ganz zuletzt die Politur in mehreren Durchgängen. Wer diese Reihenfolge vertauscht, arbeitet mit deutlich erhöhtem Risiko. Am fertigen Griff ist von alldem nichts mehr zu sehen, und genau das ist der Sinn der Sache: Ein sauber gearbeiteter Steingriff sieht so selbstverständlich aus, als wäre er nie ein Problem gewesen.

doppelplatinen
tuerkis
4,8/5

Basierend auf 16 geprüften Bewertungen

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  1. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Ein Griff aus echtem Türkis, blau wie ein Bergsee unter Mittagssonne: das Messer ist halb Werkzeug, halb Schmuckstück. Ich habe so etwas vorher schlicht nicht gekannt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Stefanie P.

  2. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Ein Griff aus echtem Türkis, blau wie ein Bergsee unter Mittagssonne: das Messer ist halb Werkzeug, halb Schmuckstück. Ich habe so etwas vorher schlicht nicht gekannt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Jürgen G.

  3. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Nach anderthalb Jahren Gebrauch leuchtet das Blau unverändert und die Adern sind keinen Deut blasser. Steine haben eben Geduld, mehr als wir alle.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Manuela R.

  4. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die geschmiedete Biene glänzt golden über dem Blau, wie ein Insekt über Wasser. Der Kontrast ist so schön, dass Gäste zuerst die Biene loben und dann den Stein.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ute W.

  5. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Türkis am Taschenmesser klingt gewagt und wirkt in echt erstaunlich edel. Neben dunklem Brot und Bergkäse leuchtet es wie ein Stück Himmel auf dem Brett.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Jörg G.

  6. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Vesper auf der Hütte hat der Wirt zweimal hingeschaut und einmal gefragt, ob das echt sei. Echt, sagte ich, wie der Speck. Wir waren uns sympathisch.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Angelika D.

  7. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Der Übergang von Stein zu Stahl ist bündig gearbeitet, nichts wackelt, nichts klappert. Bei einem so besonderen Material doppelt beruhigend.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ute G.

  8. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Der Stein zeigt feine dunkle Adern im Blau, wie Landkarten eines fremden Landes. Kein Griff gleicht dem anderen, meiner hat eine helle Insel in der Mitte.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Claudia D.

  9. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Der Stein ist massiv gefasst, keine Sollbruchstelle, keine Zierlichkeit. Nach Monaten zwischen Vesperbrett und Schreibtisch trägt er nicht einen Kratzer.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sebastian C.

  10. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Blau ist auf dem Esstisch die seltenste Farbe, und genau deshalb zieht der Griff jeden Blick. Meine Käseplatte hat jetzt einen ständigen Ehrengast.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Peter T.

  11. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Von meiner Frau zum Sechzigsten bekommen, sie sammelt Türkisschmuck seit Jahrzehnten. Jetzt teilen wir uns sozusagen eine Leidenschaft, das Messer gehört trotzdem mir – mein Name ist in die Klinge graviert, die Schrift feiner als meine Unterschrift.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Silke N.

  12. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Ich habe es von meiner Mineralienbörsen-Truppe zum Fünfzigsten bekommen, die Herren kennen mich. Ein Stein, der schneidet, sagten sie, mehr Mann geht nicht.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Lars F.

  13. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Für Gäste ist es das Fotomotiv des Abends, für mich das Werkzeug des Alltags. Diese Doppelrolle spielt es ohne eine einzige matte Stelle.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sven W.

  14. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das kühle Gewicht des Steins gibt dem kleinen Messer eine erstaunliche Präsenz. Man nimmt es in die Hand und legt es nicht mehr weg.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Christina H.

  15. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Klinge sitzt spielfrei und öffnet mit sattem Klack, der Stein liegt kühl und glatt in der Hand. Ein ungewöhnliches Gefühl, an das man sich sehr gern gewöhnt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Barbara Z.

  16. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mein Enkel nennt es das Piratenmesser, wegen des Schatzes im Griff. Die Beschreibung ist kindlich und trifft den Kern: es ist ein tragbarer Schatz.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sandra S.

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