Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers Lasergravur inklusive: 22 Schriftarten und 150 Symbole zur Auswahl Versand innerhalb von 24 Stunden mit DHL Express oder Colissimo Echtheitszertifikat, Baumwollbeutel und Laguiole-Begleitheft inklusive Ein Messer, ein Messermacher, bis zu 166 Arbeitsschritte von Hand
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Laguiole Taschenmesser Doppelplatinen mit Griff aus Hornspitze

339€

Auf dem Foto wirkt die Griffschale einfarbig. Am Messer selbst zieht ein hellerer Streifen schräg darüber, und auf der Gegenseite liegt ein zweiter, nur an anderer Stelle und in anderem Winkel. Beide Schalen kommen aus derselben Hornspitze, bloß nicht aus derselben Tiefe darin, und ein Schnitt eine Spur weiter innen legt bereits andere Lagen frei. Deckungsgleich sind die beiden Seiten deshalb nie.

Dazwischen sitzt der Stahl doppelt. Auf jeder Griffseite liegen zwei Platinen übereinander, eine oben und eine unten, jede von Hand gefeilt, darüber die Feder mit derselben Handschrift und ganz hinten die Biene, die beim Schmieden aus ihr heraustritt. Einteilig gebaut ist dieses Laguiole Taschenmesser, allein um eine Klinge aus Edelstahl herum, und die Doppelplatinen fassen das Horn oben wie unten, sodass ein schmaleres, dafür scharf begrenztes Feld übrig bleibt.

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Ein Laguiole en Aubrac Taschenmesser mit Doppelplatinen: vier von Hand guillochierte Stahlflächen, eine geschmiedete Biene, eine Klinge aus Edelstahl und ein Griff, an dem die Arbeit sichtbar bleibt.

Laguiole Taschenmesser Doppelplatinen aus Hornspitze im Überblick

Hergestellt und zusammengesetzt wird das einteilige Messer von Laguiole en Aubrac in Frankreich: zwei Schalen aus polierter Hornspitze, gefasst von vier von Hand guillochierten Platinen, dazu zwei Backen aus Edelstahl und im Griff eine einzige Klinge, ohne zweites Werkzeug daneben. Alle weiteren Angaben in Kurzform:

  • Griff: Hornspitze, glänzend poliert.
  • Paarung: beide Schalen aus einer Spitze.
  • Zeichnung: Bänder in Honig, Bernstein und Braun.
  • Ränder: laufen dünn aus und lassen Licht durch.
  • Platinen: Doppelplatinen, von Hand guillochiert.
  • Feder: guillochiert von einem Ende zum anderen.
  • Biene: geschmiedet, ein Stück mit der Feder.
  • Backen: zwei Stück aus Edelstahl, an den Enden.
  • Klinge: Edelstahl in der Yatagan-Silhouette.
  • Innenanschlag: bremst die Schneide vor dem Rücken.
  • Herstellung: Laguiole en Aubrac, in Frankreich.

Wer am Griff kein Holz möchte, ist mit Horn richtig beraten. Aufquellen kennt das Material nicht, und trockene Heizungsluft macht ihm weniger aus als einem Holz. Ein kurzer Zug unter dem Wasserhahn schadet ihm nicht, solange es danach trocknen darf. Dazu kommt etwas, das kein Griffholz mitbringt: Haut und Horn vertragen sich, die Fläche wird mit den Jahren nicht stumpf, sondern satter im Ton. Gefertigt wird jedes Stück bei Laguiole en Aubrac in Frankreich. Pro Horn fällt eine einzige Spitze an, also ein Paar Schalen, das der Messermacher selbst auslegt.

Laguiole Taschenmesser aus Hornspitze: beide Griffseiten im Video

Für diese Einstellung sitzt die Lampe hinter dem Messer. Die Ränder der Schale glimmen daraufhin von innen heraus, die hellere Bahn quer über die Fläche wird stellenweise durchlässig, und der Stahl darüber steht als schwarze Silhouette dagegen. Dann rückt die zweite Schale an dieselbe Stelle ins Gegenlicht, und dort liegt die helle Bahn tiefer, kürzer und in anderer Richtung.

Nur ein kurzes Stück jedes Horns gibt diese helle Spitze her, und trotzdem sitzt sie an mehreren Modellen: am Doppelplatinen-Messer mit Korkenzieher im Rücken, am Weinmesser mit Griff aus Hornspitze, an der dreiteiligen Garnitur für den Käsegang und an den Gabeln und Löffeln aus demselben Horn. Aufgeführt sind sie in der Liste aller Modelle aus Hornspitze.

laguiole taschenmesser doppelplatinen mit griff aus hornspitze

Eine Hornspitze wächst wie ein Stapel ineinandergeschobener Trichter, eine Lage Keratin über der nächsten, und wer eine Platte daraus heraussägt, durchtrennt diese Lagen unter einem bestimmten Winkel. Der Winkel entscheidet über das Bild. Flach angeschnitten, öffnet sich eine dunkle Lage zu einem breiten Band, steiler angeschnitten steht dieselbe Lage nur noch als schmaler Strich. Zwei Platten aus einer einzigen Spitze fallen deshalb schon verschieden aus, wenn zwischen ihnen kaum Material liegt: die eine mit einer hellen Bahn quer über die Mitte, die andere mit zwei feinen Zügen weiter außen. Vorhersagen lässt sich das nicht, weil die Lagen im Inneren keiner geraden Linie folgen.

Damit beginnt die Arbeit, die an diesem Griff die meiste Zeit kostet. Die gesägten Platten werden nebeneinandergelegt, gedreht, gegen eine Lampe gehalten und nach dem Ton sortiert, den das Material im Kern trägt. Gesucht wird dabei keine Kopie, sondern ein Gegenstück: zwei Schalen, deren Bänder in dieselbe Richtung ziehen, deren Helligkeit sich höchstens um eine Nuance unterscheidet und deren Kanten ähnlich weit aufhellen. Was am Ende nicht überzeugt, geht zurück in den Vorrat und wartet auf einen anderen Zuschnitt derselben Spitze.

Montiert wird erst danach. Die beiden Schalen werden zwischen die vier Platinen gesetzt, vorn und hinten kommt je eine Backe aus Edelstahl dazu, und der Glanz entsteht in mehreren immer feineren Durchgängen, mit wenig Druck, weil Keratin Wärme rasch aufnimmt und sich unter zu viel davon verzieht. Geschliffen ist die Klinge in der Yatagan-Silhouette, vorn schlank auslaufend, und wer sie aufklappt, hört sie einrasten. Zum Schließen hin bremst ein Anschlag im Inneren des Griffs die Schneide, bevor unten Stahl auf Stahl käme, was der Schärfe über die Jahre zugutekommt.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montageeinteilig, nur Klinge
GriffmaterialHornspitze
Griffoberflächeglänzend poliert
KlingeEdelstahl 12C27MOD
PlatinenDoppelplatinen, von Hand guillochiert
Federvon Hand guillochiert
Bienegeschmiedet, aus einem Stück mit der Feder
Backen2 Backen aus Edelstahl
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
SKULEA1P12CMAFINOXDPPC
GTIN3701078007508

Die schärfste Linie am Griff: Horn gegen gefeilten Stahl

Horn hält Licht nicht vollständig auf. An den Rändern der Schale kommt ein Rest davon durch, der Ton wird dort weich und verliert seine Grenze. Stahl lässt nichts hindurch. Genau da, wo beide aneinanderstoßen, steht deshalb der schärfste Strich des ganzen Messers: durchlässig auf der einen Seite, hart und geschlossen auf der anderen. Der doppelte Aufbau zieht ihn viermal statt zweimal, weil jede Griffseite zwei Platinen trägt, eine oberhalb und eine unterhalb des Horns. Vorn und hinten steht je eine Backe aus Edelstahl, sodass das Horn an allen Seiten auf Metall trifft. Über den Rücken laufen die gefeilten Reihen der Platinen neben der Reihe der Feder her, bis die Feder am Griffende zur Biene wird, geschmiedet aus einem einzigen Stück.

Für zwei ungleiche Schalen ist dieser Rahmen mehr als Zierrat. Oben und unten läuft der Stahl in einer Flucht durch, links wie rechts auf dasselbe Maß gefeilt, und erst vor dieser gleichbleibenden Kante fällt auf, wie weit die beiden Hornseiten auseinandergehen. Der doppelte Aufbau nimmt der Schale zudem etwas Höhe, sodass die hellen Bahnen enger beieinander liegen. Dichter gestellt, fallen sie eher auf. Bliebe je Seite nur eine Platine, fiele die untere Kante weg, und mit ihr der halbe Rahmen, an dem sich die beiden Seiten überhaupt vergleichen lassen.

Zwei Schalen aus einer Spitze: warum sie einander nur ähneln

Ein Rinderhorn sitzt als Hülle über einem Knochenkegel, und darum bleibt es innen leer, bis auf das vorderste Stück. Allein dort läuft das Keratin durch, und allein dort lässt sich eine Schale ohne Hohlstelle heraussägen. Viel gibt so ein Ende nicht her. Die Farben, die dabei ans Licht kommen, reichen von Creme über Honig und Bernstein bis in ein Braun, das mancherorts fast schwarz wird, alles in Lagen übereinander, so wie das Tier sein Horn Jahr für Jahr aufgebaut hat. Weil diese Lagen schräg zur Schnittfläche liegen, erscheint jedes Band ein wenig unter der Oberfläche statt darauf.

Der Hochglanz treibt genau das auf die Spitze. Poliertes Horn liest sich nicht wie eine bedruckte Fläche, sondern wie eine Scheibe mit etwas Tiefe dahinter, weil der Blick den Lagen bis in die Schale hinein folgt. An den Kanten, wo das Material dünn ausläuft, hört das Dunkle ganz auf und ein warmer Saum bleibt stehen, der bei jeder Bewegung mitwandert. Genau daran lässt sich das Nebeneinander zweier Schalen so gut ablesen, denn Tiefe und Saum fallen nirgends gleich aus. Kurz feucht abwischen verträgt der Griff, dauerhafte Nässe und Wärme nicht.

doppelplatinen
griffe aus hornspitze
4,8/5

Basierend auf 16 geprüften Bewertungen

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  1. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Horn ist das klassischste aller Laguiole-Materialien, und man versteht sofort warum: warm, glatt, lebendig gezeichnet. Mein Exemplar hat eine helle Flamme an der Spitze.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Andrea R.

  2. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Nach zwei Jahren täglicher Nutzung sitzt die Klinge fest wie am Anfang und das Horn glänzt tiefer denn je. Werkzeuge dieser Art überdauern Moden.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Klaus W.

  3. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mit den zwei Platinen im Griff hat das Messer ein Rückgrat wie ein Feststehendes. Das harte Landbrot vom Markt merkt den Unterschied zuerst.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Andrea B.

  4. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mein Metzger hat es beim Bezahlen bemerkt und anerkennend genickt. Von einem Mann, der täglich Klingen hält, zählt das doppelt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Thomas H.

  5. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Das Horn wird mit den Jahren tiefer und glänzender, sagt der Beileger. Nach sechs Monaten kann ich bestätigen: es stimmt, und es macht Freude zuzusehen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Martina W.

  6. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Biene über der Feder ist fein ausgearbeitet, mit klaren Flügeln und gerilltem Leib. Auf dem dunklen Horn wirkt sie wie ein Schmuckstück auf Samt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ursula K.

  7. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Vespern im Wirtshausgarten hat der Nebentisch gefragt, ob das ein Erbstück sei. Nein, aber es wird eines, das ist der Plan.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ralf R.

  8. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Von meiner Frau zum Fünfzigsten bekommen, als Nachfolger für das Messer meines Vaters, das ich verloren hatte. Der Verlust schmerzt noch, der Nachfolger tröstet täglich – die gravierte Widmung auf der Klinge lese ich bei jedem Öffnen mit.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Andrea C.

  9. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Der Übergang von Horn zu Metall ist bündig gearbeitet, mit dem Fingernagel findet man keine Kante. Solche Sauberkeit ist die beste Referenz für den Rest.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Nadine L.

  10. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Ich habe es meinem Sohn zum Studienabschluss geschenkt und mir am selben Tag das gleiche bestellt. Manche Familienrituale beginnen mit einer Doppelbestellung.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ute E.

  11. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Kein gefärbtes Material, kein Muster, kein Trick: nur Horn, Stahl und Handwerk. Genau diese Ehrlichkeit habe ich gesucht.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Markus L.

  12. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Hornspitze verläuft von hellem Rauchgrau in tiefes Schwarz, poliert wie ein Kiesel aus dem Fluss. Mit den Doppelplatinen liegt sie satt und ernst in der Hand.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Jürgen V.

  13. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Klinge öffnet mit einem trockenen Klack und schließt mit sattem Widerstand. Mechanik, die man hört und der man glaubt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sebastian N.

  14. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Es war mein erstes Laguiole und bleibt mein Maßstab: seither vergleiche ich jedes Messer mit diesem, und die meisten verlieren.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Heike W.

  15. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Nach dem Angeln säubert es den Fang, nach dem Essen schneidet es den Apfel. Das Horn nimmt beides ohne Murren, nasse Hände inklusive.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Barbara W.

  16. 5/5 Verifizierte Bewertung

    In der Hosentasche trägt es sich schlank und unauffällig. Erst am Tisch, im Licht, zeigt das Horn seine ganze Zeichnung.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Wolfgang B.

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