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Laguiole Taschenmesser Doppelplatinen mit Griff aus Olivenholz

329

Auf den Tisch gelegt, die Biene nach rechts, zeigt der Griff eine helle Schale mit einem goldenen Band darin. Ein paar Minuten später liegt dasselbe Messer andersherum da, weil es zwischendurch gebraucht wurde, und nun ist das Band die hellste Stelle, während das Feld daneben ins Braune gekippt ist. Geändert hat sich nur die Lage. Olivenholz wirft Licht dorthin zurück, wohin seine schräg liegenden Fasern weisen, und bleibt überall sonst stumpf.

Damit diese Flammung nicht ausfranst, braucht sie einen Rand. Bei diesem Laguiole Taschenmesser liefert ihn der Aufbau mit Doppelplatinen: Auf jeder Seite der Feder sitzen zwei Platinen statt einer, alle von Hand guillochiert, sodass über und unter dem Holz eine gerade Reihe aus Kerben durchläuft. Dazwischen bleibt die Schale satiniert, ohne Lackfilm und ohne Spiegelung.

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Ein Laguiole en Aubrac Taschenmesser mit Doppelplatinen: vier von Hand guillochierte Stahlflächen, eine geschmiedete Biene, eine Klinge aus Edelstahl und ein Griff, an dem die Arbeit sichtbar bleibt.

Laguiole Taschenmesser Olivenholz mit Doppelplatinen: die Ausstattung

Ein einteiliges Modell der Manufaktur Laguiole en Aubrac aus Frankreich: eine Klinge, sonst nichts im Griff. Zwischen zwei Backen aus Edelstahl liegen die satinierten Schalen aus Olivenholz, oben wie unten eingefasst von je zwei Platinen mit ihrer gefeilten Reihe, und dahinter arbeitet die Feder mit der Biene am Ende. Die Angaben im Überblick:

  • Griff: Olivenholz, geflammt, satiniert geschliffen.
  • Zeichnung: helle Felder, goldene Bänder, dunkle Adern.
  • Platinen: doppelt gelegt, vier gefeilte Flächen.
  • Feder: von Hand guillochiert, über die ganze Länge.
  • Biene: aus der Feder geschmiedet, ohne Lötnaht.
  • Backen: zwei Stück Edelstahl, an beiden Enden.
  • Klinge: Edelstahl in der Yatagan-Silhouette.
  • Montage: einteilig, allein die Klinge im Griff.
  • Innenanschlag: hält die Schneide von der Feder fern.
  • Oberfläche: matt, ohne Lackfilm über der Faser.
  • Herkunft: von Hand gefertigt in Frankreich.

Beim Verschenken beantwortet Olivenholz eine Frage, die sich sonst schwer klären lässt: Was gefällt jemandem, dessen Geschmack man nur ungefähr kennt? Dieses Holz stößt niemanden vor den Kopf. Es wirkt warm statt streng, es ist überall bekannt, und es passt auf das Werkstattregal ebenso wie neben weißes Porzellan. Zum runden Geburtstag, zum letzten Arbeitstag eines Kollegen, als Dank nach einer Einladung. Jedes Stück entsteht in Frankreich, und weil die Flammung aus dem Wuchs kommt und keiner Vorlage folgt, bekommt der Beschenkte ein eigenes Bild.

Warum sich dieses Olivenholz erst in Bewegung zeigt

Vor der Kamera dreht sich der geschlossene Griff langsam um die eigene Achse, und dabei geschieht genau das, was ein Standbild nicht festhält: Ein helles Feld läuft ins Dunkle, ein dunkles hellt auf, ohne dass irgendwo etwas aufblitzt. Danach kippt der Rücken ins Bild, wo drei gefeilte Reihen nebeneinanderliegen, und zum Schluss schwenkt die Klinge heraus.

Dasselbe Holz sitzt bei Laguiole en Aubrac an ganz anders gebauten Stücken: am Doppelplatinen-Modell mit zusätzlichem Korkenzieher, unter einer gefalteten Damastklinge aus Balbach-Stahl, an der von Hand ausgearbeiteten Prestige-Biene und am Käsemesser für das Brett. Versammelt sind sie alle auf der Gesamtübersicht zum Olivenholz.

laguiole messer doppelplatine griff olive holz

Matt ist an diesem Modell nicht nur das Holz. Backen und Platinen tragen denselben feinen Schliff, und deshalb blitzt nirgends etwas auf. Jede gefeilte Kerbe wird durch den kleinen Schatten sichtbar, den ihre Flanke wirft, nicht durch einen Reflex. Ein Prägewerkzeug brächte das nicht zustande, weil es die Kerbe eindrückt, statt Material aus der Fläche herauszuholen. Das hat für ein Holz wie dieses eine Folge, die man erst beim Kippen bemerkt: Die Reihen aus Stahl bleiben immer gleich lesbar, während der Grund darunter seinen Ton verschiebt. Wer das Messer langsam dreht, sieht also ein festes Raster über einer Fläche in Bewegung.

Vorn und hinten fasst je eine Backe aus Edelstahl das Ende des Griffs. Diese beiden Stellen sind an einer Holzschale die empfindlichsten, weil dort die Faser angeschnitten endet und Feuchtigkeit sonst als Erstes eindringen würde. Die Backe legt sich davor und nimmt zugleich alles auf, was im Alltag gegen ein Griffende stößt. Vernietet wird die Schale durch die Platinen hindurch, und die Nietköpfe gehen beim Schleifen mit der übrigen Fläche zurück, bis nichts mehr vorsteht. Gearbeitet wird also erst am fertigen Körper, über Holz und Metall in einem Durchgang, bis die Naht zwischen beiden zwar zu sehen, aber nicht mehr zu ertasten ist.

Benutzt wird das Ganze wie jedes gute Taschenmesser. Die Klinge folgt der Yatagan-Linie, ein flach geschwungener Rücken mit ausgezogener Spitze, brauchbar für die Scheibe Brot am Vormittag ebenso wie für den Knoten an einer Paketschnur. Der Daumen findet den Nagelhau ohne Suchen, die Feder gibt erst nach und packt dann zu, und geöffnet steht die Klinge ohne Spiel. Beim Zuklappen läuft sie auf einen Anschlag, der verdeckt im Griff sitzt und die Schneide von der Feder fernhält. Zusammengelegt fällt der Körper breiter aus als bei einfachem Aufbau und passt trotzdem flach in die Manteltasche.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montageeinteilig, nur Klinge
GriffmaterialOlivenholz
Griffoberflächesatiniert
KlingeEdelstahl 12C27MOD
PlatinenDoppelplatinen, von Hand guillochiert
Federvon Hand guillochiert
Bienegeschmiedet, aus einem Stück mit der Feder
Backen2 Backen aus Edelstahl
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
SKULEA1P12CMAFINOXDPOL
GTIN3760199282850

Zwei gerade Kanten aus Stahl um ein Holz voller Bögen

Gerade läuft an diesem Griff allein der Stahl. Über der Schale liegt eine Platine, unter der Schale eine zweite, auf jeder Seite dasselbe, und dazwischen zieht die Feder ihre Reihe von einer Backe zur anderen, bis sie am Ende in der Biene ausläuft, die nicht angesetzt, sondern aus ihr herausgeschmiedet ist. Das Olivenholz hält sich an nichts davon. Wo der Baum schief gewachsen ist, biegen die Adern ab, kehren um und laufen schräg aus dem Feld heraus. Am deutlichsten wird das an den Enden, wo eine Ader quer gegen die Backe aus Edelstahl stößt und die gefeilte Kante darüber ungerührt weiterläuft. Weil ohne Vorlage gefeilt wird, bleibt auch dieser Rahmen Handarbeit: kein zweites Messer trägt genau dasselbe Muster.

Auf einer Fläche, deren Helligkeit mit dem Blickwinkel wandert, zählt so eine gerade Kante mehr als auf einem ruhigen Untergrund. Die vier Platinenflächen halten ihr Raster fest, egal wie das Messer gedreht wird, und erst an dieser festen Linie lässt sich ablesen, wie weit das Holz daneben ausschlägt. Dazu kommt der Zuschnitt: Zwei Lagen Stahl je Seite lassen vom Griff nur einen schmalen Streifen Holz übrig, auf dem sich die Bögen entsprechend drängen. Bliebe es bei einer einzelnen Platine, liefe oben eine Reihe mit, und die Unterkante des Griffs käme ohne Antwort aus.

Olivenholz: ein Stamm, der nie rund wird

Ein alter Olivenbaum baut keinen glatten Zylinder. Wird er zurückgeschnitten oder friert er zurück, treibt er neu aus dem Fuß, und die jungen Triebe verwachsen mit dem alten Holz. Nach Jahrzehnten steht dort kein runder Stamm, sondern ein gerippter Körper voller Wülste und Furchen, in der Mitte oft hohl. Ein Sägeschnitt durch so einen Körper folgt keiner geraden Faser, sondern quert lauter Bögen, und genau daher stammen die Flammen, die später über die Griffschale ziehen.

Zu sehen ist davon lange nichts. Am rohen Abschnitt liegt die Zeichnung stumpf da, und erst der feine Schliff bringt jenes Changieren hervor, für das dieses Holz bekannt ist: dieselbe Stelle steht je nach Blickwinkel hell oder dunkel, ohne dass sich an ihr etwas geändert hätte. Die fast weißen Partien einer Schale stammen aus dem Splint, der außen um den Kern liegt, die honigfarbenen und die dunklen aus dem Kern selbst. Deshalb lohnt es sich, den Griff zu drehen, statt ihn nur anzuschauen. Nachbehandelt wird eine solche Fläche nicht mehr, weder mit Wachs noch mit einem Überzug, und ein trockenes Tuch reicht als ganze Pflege.

doppelplatinen
olivenholz
4,9/5

Basierend auf 14 geprüften Bewertungen

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  1. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Als Dank für die Erntehilfe von unserem Obstbauern bekommen. Er sagte: für einen, der zupacken kann. Das Messer passt zum Kompliment.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Werner K.

  2. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Von meiner Frau zum Fünfundfünfzigsten bekommen, als Ersatz für das Klappmesser aus dem Baumarkt. Sie nannte es eine überfällige Beförderung des Vesperbretts – die Klingengravur mit ihrem Vornamen war meine Überraschung in der Überraschung.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Martin F.

  3. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Zwischen Feder und Klinge sitzt die Biene wie ein Wächter über der Mechanik. Meine Tochter poliert sie heimlich mit dem Ärmel, ich lasse sie gewähren.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sebastian L.

  4. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mein Sohn hat das gleiche Modell zur Ausbildung bekommen. Wenn wir zusammen vespern, liegen zwei Generationen desselben Messers auf dem Brett. Das Bild gefällt mir.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Michael B.

  5. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Klinge öffnet satt, sitzt fest und schneidet fein. Es ist die Sorte Mechanik, über die man nach einer Woche nicht mehr nachdenkt, weil sie einfach stimmt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Dieter C.

  6. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Holz liegt warm an und die Platinen geben Gewicht: die Mischung fühlt sich nach Substanz an, nicht nach Ballast.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Katrin Z.

  7. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Auf Reisen liegt es im Kulturbeutel, zu Hause auf dem Küchenbrett. Es gibt Wochen, in denen es öfter benutzt wird als mein Schlüsselbund.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Martina M.

  8. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Olivenholz wird mit den Jahren tiefer und goldener, meins ist nach einem Sommer schon merklich wärmer im Ton. Man besitzt kein Messer, man begleitet es.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Barbara S.

  9. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Goldene Flammen im Olivenholz, gefasst zwischen doppelten Platinen: der Klassiker in seiner kräftigsten Ausführung. Man spürt den Unterschied beim ersten Schnitt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Stefanie P.

  10. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Meine Maserung läuft wie Honig, der in Wasser sinkt, in trägen goldenen Schlieren. Ich habe im Laden zehn Minuten verglichen und keine Sekunde bereut.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Andreas W.

  11. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Grillen ist es Vorbereitungsmesser, Tischmesser und Anschauungsobjekt in einem. Drei Rollen, keine Schwäche.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Franziska G.

  12. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Nach zwei Jahren Nutzung sitzt alles fest, glänzt alles, schneidet alles. Der Klassiker ist ein Klassiker, weil er genau das jedes Jahr wieder beweist.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Markus E.

  13. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Doppelplatinen machen aus dem eleganten Südländer ein richtiges Arbeitsgerät. Hartes Brot, dicke Wurst, störrische Schnur: nichts bringt es aus der Ruhe.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Andrea B.

  14. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Ich habe es auf Empfehlung meines Metzgers gekauft, der seines seit zehn Jahren trägt. Männer, die täglich schneiden, empfehlen keine Deko.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Birgit G.

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