Dieses Sommeliermesser aus recycelten Muschelschalen gehört an die Tafel, auf der die Küche des Meeres den Ton angibt. Es begleitet den klassischsten aller französischen Akkorde aus Speise und Wein, jenen von Meeresfrüchten und trockenem Weißwein. Wird ein Plateau mit Muscheln und Austern aufgetragen und dazu ein Entre-deux-Mers entkorkt, findet der blau-violette Griff wie selbstverständlich seinen Platz zwischen den Schalen. Das glänzende Perlmutt fängt das Kerzenlicht ein und gibt es in mauven und blauen Reflexen zurück, denselben, die auf der Innenseite einer eben geleerten Muschel liegen. So ist der maritime Charakter hier keine Zutat, sondern die eigentliche Herkunft dieses Griffs.
Der Glanz gibt den Schalenfragmenten eine Tiefe, die eine matte Oberfläche ihnen nähme. Das Licht taucht in das klare Harz ein, bricht sich an den eingeschlossenen Perlmuttsplittern und kommt zurück, beladen mit Blau und Violett, dazu ein warmer Goldton, der bei jeder Neigung des Griffs wandert. Dieses Farbenspiel begleitet den ganzen Ablauf des Weinservice, von der ersten Drehung der Spirale in den Korken bis zu dem Zug, der ihn löst. In der Handfläche gedreht, verschiebt der Griff seine Reflexe wie das Wasser eines Hafenbeckens bei auflaufender Flut, in dem sich das Hafenlicht fängt.
Ein handgefertigtes Kellnermesser aus recycelten Muschelschalen ist ein Geschenk für alle, deren schönste Erinnerungen an einen guten Wein nach Salz und Gischt schmecken. In Frankreich entsteht jedes Stück einzeln von Hand, und weil sich die Fragmente niemals zweimal gleich verteilen, gleicht kein Griff dem anderen. Aus der leeren Schale, die sonst auf dem Muschelhaufen bliebe, wird so ein Begleiter für viele Jahre im Weinservice. So trägt dieser Weinöffner die Farben des Ozeans an jeden Tisch, an dem eine Flasche das Meer und den Wein für einen Abend zusammenbringt.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers















