Schwarz ist eine Farbe, die ein Holz auf zwei sehr verschiedene Arten zeigen kann. Ein von Natur aus schwarzes Holz ist meist dicht und gleichförmig, seine Schönheit liegt in der Ruhe der Fläche. Die geschwärzte Pappelwurzel geht den umgekehrten Weg. Ihr Ausgangsmaterial ist ein helles, wild gewachsenes Maserholz voller Augen und Verwerfungen, und die schwarze Tränkung legt sich über dieses unruhige Relief, ohne es einzuebnen. So bleibt unter der Farbe sichtbar, was die Wurzel an Wuchsgeschichte mitbringt, nur in Abstufungen von Schwarz statt in hellen Tönen. Das Ergebnis ist ein Schwarz, das nicht flach daliegt, sondern von innen zu arbeiten scheint.
Am Tisch ist dieses Schwarz die sichere Wahl für den großen Auftritt. Wie ein gut sitzender dunkler Anzug passt es zu jedem Wein und jedem Rahmen, vom schweren Grand Cru bis zum gereiften Jahrgang mit fast schwarzer Robe. Der Griff nimmt sich optisch zurück und lässt dem Wein die Bühne, hält aber im Streiflicht eine feine Spannung, wenn die verborgene Maserung kurz aufblitzt. Auf weißem Tuch wirkt das Schwarz streng und klar, im Kerzenschein weicher und tiefer. So verbindet dieses Holz die Würde eines formellen Service mit einem stillen Detail, das nur der Aufmerksame bemerkt.
So wandelbar die Farbe zwischen Tiefschwarz und glänzender Textur wirkt, so fest steht das Handwerk dahinter. Jedes Stück entsteht in Frankreich bei Laguiole en Aubrac, wo die geschwärzte Wurzel in Form gebracht und mit zwei blanken Edelstahlbacken gefasst wird, deren Schimmer das Schwarz zusätzlich vertieft. Über dem Hebel prägt die klassische Biene das Bild, wie bei jedem echten Laguiole. Wer zu einem handgefertigten Kellnermesser aus Pappel Wurzelholz in Schwarz greift, bekommt weit mehr als ein schlichtes schwarzes Heft, nämlich ein Holz, dessen dunkle Fläche bei jedem Lichtwechsel eine neue Schicht ihres Musters zeigt.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers

Luxus-Ledertasche für Taschenmesser und Sommelier-Messer














