Unter den drei Krokus-Modellen ist dieses das lebhafteste. Olivenholz bringt eine Zeichnung mit, die sich nicht bändigen lässt: dunkle Adern, die quer durch die Fläche laufen, hellere Zonen dazwischen, und alles davon wechselt schon nach wenigen Zentimetern die Richtung. Auf einer bauchigen Form trifft diese Zeichnung nun auf eine Wölbung, die sie an keiner Stelle flach liegen lässt. Der Blick folgt einer Ader über die Rundung, verliert sie an der breitesten Stelle und findet sie auf der anderen Seite wieder. Ein gerader Griff zeigt Olivenholz vollständig, dieser zeigt es in Abschnitten. Wer beide Formen gesehen hat, greift danach meist zur runden.
Ein Zug mit dem Daumennagel bringt die Yatagan-Klinge heraus, und die Rückenfeder hält sie unter Druck an Ort und Stelle. Arretiert wird dabei nichts, denn diese Bauart kennt keine Verriegelung, und deshalb bleibt so ein Messer in Deutschland ein Taschenmesser im gewöhnlichen Sinn. Beim Schließen greift der Innenanschlag, bevor die Schneide auf dem Federrücken landen kann. Was die Rundung des Griffs verändert, merkt man erst nach einer Weile: Der Daumen liegt weiter oben auf dem Rücken, weil die Wölbung ihn dorthin schiebt.
Den Stahl für die Klinge bezieht die Manufaktur bei Sandvik in Schweden. Fein ausgeschliffen hält er die Schärfe über lange Zeit und nimmt auf einem einfachen Stein wieder eine Schneide an, sobald es nötig wird. Öl gehört nicht auf die Klinge. Olivenholz bringt von Natur aus genug davon mit und braucht ebenfalls keines von außen, im Gegenteil: Ein zusätzlicher Auftrag bliebe auf der satinierten Fläche liegen und zöge Staub an. Nach dem Gebrauch genügt ein trockenes Tuch, und im Baumwollbeutel liegt ein Zertifikat mit eigener Nummer.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers

Laguiole Gürteletui mit Schleifstab - Braunes Leder











