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Laguiole Taschenmesser Doppelplatinen mit Griff aus Hirschhorn

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Anfang April, ein Waldweg nach der Schneeschmelze. Zwischen nassem Laub liegt eine Stange, hell an den Spitzen, rau und dunkel am unteren Ende. Der Hirsch hat sie vor wenigen Tagen verloren, so wie jedes Jahr um diese Zeit, und trägt längst den Ansatz des nächsten Geweihs. Wer sie findet, hebt sie auf und nimmt sie mit nach Hause. Aus solchen Funden entstehen die Griffschalen dieses Messers: aufgelesen am Boden, nicht abgenommen im Schlachthof.

Was im Laub lag, behält am fertigen Griff seine gewachsene Haut. Die Fläche ist geperlt und körnig, durchzogen von Furchen, die dem Wuchs der Stange folgen, und der Ton reicht von Creme bis zu hellem Braun. Zwischen zwei solchen Schalen sitzt bei diesem Laguiole Taschenmesser der Stahl doppelt: Doppelplatinen rechts und links der Feder, vier gefeilte Flächen statt zwei, am Ende die geschmiedete Biene.

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Ein Laguiole en Aubrac Taschenmesser mit Doppelplatinen: vier von Hand guillochierte Stahlflächen, eine geschmiedete Biene, eine Klinge aus Edelstahl und ein Griff, an dem die Arbeit sichtbar bleibt.

Hirschhorn am Doppelplatinen-Taschenmesser: die Daten in Kurzform

Zusammengesetzt wird dieses Messer bei Laguiole en Aubrac in Frankreich, einteilig, allein mit einer Klinge und ohne zweites Werkzeug im Griff. Die Schalen bestehen aus poliertem Hirschhorn, gefasst von vier von Hand gefeilten Platinen, dazu kommen zwei Backen aus Edelstahl. Die übrigen Angaben im Überblick:

  • Griff: Hirschhorn, glänzend poliert.
  • Herkunft: abgeworfene Stangen vom Waldboden.
  • Oberfläche: gewachsene Perlung, feine Längsfurchen.
  • Farbe: creme bis hellbraun, fließender Wechsel.
  • Paarung: beide Schalen aus einer Stange.
  • Platinen: doppelt gelegt, von Hand gefeilt.
  • Feder: gefeilt von einem Ende zum anderen.
  • Klinge: Edelstahl, Yatagan-Form, schlank.
  • Backen: zwei Stück aus poliertem Edelstahl.
  • Biene: aus der Feder heraus geschmiedet.
  • Innenanschlag: stoppt die Klinge vor der Feder.

Wer vor Horn oder Knochen zögert, findet hier die Ausnahme im Katalog. Büffelhorn und Rinderknochen kommen vom geschlachteten Tier, Geweih nicht: Der Hirsch verliert seine Stangen von selbst und trägt im Sommer ein neues Paar. Nachprüfen lässt sich das am Material, denn ein abgeworfenes Stück endet unten in einer gerundeten Rose und nicht in einer Schnittfläche. Dazu kommt, was der Daumen merkt: Über die Perlung zu fahren fühlt sich anders an als über jedes polierte Holz, das unter der Kuppe glatt bleibt. Ein Geschenk für alle, die nach der Herkunft fragen.

Was die Aufnahme vom Hirschhorngriff zeigt

Im Film zieht der Griff langsam an der Linse vorbei, und der Blick bleibt dort hängen, wo der Ton kippt. Hell an den Partien, die geschützt lagen, warm gebräunt an denen, die am Stamm gerieben haben. Dazwischen wirft jede Erhebung der Perlung ihren winzigen Schatten, sodass die Fläche trotz Politur niemals glatt wirkt. Danach schwenkt die Klinge heraus, und über den Rücken laufen die gefeilten Reihen ins Bild.

Denselben Werkstoff verarbeitet Laguiole en Aubrac auch an anders gebauten Stücken: als Modell mit Korkenzieher im Rücken, als Ausführung mit Damastklinge, als Kellnermesser mit ausgearbeiteter Biene und als Steakmesser für den Esstisch. Nebeneinander versammelt stehen sämtliche Modelle mit Geweihgriff.

laguiole messer doppelplatine griff hirschhorn

An jeder Stange steht geschrieben, was das Tier mit ihr angestellt hat. Im Sommer wächst ein Geweih unter einer behaarten Haut heran, und sobald der Knochen darunter fertig ist, reibt der Hirsch diese Haut an Stämmen und jungen Bäumen ab. Dabei poliert er die Stange gleich mit. Wo sie am häufigsten am Holz entlanggezogen ist, wird der Knochen dunkler, bis ins warme Braun hinein, während geschützte Partien cremefarben bleiben. Eine Griffschale übernimmt diesen Verlauf ungefragt. Der helle Ton läuft in den dunklen über, ohne Kante dazwischen, und kein zweiter Griff wiederholt den Übergang an derselben Stelle.

Beide Schalen eines Messers kommen deshalb immer aus derselben Stange. Der Messermacher trennt sie nebeneinander heraus, aus einem Abschnitt, der über die volle Länge massiv genug bleibt, und legt das Paar zusammen beiseite. Anders ließen sich Ton und Körnung nicht zur Deckung bringen, denn schon die nächste Stange fällt heller oder dunkler aus, mit weiter gestreuter Perlung. Am fertigen Griff tragen darum beide Seiten dieselbe Handschrift: derselbe Farbverlauf, dieselbe Streuung der Erhebungen, dieselbe Richtung der Furchen. Viele Paare gibt ein einzelnes Fundstück ohnehin nicht her, und aussortiert wird reichlich.

Ringsherum ist danach alles auf Maß gearbeitet. Zwei Platinen je Seite fassen das Material oben und unten ein, die Klinge folgt der Yatagan-Linie und rastet beim Öffnen hörbar ein, und beim Zugehen fängt ein Anschlag im Griffinneren sie ab, bevor die Schneide auf die Feder trifft. Im Alltag bleibt Geweih dabei erstaunlich gleichmütig. Aufquellen kennt es nicht, Splittern ebenso wenig, und trockene Heizungsluft im Winter geht spurlos daran vorbei. Was sich über die Jahre verändert, fällt entsprechend leise aus: Unter den Fingerkuppen nimmt die Fläche etwas mehr Glanz an, und der helle Grund zieht langsam ins Elfenbeinfarbene.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montageeinteilig, nur Klinge
GriffmaterialHirschhorn
Griffoberflächeglänzend poliert
KlingeEdelstahl 12C27MOD
PlatinenDoppelplatinen, von Hand guillochiert
Federvon Hand guillochiert
Bienegeschmiedet, aus einem Stück mit der Feder
Backen2 Backen aus Edelstahl
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
SKULEA1P12CMAFINOXDPCERF
GTIN3701078003913

Drei Reihen auf dem Rücken: was die doppelte Platine hergibt

Auf dem Rücken dieses Messers liegen nicht eine, sondern drei gefeilte Reihen nebeneinander. Zwei davon sitzen auf den Platinen, die zu beiden Seiten der Feder verdoppelt sind, die dritte läuft über die Feder selbst, von einem Ende zum anderen. Je nach Messermacher setzt sich die Arbeit auf der Ober- und der Unterkante der Platinen fort, sodass die schmale Seite des Griffs durchgehend gemustert ist. Am Griffende steht die Biene, geschmiedet aus demselben Stück Stahl wie die Feder, und zwei Backen aus Edelstahl schließen den Griff an beiden Enden ab. Auf gekörntem Hirschhorn liegen so zwei Rasterungen nebeneinander, das feine des Geweihs und das gröbere der Feile, und der Daumen unterscheidet sie ohne Hinsehen.

Ein Griff aus Geweih bringt von Natur aus keine gerade Kante mit. Genau die liefert der doppelte Aufbau: Über und unter der Schale läuft Stahl in einer Flucht durch, gefeilt bis an die Backen, sodass eine unregelmäßig gewachsene Fläche einen klaren Abschluss bekommt und an keiner Seite ausfranst. Auf hellem Grund treten die drei Reihen zusätzlich hervor, weil jede Kerbe ihren kleinen Schatten wirft und Creme oder helles Braun ihn besser hergeben als ein dunkles Holz. Bei einfachem Aufbau bliebe von alldem nur die obere Linie übrig.

Hirschhorn: ein Werkstoff, der jedes Jahr neu anfällt

Ein Geweih ist kein Horn, sondern Knochen, und darin liegt der Unterschied. Ein Horn bleibt lebenslang am Kopf, das Geweih nicht: Gegen Ende des Winters löst sich die Verbindung zum Schädel, die Stangen fallen ab, und wenige Wochen darauf beginnt der Wuchs von vorn, fertig bis zum Ende des Sommers. Schneller bildet kein anderes Knochengewebe nach. Für die Werkstatt ergibt das eine ungewöhnliche Beschaffung. Bestellen lässt sich hier nichts, finden schon: Sammler laufen ihre Reviere jedes Frühjahr ab und bringen mit, was am Boden lag. Wie viel davon brauchbar ist, entscheidet sich erst beim Aufsägen.

Am Griff endet diese Herkunft in einer Fläche, die kein Werkzeug erzeugt hat. Zwischen den Erhebungen der Perlung ziehen Furchen der Länge nach, dort verliefen einmal die Gefäße, die den wachsenden Knochen versorgt haben. Beim Polieren bleibt dieses Relief stehen, die Fläche bekommt Glanz und trotzdem keine Ebene, und der Daumen findet überall etwas zum Anhalten. Öl verlangt das Material keines, ein trockenes Tuch nach dem Essen genügt vollauf.

doppelplatinen
griffe aus hirschhorn
4,9/5

Basierend auf 20 geprüften Bewertungen

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  1. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Doppelplatinen geben dem porigen Horn Gewicht und Ruhe, beim Schneiden führt das Messer selbst. Wald außen, Präzision innen, die Mischung überzeugt täglich.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Vanessa Z.

  2. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Hirschhorn zwischen doppelten Platinen: die wilde Naturzeichnung bekommt ein solides Fundament. Das Messer liegt satt in der Hand wie ein Stück Wald mit Rückgrat.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Christina P.

  3. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Kein Griff gleicht dem anderen, das macht jedes Familienessen zur Vergleichsrunde. Mein Bruder hat die schlanke Version, wir einigen uns traditionell auf unentschieden.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Matthias W.

  4. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Auf der Jagdhütte ist die Doppelplatinen-Version das Referenzmodell der Runde geworden. Drei Kameraden haben nachbestellt, der Hüttenwirt überlegt noch, seit einem Jahr.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Alexander D.

  5. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Pilzesammeln ist es Werkzeug und Glücksbringer, die Körbe sprechen für die These. Meine Frau nennt es Aberglauben, füllt aber die Körbe gern mit.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Julia P.

  6. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Die Doppelplatinen geben dem porigen Horn Gewicht und Ruhe, beim Schneiden führt das Messer selbst. Wald außen, Präzision innen, die Mischung überzeugt täglich.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Dieter E.

  7. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Ich habe es nach dem Jagdschein gekauft, als Belohnung und Ausrüstung in einem. Der Schein hängt gerahmt, das Messer arbeitet, so ist die Rangordnung.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Matthias L.

  8. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Horn stammt von abgeworfenen Stangen, kein Tier gibt mehr her als sein Geweih. Die Geschichte macht das Messer noch sympathischer, und sie stimmt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Christina V.

  9. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Zwei Jahre später wackelt nichts, matt ist nichts, und die Poren haben Geschichten dazubekommen. Das Messer wird jedes Jahr mehr Wald, und ich gehe gern mit.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Nadine E.

  10. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Hirschhorn zwischen doppelten Platinen: die wilde Naturzeichnung bekommt ein solides Fundament. Das Messer liegt satt in der Hand wie ein Stück Wald mit Rückgrat.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Anja D.

  11. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mit den Doppelplatinen wiegt es spürbar mehr und genau das gibt Vertrauen. Leichte Messer gibt es viele, verlässliche wenige, dieses gehört zur zweiten Sorte.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Franziska N.

  12. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Jede Stange liefert ein anderes Bild, mein Griff trägt helle Poren auf dunklem Grund wie Sterne. Der Händler hat mich eine halbe Stunde vergleichen lassen, gut investierte Zeit.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Heike H.

  13. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die geschmiedete Biene sitzt golden zwischen den Poren, wie ein Insekt auf alter Rinde. Das Bild gehört zum Messer, und es wird nie langweilig.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Martina H.

  14. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Wo das porige Horn auf die Platinen trifft, stolpert kein Fingernagel, alles läuft glatt durch. An gewachsenem Material ist das die Königsdisziplin, hier wird sie beherrscht.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Jörg E.

  15. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Hirschhorn liegt warm an und die Platinen halten dagegen, ein schönes Wechselspiel. Die Hand hat immer etwas zu spüren, das Messer immer etwas zu tun.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Alexander E.

  16. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mein Schwiegervater hat es lange begutachtet und dann seins daneben gelegt, vierzig Jahre alt. Die Familienähnlichkeit war verblüffend, die Rührung auch.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Peter W.

  17. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Für Wanderungen, Garten und Werkbank ist es mein robustester Begleiter. Es wird benutzt, nicht geschont, und es sieht trotzdem jeden Monat besser aus.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Martina H.

  18. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Klinge öffnet mit sattem Klack und schneidet kräftig, das Horn gibt sicheren Halt. Speck und Landbrot sind das Kerngeschäft, es läuft hervorragend.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Frank N.

  19. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Von meinem Sohn zum Sechzigsten bekommen, robust und knorrig, der Vergleich lag nahe, sagte er frech. Das Messer nehme ich als Kompliment, den Rest als Familienhumor – die Klinge trägt den Namen meines Vaters, graviert als kleine Verbeugung.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sandra K.

  20. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Horn dunkelt an den Griffstellen und glänzt dort am tiefsten, mein Daumen schreibt mit. Ein Messer als Tagebuch, die Einträge sind täglich.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Peter M.

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