Ebenholz zählt zu den dichtesten Hölzern der Welt, so schwer, dass sein Kern im Wasser versinkt. Das tiefe Schwarz sitzt im Herzen des Stammes und wurde über Jahrhunderte für den feinen Instrumentenbau und die Kunsttischlerei geschätzt. Vor der dunklen Robe eines großen Gewächses behauptet sich dieses Sommeliermesser aus Ebenholz mühelos: Wo ein bedeutender Wein Respekt einfordert, antwortet der seidenmatt satinierte Griff mit einer stillen, selbstverständlichen Autorität. Das Öffnen einer Flasche wird so vom bloßen Handgriff zu einem konzentrierten, fast feierlichen Augenblick, der den großen Wein gebührend einleitet.
Am Tisch spielt das Ebenholz seine eigentliche Rolle. Die seidenmatte Fläche wirft kein grelles Licht zurück, sondern bleibt ruhig und tief, während im hellen Metall die guillochierte Feder und die von Hand gefeilten Platinen umso feiner hervortreten. Genau darin liegt der Gedanke dieses Modells: Das dunkelste aller Hölzer bildet den Hintergrund, vor dem die ganze Handarbeit am Stahl erst zur Geltung kommt. Vor der Etikette eines großen Roten zieht er eine feine, ruhige Linie, die zum Anlass passt, ohne ihn zu übertönen.
Ein Griff aus echtem Ebenholz ist eine Entscheidung für viele Jahre. In Frankreich entsteht jedes Stück von Hand, nach Regeln, die in der Manufaktur seit Langem gepflegt werden, und jede einzeln bearbeitete Metallfläche macht dieses handgefertigte Kellnermesser aus Ebenholz zu einem Einzelstück. Wer es wählt, entscheidet sich nicht für eine Mode, sondern für ein zeitloses Werkzeug, das seinen Dienst Flasche für Flasche verlässlich versieht und dabei nie um Aufmerksamkeit wirbt. Gerade die Strenge dieses Holzes, seine Weigerung nach Effekt zu suchen, macht es zum edelsten Rahmen für die Handwerkskunst, die auf dem Metall dieses Sommeliers versammelt ist.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers



















