Ein Sommeliermesser aus Schlangenholz bringt ein Holz aus der Werkstatt der Geigenbauer an die Weintafel. Bevor die Messermacher es entdeckten, schätzten die Bogenbauer das Brosimum guianense für seine lange Faser und seine Fähigkeit, Schwingungen genau zu übertragen, weshalb es bis heute in den besten Violinbögen steckt. Sein warmes Rotbraun, das ins Mahagoni spielt, ist von unregelmäßigen dunklen Tupfen durchsetzt, die auf jedem Griff ein eigenes, an eine Schlangenhaut erinnerndes Muster bilden. Auf diesem Kellnermesser trifft die lebhafte Färbung des Holzes auf das ruhige Funkeln des gravierten Metalls, und die von Hand ausgearbeitete Prestige-Biene verwandelt das obere Ende der Feder in eine Miniatur von Goldschmiedehand.
Das Öffnen eines besonderen Jahrgangs wird mit diesem Sommeliermesser zu einem konzentrierten kleinen Ritual. Die über Jahrzehnte verfeinerte Mechanik von Laguiole en Aubrac zieht den Korken mit einer Sanftheit heraus, die selbst die brüchigen Verschlüsse alter Flaschen schont. Die Kapsel weicht unter der von Hand gravierten Klinge, der Korken gleitet in einem Zug aus dem Hals, und während die Finger die Dichte des lebendigen Holzes ertasten, erkennt der Daumen die feine Guillochierung der Feder wie eine fühlbare Unterschrift.
Das Schlangenholz hat die Geigenbauer vor den Messermachern für sich gewonnen, und es stellt an beide dieselbe Forderung nach Präzision. Ein so dichtes Holz duldet keinen ungenauen Schnitt, und die Hand, die es fasst und montiert, muss mit der Genauigkeit eines Instrumentenbauers arbeiten. Dieselbe lange Faser, die einem Bogen seinen Klang gibt, verleiht dem Griff seine ruhige Dichte. Wer ein handgefertigtes Kellnermesser aus Schlangenholz wählt, entscheidet sich für ein seltenes Griffholz, in dem die Maserung des Holzes und die Gravur des Metalls dieselbe Strenge tragen, Flasche für Flasche.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers



















