Ein Kellnermesser aus Woodstock ist das einzige Modell der Reihe, das fünf Essenzen in einem Griff zusammenführt. Das Ebenholz stammt aus Afrika, das Olivenholz aus dem Mittelmeerraum, der Wacholder von den Hochebenen des Aubrac, das Rosenholz aus Südamerika und der Palisander aus Asien. Fünf Herkünfte, fünf Dichten und fünf Farben treffen hier Lamelle an Lamelle aufeinander, und wie bei einem guten Verschnitt bereichert jeder Teil das Ganze, ohne die anderen zu überdecken. Eine Flasche mit diesem Sommeliermesser zu öffnen heißt, eine kleine Weltreise der edlen Hölzer in der Hand zu halten, verdichtet auf die Länge eines Griffs.
Fünf Hölzer in einem Griff zu vereinen, verlangt vom Messermacher eine genaue Auswahl. Jede Essenz reagiert anders auf Feuchtigkeit, auf den Schliff und auf die Politur, und darum müssen die Lamellen in Dicke und Dichte zueinander passen, damit sich der Griff über die Jahre nicht verzieht. Die satinierte Oberfläche folgt dem Verlauf jedes Holzes und macht das schwarze Ebenholz vom schokobraunen Palisander und den Wacholder vom goldenen Olivenholz unterscheidbar, wo ein hoher Glanz alle Texturen zu einer einzigen glatten Fläche verschmolzen hätte. So bleibt der Griff im Keller wie an der Tafel griffig und ruhig zugleich.
Bei aller Vielfalt der Hölzer steckt im Woodstock dasselbe ruhige Handwerk wie in jedem Laguiole. Der Messermacher setzt die fünf Essenzen so zusammen, dass ihre Maserungen sauber ineinandergreifen, fasst den Griff zwischen zwei Edelstahlbacken und nimmt am Schluss jedes Messer einzeln ab. Die klassische Biene über dem Hebel bestätigt die Herkunft. Weil sich das Zusammenspiel der fünf Hölzer von Stück zu Stück verschiebt, gleicht kein Woodstock-Griff dem anderen, und jedes dieser handgefertigten Sommeliermesser zeigt seine ganz eigene Anordnung der Essenzen.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers















