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Laguiole Taschenmesser Sondermodell Fleur de Lys mit Griff aus Schlangenholz

429

Am Ende der Feder steht eine Lilie: ein gerades Mittelblatt, zwei nach außen gebogene Seitenblätter, darunter ein Querband, das die drei zusammenhält. Weiter vorn läuft das Holz, rotbraun und mit dunklen Malen bestreut, die sich auf keiner der beiden Schalen wiederholen. Zwei Zeichnungen also am selben Messer, die eine mit der Feile in Stahl geholt, die andere im Baum gewachsen, und welche von beiden zuerst auffällt, entscheidet das Licht.

Der Aufbau folgt dem übrigen Sortiment. Auf beiden Griffseiten liegt eine Platine, gekerbt an der oberen und an der unteren Kante, dazwischen führt die Feder dieselbe Reihe von Backe zu Backe, und über den Rücken der geöffneten Klinge geht sie weiter. Den Griff fassen an beiden Enden Backen aus blankem Edelstahl, glänzend poliert wie die Schale. Aus der Reihe fällt allein das Griffende, denn dort trägt dieses Laguiole Taschenmesser die Lilie anstelle der Biene.

Auf Lager – Bestellen Sie heute, voraussichtliche Lieferung am Samstag 26. September

Ein Laguiole en Aubrac Sondermodell: statt der Biene ein von Hand ausgearbeitetes Zeichen am Federende, dazu guillochierte Platinen und eine Klinge aus Edelstahl.

Laguiole Sondermodell Fleur de Lys aus Schlangenholz auf einen Blick

Gebaut wird dieses Modell bei Laguiole en Aubrac, einer französischen Werkstatt, als einteiliger Aufbau, in dem außer der Klinge nichts steckt. Auf Hochglanz gebrachtes Schlangenholz liegt zwischen gefeilten Platinen, am Ende der Feder steht die von Hand ausgearbeitete Lilie. Alles Weitere zu Griff, Stahl und Lieferung in Kurzform:

  • Zeichen: eine Fleur de Lys statt der Biene.
  • Griff: Schlangenholz, glänzend poliert.
  • Zeichnung: dunkle Male auf rotbraunem Grund.
  • Platinen: oben und unten mit der Feile gekerbt.
  • Feder: gekerbte Reihe über die ganze Länge.
  • Klingenrücken: das Muster setzt sich fort.
  • Backen: zwei Stück aus Edelstahl, blank poliert.
  • Klinge: Edelstahl, schlanke Yatagan-Form.
  • Innenanschlag: bremst die Klinge vor der Feder.
  • Montage: einteilig, ohne zweites Werkzeug.
  • Lieferung: Baumwollbeutel und nummeriertes Zertifikat.

Ein französisches Zeichen auf einem französischen Messer, und zwar an der Stelle, die bei Laguiole sonst die Biene besetzt. Erklären muss beim Verschenken niemand etwas: Die Lilie kennt jeder, und dass sie hier nicht aufgedruckt, sondern aus dem Federstahl geholt ist, zeigt der erste Blick aufs Griffende. Aus Frankreich stammt das Messer, aus dem Haus Laguiole en Aubrac, in dem Schmiedefeuer, Feilbank und Schleifbock nebeneinanderstehen. Das Schlangenholz darunter stammt aus dem Kern eines schmalen Stammes, dem einzigen Teil, der für Griffschalen taugt.

Die Lilie über dem gefleckten Holz im Video

Auf einem Foto steht die Lilie still und das Holz ebenfalls. In der Aufnahme dreht sich beides. Über die polierte Schale wandert das Licht, und die dunklen Male treten aus dem roten Grund heraus oder sinken zurück, je nachdem, wie flach der Schein einfällt. Am Federende bleibt die Figur dagegen ruhig, weil poliertes Metall den Reflex hält. Zum Schluss folgt die Kamera dem gekerbten Rücken nach vorn.

Dieselbe Fleckung führt Laguiole en Aubrac quer durch das Sortiment, vom Taschenmesser bis zum gedeckten Tisch: eine Lilie, flach in dasselbe Holz eingelassen, eine Prestige-Nummer auf getupftem Grund, ein Sommeliermesser mit gefleckter Schale, ein schlichter Aufbau ohne Zeichen am Rücken und sechs Steakmesser mit derselben Fleckung.

laguiole messer sondermodell fleur de lys griff aus schlangenholz

Der Umriss der Lilie ist alt und streng festgelegt. Drei Blätter stehen über einem Querband, das mittlere aufrecht, die beiden äußeren nach unten weggebogen. Aufrecht steht die Figur am Federende, mit dem Mittelblatt in der Verlängerung des Rückens. Weil das Metall auf Hochglanz gebracht ist, laufen die Blattränder als helle Striche mit, und der Grund dahinter bleibt dunkel. Über dem rotbraunen Holz wirkt das Zeichen dadurch heller, als es tatsächlich ist, und es wird als Erstes gesehen, noch vor den Malen im Holz.

Unter dem Zeichen liegt die Schale. Schlangenholz zeigt dunkle Male auf rotbraunem Grund, mal als vereinzelte Punkte, mal zu kurzen dunklen Riegeln verlaufen, und weil beide Seiten aus demselben Riegel geschnitten werden, stimmen sie im Ton überein, in der Verteilung nie. Auffällig wird das erst, wenn dasselbe Messer einmal andersherum auf dem Tisch liegt. Der Stahl ringsum hält dagegen Ordnung, denn seine Kerben stehen im gleichen Abstand von einem Griffende zum anderen. Aufgeklappt steht die Klinge ohne Spiel im Gelenk, sie fällt hörbar in ihre Stellung, und beim Schließen fängt ein Anschlag im Inneren sie ab, bevor die Schneide an die Feder gerät.

Gepflegt wird wenig. Schlangenholz schließt seine Poren unter dem Feinschliff selbst, deshalb liegt keine Lackschicht darüber, und nach dem Gebrauch genügt ein trockenes Tuch. Was von den Fingern auf dem Glanz zurückbleibt, verschwindet mit demselben Tuch. Schaden nimmt die Schale erst bei langer Nässe, also weder Spülbecken noch feuchte Ablage. Über die Jahre dunkelt der rote Grund nach, und die Male treten dabei um eine Spur deutlicher hervor. Beigelegt sind ein Baumwollbeutel und ein nummeriertes Zertifikat, und wer einen Namen auf der Klinge möchte, bekommt die Gravur ohne Aufpreis dazu.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montageeinteilig, nur Klinge
GriffmaterialSchlangenholz
Griffoberflächeglänzend poliert
Backen2 Backen aus Edelstahl, glänzend poliert
PlatinenEdelstahl, an Ober- und Unterkante von Hand guillochiert
FederEdelstahl, von Hand guillochiert
Bienevon Hand ausgearbeitet, Fleur de Lys
KlingeEdelstahl 12C27MOD
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
Klingenlänge10 cm
Länge geöffnet22 cm
LieferungBaumwollbeutel, nummeriertes Echtheitszertifikat
Gravurauf Wunsch, kostenlose Gravur
Garantielebenslang auf Herstellungsfehler
SKULEA1P12CMMOUCHELYSAM
GTIN3760199280382

Drei Spitzen an einem Bauteil, das unter Spannung steht

Eine Biene ist rundum geschlossen, ein Leib mit zwei angelegten Flügeln, an dem nichts frei steht. Die Lilie ist das Gegenteil. Ihre beiden Seitenblätter biegen sich vom Mittelblatt weg und enden in der Luft, und genau diese Enden sind die empfindlichsten Punkte am ganzen Messer. Zu finden sind sie dort, wo der Griff beim Herausziehen aus der Tasche zuerst anstößt, und ein Zeichen, das an dieser Stelle zu dünn ausläuft, hält dem Alltag nicht lange stand. Kräftiger als das Vorbild aus dem Wappen hält der Messermacher die Blätter deshalb: kürzer im Auslauf, stärker an der Wurzel, und die Spitzen leicht zum Rücken hin eingezogen, damit sie über den Umriss des Griffs nirgends hinausragen.

Was so gewonnen wird, geht an anderer Stelle wieder verloren, und darin liegt der Kompromiss dieser Form. Ein kräftiges Blatt wirft mehr Schatten als ein feines, also verliert die Figur an Leichtigkeit. Zurückgeholt wird sie über die Kanten. Jedes Blatt bekommt eine schmale abgezogene Fase, die das Licht anders zurückwirft als die Fläche daneben, und dadurch wirkt der Umriss schlanker, als er ausgeführt ist. Nachprüfen lässt sich das mit dem Finger, der über eine Blattkante fährt und dort eine feine Stufe findet, wo das Auge eine glatte Linie erwartet hatte.

Letternholz oder Schlangenholz: was der Name vorgibt

Im deutschen Handel heißt dieses Material Schlangenholz, und der Name lenkt den Blick auf das Muster als Ganzes, auf die dunklen Male, die über die Fläche verteilt liegen wie Schuppen. Der ältere Name derselben Art lautet Letternholz, und der meint etwas anderes, nämlich die einzelnen Zeichen, die tatsächlich wie gesetzte Buchstaben aussehen, sobald man nah genug herangeht. In Frankreich wiederum läuft dasselbe Holz als Amourette durch die Preislisten, was keine der beiden Deutungen aufgreift. Je nach Name sucht das Auge etwas anderes in derselben Schale.

Bemerkbar macht sich die Art auch in der Werkstatt. Ein Klotz aus diesem Kernholz geht im Wasser unter, statt zu schwimmen, und was so beschaffen ist, nimmt jeder Schneide rascher die Schärfe als gewohnt. Gesägt und geschliffen wird deshalb mit frischem Werkzeug und wenig Vorschub. Belohnt wird das am Ende der Kette, denn weil sich die Poren beim Feinschliff von selbst zusetzen, nimmt die Fläche einen Glanz an, für den es weder Lack noch Öl braucht. Was an diesem Griff spiegelt, ist das Holz selbst und keine Schicht darüber.

couronne fleur de lys
griffe aus schlangenholz
4,9/5

Basierend auf 17 geprüften Bewertungen

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  1. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Ich sammle Frankreich, sagt meine Familie: Wein, Bücher, Musik, jetzt auch die Lilie am Messer. Die Sammlung hat ihr Wappen gefunden, der Satz stammt von mir.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Barbara K.

  2. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Lilie ist fein ausgearbeitet, jedes Blatt einzeln modelliert, auf dem wilden Holz wirkt sie wie ein Siegel. Frankreich in Reinform, sagt mein französischer Schwager, und er muss es wissen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sven R.

  3. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Lilie ist von Hand nachgearbeitet, die Blätter minimal unterschiedlich tief. Solche Abweichungen sind die Unterschrift der Werkstatt, ich lese sie täglich.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Martina T.

  4. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Zwei Jahre später hat das Holz an Tiefe gewonnen, die Lilie an nichts verloren. Königliche Zeichen kennen keinen Verschleiß, dieses Messer führt es vor.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Katrin R.

  5. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Von meiner Frau zum Sechzigsten bekommen, für den Frankophilen des Hauses, ihre Widmung. Die Lilie war das Argument, das Schlangenholz die Draufgabe, beides täglich im Blick – eine winzige gravierte Sonne ziert die Klingenwurzel, Wunsch meiner Tochter.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Andreas M.

  6. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mein Sohn, Geschichtslehrer, nutzt das Messer als Anschauungsmaterial für die Bourbonen. Die Schüler merken sich die Lilie, ich merke mir den Stolz, gute Arbeitsteilung.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Petra M.

  7. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Mouche trägt eine plastisch gearbeitete Fleur de Lys, das königliche Zeichen Frankreichs, darunter geflecktes Schlangenholz. Das Messer ist ein Stück Geschichte mit Klinge, und es trägt beides mit Würde.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ralf C.

  8. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Poliert glänzt das gefleckte Holz wie Bernstein mit Schatten, die Lilie golden darüber. Bei Kerzenlicht ist das Messer das festlichste Objekt des Tisches, unbestritten.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Susanne G.

  9. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Klinge sitzt spielfrei und öffnet satt, das schwere Holz gibt jedem Schnitt Ruhe. Unter dem Wappen arbeitet ein Werkzeug ohne Adelsdünkel.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ute B.

  10. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Abendessen mit französischen Freunden war die Lilie der Türöffner des Gesprächs. Zwei Stunden Geschichte, ein Teller Käse, ein stolzes Messer, gelungener Abend.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Cornelia K.

  11. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Das dichte Schlangenholz liegt satt in der Hand, die Mouche glänzt am Rücken. Substanz und Symbol in einem Griff, mehr Programm hat kein Messer der Schublade.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sebastian W.

  12. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Fleur de Lys über der Feder ist das Detail, das jeder Gast zuerst entdeckt. Danach kommt die Fleckung, dann der Käse, die Reihenfolge ist verlässlich.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Wolfgang W.

  13. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Das Schlangenholz wird zur Spitze hin dichter gefleckt, die Lilie sitzt am ruhigen Ende. Komposition mit Sinn für Dramaturgie, die Werkstatt kann erzählen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Bernd K.

  14. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die geschmiedete Biene vorn und die Lilie hinten rahmen die Klinge wie zwei Wappen. Das Messer hat mehr Symbolik als mein Wohnzimmer, und es trägt sie leichter.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Alexander F.

  15. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Für Einladungen ist es mein Vorzeigestück, halb Werkzeug, halb Erzählung. Es schneidet den Käse und serviert die Geschichte gleich mit, effizienter geht Konversation nicht.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Wolfgang G.

  16. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Frankreichurlaub war es natürlich dabei und wurde im Bistro fachkundig gelobt. Der Wirt hat die Lilie gegrüßt wie einen Landsmann, der Abend war perfekt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sebastian B.

  17. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Königliches Symbol über Leopardenmuster: die Kombination klingt gewagt und wirkt souverän. Das Messer hat Auftritt, ohne je laut zu werden.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Birgit H.

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