Der Name Arrow beschreibt, was die Streifen tun: Statt senkrecht auf der Längsachse zu stehen, sind sie leicht geneigt, und weil dieselbe Neigung auf beiden Seiten des Griffs auftritt, laufen die Linien im Blick von oben aufeinander zu wie die Federn an einem Pfeilschaft. Aus der Seitenansicht bleibt davon eine ruhige Folge heller und dunkler Bänder. Erst wenn jemand das Messer schräg hält, kommt die Richtung heraus. Die Neigung sorgt außerdem dafür, dass die Lamellen über die Wölbung breiter werden und zu den Backen hin zusammenlaufen. Ein senkrechtes Streifenbild wäre auf einem bauchigen Griff deutlich starrer geraten, und die leichte Neigung nimmt dem Muster genau diese Strenge.
Der Daumen setzt in der Kerbe an, die Klinge schwenkt in ihrer Yatagan-Linie heraus und steht am Anschlag still. Was sie dort hält, ist allein der Druck der Rückenfeder, denn eine Arretierung gehört zu keinem Laguiole dieser Bauart. Für den Träger in Deutschland zählt es damit zu den gewöhnlichen Taschenmessern. Beim Schließen fängt der Innenanschlag die Schneide auf, kurz bevor sie den Federrücken erreicht, und diesem Bauteil verdankt das Messer seine Schärfe über die Jahre. Der auffällige Griff ändert an dieser Mechanik nichts, und empfindlicher macht er das Messer ebenso wenig.
Auf dem Griff wäre Öl heikel: Bei so vielen Holzarten mit ebenso vielen Saugfähigkeiten zöge es überall unterschiedlich tief ein und verschöbe das sorgfältig abgestimmte Farbverhältnis. Ein trockenes Tuch nach dem Gebrauch genügt, und auf der Schneide hat ein Ölfilm ohnehin nichts verloren. Ihr Stahl kommt aus Schweden, von Sandvik, und nimmt eine feine Schneide an, die lange standhält und sich mit einem schlichten Stein wiederherstellen lässt. Jedem Messer liegt ein nummeriertes Echtheitszertifikat der Manufaktur bei.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers















