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Laguiole Taschenmesser Doppelplatinen mit Griff aus Schlangenholz

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Das Papier geht auseinander, und zum Vorschein kommt zuerst der Griff, die Klinge steckt noch darin. Was danach gesagt wird, gilt selten dem Messer. Gefragt wird nach den Flecken: ob die aufgemalt sind, ob das überhaupt Holz ist, wie ein Baum so etwas hinbekommt. Schlangenholz heißt das Material, und wer die Schale einmal ins Licht gedreht hat, braucht für den Namen keine Erklärung mehr.

Über und unter dieser Schale sitzt Stahl. Zwei Platinen je Seite fassen das Holz oben und unten ein, jede einzeln von Hand gefeilt, dazwischen die Feder mit derselben Arbeit auf voller Länge. Vorn und hinten greift je eine Backe aus Edelstahl um den Griff, dahinter sitzt die geschmiedete Biene. Ein Laguiole Taschenmesser mit Doppelplatinen also, gebaut um eine einzige Klinge, ohne zweites Blatt und ohne Schnecke im Rücken.

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Ein Laguiole en Aubrac Taschenmesser mit Doppelplatinen: vier von Hand guillochierte Stahlflächen, eine geschmiedete Biene, eine Klinge aus Edelstahl und ein Griff, an dem die Arbeit sichtbar bleibt.

Laguiole Taschenmesser aus Schlangenholz mit doppelten Platinen

Zusammengesetzt wird dieses Messer in Frankreich, von Hand, einteilig und ohne zweites Werkzeug im Rücken. Die Schalen aus glänzend poliertem Schlangenholz sitzen zwischen vier von Hand gefeilten Platinen, die vorn und hinten in zwei Backen aus Edelstahl auslaufen, darüber steht die geschmiedete Biene. Die übrigen Angaben in Kürze:

  • Griff: Schlangenholz, glänzend poliert.
  • Zeichnung: dunkle Male auf rotbraunem Grund.
  • Herkunft: Kernholz aus dem nördlichen Südamerika.
  • Platinen: doppelt gelegt, von Hand guillochiert.
  • Feder: von Hand gefeilt, über die volle Länge.
  • Biene: geschmiedet, im Stück mit der Feder.
  • Backen: zwei Stück aus Edelstahl, vorn und hinten.
  • Klinge: Edelstahl, Yatagan-Form, schlank.
  • Innenanschlag: stoppt die Schneide vor der Feder.
  • Montage: einteilig, allein um die Klinge gebaut.
  • Pflege: trockenes Tuch, kein Öl, kein Wachs.

Verschenkt wird dieses Modell an Leute, deren Laguiole zu Hause in ruhigem Braun oder Schwarz gehalten ist und die diesmal etwas möchten, das vom anderen Tischende aus zu erkennen ist. Kein zweites Griffholz im Katalog stellt Hell und Dunkel so hart nebeneinander, und keines kommt so schnell ins Gespräch. Wer zwei dieser Messer nebeneinanderlegt, findet keine einzige Stelle, an der die Male gleich stehen. Ein Geschenk, das seine Begründung selbst mitbringt, sobald jemand das Papier aufreißt.

Schlangenholz und vier gefeilte Kanten im Video

Die Aufnahme lässt den Griff eine volle Runde drehen, und dabei geschieht mit den Malen etwas, das im Stand niemand bemerkt. Streicht das Licht flach über die polierte Fläche, treten die dunklen Zonen aus dem roten Grund heraus, steht es steiler, sinken sie zurück. Danach kippt der Rücken ins Bild. Dort halten die gefeilten Reihen ihren gleichen Abstand, während unter ihnen die Schale weiterarbeitet.

Aus demselben gefleckten Holz baut Laguiole en Aubrac noch anderes: die gleiche Bauweise samt Korkenzieher, ein Käsemesser mit gefleckter Schale, die Prestige-Ausführung mit reich gearbeiteter Biene und eine vollständige Besteckgarnitur für die Tafel. Beisammen liegt alles im Verzeichnis aller Schlangenholz-Griffe.

laguiole messer doppelplatine griff schlangenholz

Bis das Messer zum ersten Mal aufgeht, vergeht über all dem eine Weile. Danach fällt die Klinge hörbar in ihre Stellung und bleibt dort stehen, vorn schmal auslaufend, oben sanft gebogen nach der Yatagan-Form des Hauses. Ein zweites Werkzeug steckt nicht im Griff. Beim Zuklappen läuft sie nur bis zu einem Anschlag im Inneren, der die Schneide vom Rücken der Feder fernhält, und der Schliff hält dadurch länger durch. Mehr kann dieses Modell nicht, und mehr braucht es selten: ein Stück Wurst, ein Apfel am Schreibtisch, die Schnur um ein Paket, Brot und Käse am späten Abend.

Beide Schalen eines Messers stammen aus demselben Riegel, damit Farbton und Menge der Male zueinander passen. Zur Deckung bringen lassen sie sich trotzdem nicht. Was auf der einen Seite als breiter Balken quer über die Fläche zieht, endet auf der anderen als Reihe einzelner Punkte, und über den Rücken hinweg setzt sich davon nichts fort. Ein Messer aus diesem Holz hat darum zwei Gesichter, und das zweite fällt oft erst nach Tagen auf, wenn es beim Einstecken andersherum aus der Tasche kommt. Bestellen lässt sich diese Verteilung nicht. Abgebildet ist immer nur ein Beispiel, und das Stück, das im Papier lag, sieht anders aus.

Im Gebrauch verlangt das Holz danach so gut wie nichts. Die geschliffene Fläche schließt sich von allein, und deshalb kommt weder Lack noch Wachs darüber, nach dem Essen reicht ein trockenes Tuch. Fingerabdrücke stehen kurz auf dem Glanz und gehen mit demselben Tuch wieder weg, feine Kratzer verlieren sich in der Zeichnung, statt als heller Strich stehen zu bleiben. Ernsthaft schadet allein lange Nässe: eine Nacht im Spülbecken, ein Platz auf der feuchten Ablage. Bleibt das aus, sieht die Schale nach Jahren aus wie am ersten Abend, nur dass der rote Grund inzwischen dunkler steht.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montageeinteilig, nur Klinge
GriffmaterialSchlangenholz
Griffoberflächeglänzend poliert
KlingeEdelstahl 12C27MOD
PlatinenDoppelplatinen, von Hand guillochiert
Federvon Hand guillochiert
Bienegeschmiedet, aus einem Stück mit der Feder
Backen2 Backen aus Edelstahl
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
SKULEA1P12CMAFINOXDPAM
GTIN3760199282881

Zwei Messer nebeneinander: was die zweite Platine ändert

Nebeneinander liegen zwei Laguiole, ein einfach gebautes und dieses hier. Am einfachen trägt allein die Oberkante ihr gefeiltes Muster, unten bleibt der Griff glatt. Bei diesem läuft die Arbeit einmal herum, weil auf jeder Seite zwei Platinen sitzen, eine oberhalb der Schale und eine darunter. Über den Rücken ziehen dadurch drei Reihen nebeneinander statt einer, die dritte auf der Feder, die von einer Backe aus Edelstahl zur anderen durchläuft und am Griffende in die Biene übergeht, geschmiedet aus demselben Stück Stahl. Auf dem rotbraun getupften Grund kommen sich danach zwei Zeichnungen in die Quere, die dunklen Male des Holzes und die gleichmäßigen Kerben der Feile, und welche von beiden die Oberhand behält, entscheidet der Winkel des Lichts.

Zwei Platinen je Seite nehmen der Schale ein Stück Höhe. Was bleibt, ist ein schmaleres Feld Holz, und darin drängt sich dieselbe Fleckung auf weniger Fläche, sodass die Male enger beieinanderstehen als am einfach gebauten Modell. Hinzu kommt die Begrenzung: Oben und unten schließt eine gefeilte Stahlkante das Feld ab, durchgehend bis zu den Backen, und jeder dunkle Strich bricht dort an einer geraden Linie ab, statt am Rand ins Leere zu laufen. Mit nur einer Platine je Seite bliebe davon eine schmale Kante über dem Rücken, und die Fläche liefe unten offen aus.

Woher die Male im Schlangenholz kommen

Die Male sind kein Muster der Fasern, sondern Ablagerung. Solange eine Schicht jung ist, bleibt sie hell und leer. Erst wenn sie zum Kern wird, zieht der Baum dunkle Inhaltsstoffe hinein, ungleich verteilt und in Schüben, und daraus entstehen die Punkte, Striche und Balken. Der helle Mantel außen herum bleibt ohne Zeichnung und geht beim Sägen verloren, sodass von einem ohnehin schlanken Stamm nur kurze Stücke übrig bleiben. Beheimatet ist der Baum von Guyana bis Brasilien, verwandt mit Feige und Brotfruchtbaum. Früher gingen solche Kerne in Spazierstöcke.

Am fertigen Griff hat das eine Folge, die der Fingernagel prüfen kann. Die dunklen Male sehen aus, als lägen sie tiefer als der rote Grund, doch die Fläche ist vollkommen eben. Der Eindruck kommt allein aus Farbe und Glanz. Geschliffen wird so weit, bis die Poren zugehen, und danach folgt nichts mehr, denn ein Material dieser Härte braucht keine Schicht darüber. Was am Ende zu sehen ist, entscheidet das Sägeblatt: Es legt fest, welche Male auf die Schale kommen, wie schräg sie angeschnitten werden und wie viel roter Grund dazwischen frei bleibt.

doppelplatinen
griffe aus schlangenholz
4,8/5

Basierend auf 13 geprüften Bewertungen

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  1. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Von meiner Frau zum Fünfundsechzigsten bekommen, als Krönung meiner kleinen Sammlung. Sie sagt, jetzt sei Schluss, und wir wissen beide, dass das nicht stimmt – die Klinge trägt eine gravierte Widmung der Kollegen, kurz und trocken wie ihre Reden.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Julia N.

  2. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Schlangenholz trägt seine dunkle Fleckung wie ein Leopardenfell aus dem Regenwald. Zwischen den Doppelplatinen wird die Wildnis handzahm und schneidet Brot.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Aylin S.

  3. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Schlangenholz trägt seine dunkle Fleckung wie ein Leopardenfell aus dem Regenwald. Zwischen den Doppelplatinen wird die Wildnis handzahm und schneidet Brot.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Kai T.

  4. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Schlangenholz gehört zu den schwersten Hölzern der Welt, und man spürt es: das Messer liegt satt wie ein Werkzeug aus einer anderen Zeit in der Hand.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ute G.

  5. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Für die Vesperplatte mit dunklem Brot und Bergkäse ist der gefleckte Griff die schönste Deko. Meine Frau richtet inzwischen danach an, sagt sie natürlich nicht.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Tobias E.

  6. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die geschmiedete Biene glänzt vor der dunklen Fleckung wie ein Käfer im Geäst. Das Bild gefällt mir jeden Abend aufs Neue.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Klaus S.

  7. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Holz ist so dicht, dass es kaum Feuchtigkeit nimmt, Brotzeit im Regen inklusive. Exotisch heißt hier nicht empfindlich, im Gegenteil.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ralf F.

  8. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Nach einem Jahr Nutzung ist die Zeichnung unverändert scharf und der Griff eine Spur wärmer geworden. Wildnis mit Manieren, so würde ich es zusammenfassen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ursula S.

  9. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Öffnen spürt man das Gewicht des Holzes bis in die Feder hinein, ein tiefes, ruhiges Arbeiten. Nichts an dem Messer ist eilig.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Florian W.

  10. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Fleckung meines Exemplars wird zur Spitze hin dichter, wie ein Muster mit Spannungsbogen. Ich habe im Laden vier Stücke verglichen, dieses hat erzählt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Peter G.

  11. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Männerabend wird es gedreht, gewogen und bewundert, in dieser Reihenfolge. Einer hat es Urwaldmesser getauft, der Name hält sich hartnäckig.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Anja C.

  12. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Ich habe lange gespart und keinen Tag bereut: das Messer ist das Stück, das meine Schublade zur Sammlung macht.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Susanne V.

  13. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Die Doppelplatinen fassen das schwere Holz mit spürbarer Autorität, nichts flext, nichts klappert. Massiv trifft massiv, so soll es sein.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sebastian G.

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