Wacholder wächst langsam auf kargem Kalkboden, bleibt strauchig und treibt viele kurze Äste. Genau daraus entstehen die dunklen Astaugen, die über die helle Fläche verstreut sind, und der aromatische Waldgeruch, für den das Holz seit jeher geschätzt wird. Als Suppenlöffel-Set bringt Wacholder einen warmen, rustikalen Ton an die Tafel, den kein ruhig gemasertes Holz nachahmt. Das Kernholz spielt zwischen Rotbraun und Honig, umspielt von helleren Splintzonen und feinen Wirbeln. Anders als ein glattes Küchenholz wirkt es nie beliebig, sondern gewachsen und eigenwillig. Für ein Besteck, das im Alltag oft in die Spüle wandert, ist das dichte, feste Holz gut gewappnet, und die satinierte Oberfläche bleibt matt und angenehm griffig.
In der Manufaktur entsteht jeder Löffel einzeln von Hand. Die Biene, das Erkennungszeichen der Manufaktur, ist in den Kopf jedes Griffs geprägt, und über den Rücken läuft eine von Hand gestochene Guillochierung, die auf dem hellen, matten Holz ruhig und fein wirkt. Zwei Edelstahlbacken klammern den Griff an beiden Enden und schützen das Holz dort, wo die kleinen Knoten sonst leicht ausbrechen könnten. So steht an jedem Platz ein heller, warmer Holzgriff über einer glatten, pflegeleichten Löffelschale aus Stahl, Natur und Metall an einem Stück.
Zusammen mit Messern und Gabeln aus demselben Holz wird das Set zu einem einheitlichen Gedeck, in dem überall dasselbe helle Holz wiederkehrt. Sechs Plätze sind damit gedeckt, später kommen weitere Teile aus Wacholder dazu. Verschenkt man das Set, fallen Griffe auf, die noch nach Wald und Harz duften, lange nachdem das Holz verarbeitet wurde. Schon zur Vorspeise bringt der würzige Griff etwas Eigenes an die Tafel, das ein glattes Einheitsbesteck nicht kennt.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers













