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Laguiole Taschenmesser mit Korkenzieher, Griff aus Knochen

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Ein Dienstagabend, nichts Besonderes. Auf dem Tisch stehen eine Flasche, zwei Gläser und der Rest vom Brot, und wer das Messer aufnimmt, dreht als Erstes den Korkenzieher heraus. Drei Windungen aus Edelstahl fassen den Korken, ein ruhiger Zug, dann ist die Flasche offen. Danach bleibt das Messer einfach liegen, bekommt Krümel ab, geht noch einmal durch den Käse und wird am Ende mit dem Küchentuch trocken gerieben. Kein Etui, kein Aufheben.

Der Griff dazu besteht aus Knochen, dem nüchternsten Material dieser Reihe. Cremeweiß bis Elfenbein, auf Glanz gebracht, ohne Maserung, ohne Flammen, ohne einen Ton, den jemand erklären müsste. Erst wer die Schale schräg ins Licht dreht, entdeckt feine Poren über die ganze helle Fläche verteilt. Zugeklappt bleibt das Laguiole Taschenmesser flach genug für die Hosentasche, und der Korkenzieher liegt eingeklappt hinter der Klinge.

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Das Laguiole en Aubrac Taschenmesser für jeden Tag, mit Korkenzieher: eine Klinge aus Edelstahl, eine von Hand guillochierte Feder, drei Windungen im Rücken und zwei Backen aus Edelstahl an den Enden des Griffs.

Laguiole Taschenmesser mit Korkenzieher und Knochengriff

Gefertigt wird dieses zweiteilige Messer in Frankreich, bei Laguiole en Aubrac. Zwischen zwei Schalen aus poliertem Knochen stecken die Klinge und der Korkenzieher, beide aus Edelstahl, gehalten von einer einzelnen Platine je Seite. Hinzu kommen die von Hand guillochierte Feder, die geschmiedete Biene und das eingelegte Hirtenkreuz. Die Daten in Kurzform:

  • Griff: Knochen, glänzend poliert.
  • Maße: 12 cm geschlossen, 22 cm offen, Klinge 10 cm.
  • Platinen: einfache Platinen, eine je Seite.
  • Montage: zweiteilig, Klinge und Korkenzieher.
  • Korkenzieher: Edelstahl, drei Windungen.
  • Feder: von Hand guillochiert, bis unter die Schnecke.
  • Backen: zwei Backen aus Edelstahl.
  • Hirtenkreuz: eingesetzt in die linke Griffschale.
  • Klinge: Edelstahl, Innenanschlag schützt die Schneide.
  • Biene: geschmiedet, aus einem Stück mit der Feder.
  • Lieferung: Baumwollbeutel, Zertifikat, Gravur, Garantie.

Gekauft wird dieses Messer für den Gebrauch und nicht für eine Vitrine. Es ist die günstigste Ausführung der Reihe, hell und ohne jeden Effekt, und genau deshalb landet es dort, wo ein teures Stück nie hinkommt: in der Werkzeugkiste, im Rucksack, in der Schublade neben der Haustür. Verschenken lässt es sich an alle, die ein Laguiole benutzen und nicht bewundern sollen. Zum Einzug, für das Ferienhaus, zum ersten eigenen Weinregal, und beim Picknick kommt es mit, ohne dass jemand darauf aufpassen muss.

Knochen unter flachem Licht: das Messer im Video

Im Film läuft das Licht flach über den Griff, und genau dann treten die Poren hervor, die bei Zimmerbeleuchtung kaum auffallen. Die Kamera dreht das Messer langsam, der Glanz wandert über die helle Fläche, an den Backen blitzt der Edelstahl kurz auf, und am Rücken sind die gefeilten Kerben der Feder Stück für Stück zu verfolgen. Zum Schluss schwenkt der Korkenzieher heraus.

Dasselbe Griffmaterial verbaut Laguiole en Aubrac auch abseits der Klappmesser, etwa im Steakmesser-Set für sechs Gedecke, im Gabel- und Löffelsatz aus hellem Knochen und im dreiteiligen Käsebesteck. Im Service arbeitet das Kellnermesser mit Knochengriff. Gesammelt liegt alles unter Knochen als Griffmaterial.

laguiole messer mit korkenzieher knochen

Aufgebaut ist das Modell so schlicht, wie es überhaupt geht, und darin liegt sein Sinn. Links und rechts der Feder liegt je eine Platine, mehr Stahl steckt im Griff nicht, und deshalb fällt der Schaft schmal aus und das fertige Messer leicht genug, dass die Hosentasche nichts davon merkt. Dazwischen sitzen die beiden Schalen aus poliertem Knochen. Gefasst ist der Griff an Kopf und Fuß von zwei Backen aus Edelstahl, die mit den Platinen verschweißt sind und deshalb abbekommen, was im Lauf eines Tages dagegenstößt: der Schlüsselbund in derselben Tasche, die Kante der Werkbank, der Sturz auf den Küchenboden. Am hinteren Ende steht die Biene, mit der Feder aus einem Stück geschmiedet, und in der linken Schale steckt das eingelegte Hirtenkreuz.

Über den Rücken der Feder zieht sich eine von Hand gefeilte Reihe von Kerben, und geführt wird sie über die volle Länge, bis unter die Schnecke hinunter. Genau dieser letzte Abschnitt verschwindet bei geschlossenem Messer hinter dem Griff, gefeilt wird er trotzdem, weil das Muster sonst mittendrin abrisse. Zu sehen bekommt ihn nur, wer den Korkenzieher ausschwenkt. Beim Zuklappen fängt ein verdeckter Anschlag die Klinge ab, noch bevor die Schneide unten auf dem Federrücken ankommt, und davon hängt ab, wie lange die Schärfe durchhält. Als Weinöffner bleibt das Ganze so einfach, dass daran nichts kaputtgehen kann: drei Windungen Edelstahl und ein Arm, der zieht, dazwischen kein Hebel, kein Gelenk und nichts, was mit der Zeit ausleiern könnte.

Der Unterschied zu einem Sammlerstück zeigt sich weniger beim Öffnen der Flasche als danach. Ein Messer, das nach Vitrine aussieht, wandert zurück in seine Schachtel, sobald der Wein im Glas ist. Dieses hier bleibt draußen. Es kappt die Schnur am Paket, es fährt durch den Klebestreifen am Karton, es teilt den Apfel für unterwegs, und am Wochenende liegt es im Rucksack zwischen Wasserflasche und Regenjacke. Ein heller Griff nimmt das gelassener auf als ein dunkler, denn was Holz nach Jahren als matte Stelle zeigt, geht auf Cremeweiß im Grundton unter. Fällt der Griff einmal auf Fliesen, hält sich der Schrecken ohnehin in Grenzen. Beide Schalen eines Messers werden aus derselben Platte gesägt, weshalb linke und rechte Seite zueinander passen, das Stück daneben im Regal aber nicht zwingend.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montage2-teilig, Klinge und Korkenzieher
GriffmaterialKnochen
Griffoberflächeglänzend poliert
KlingeEdelstahl 12C27MOD
KorkenzieherEdelstahl, drei Windungen
Backen2 Backen aus Edelstahl
Platineneinfache Platinen
Federvon Hand guillochiert
Bienegeschmiedet
Hirtenkreuzja, auf der linken Griffschale
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
Klingenlänge10 cm
Länge geöffnet22 cm
LieferungBaumwollbeutel, nummeriertes Echtheitszertifikat
Gravurauf Wunsch, kostenlose Lasergravur
Garantielebenslang auf Herstellungsfehler
SKULEA2P12CMAFINOXOS
GTIN3760199280634

Knochen: das älteste Griffmaterial der Messerschmiede

Lange bevor Ebenholz aus den Tropen kam und Horn über den Handel ins Land, lag Knochen ohnehin da. Wo geschlachtet wurde, fiel er an, und in den Werkstätten entstand daraus, was gerade gebraucht wurde: Griffe für Messer, Knöpfe, Kämme. Am Laguiole ist er bis heute die preiswerteste Ausführung, und der Grund dafür liegt nicht in weniger Arbeit, sondern schlicht im Rohstoff. Verarbeitet wird der Röhrenknochen vom Rind, entfettet und gebleicht, danach in Platten gesägt und paarweise auf die Platinen gelegt. Der Ton reicht von Cremeweiß bis Elfenbein, je nach Tier und je nach Stelle im Knochen.

Wer eine Schale schräg gegen das Fenster hält, sieht die feinen Poren: winzige Kanäle, in denen im lebenden Knochen die Gefäße lagen. Beim Polieren füllen die sich nicht, sondern bleiben als Zeichnung stehen, und auf jedem Griff verteilen sie sich anders. Angefasst gibt das Material rasch Wärme zurück, während Stein und Metall im selben Raum kühl bleiben. Zwei Messer nebeneinander zeigen fast immer einen kleinen Unterschied im Ton, mal eine Spur wärmer, mal heller. Gereinigt wird trocken, ein Tuch nach dem Gebrauch genügt, und Öl gehört nicht darauf.

griffe aus knochen
4,6/5

Basierend auf 15 geprüften Bewertungen

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  1. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Heller Knochengriff mit Korkenzieher: das Messer wirkt wie aus einer alten Brasserie, wo zum Vesper immer eine Flasche gehört. Genau diese Stimmung bringt es an unseren Tisch.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Alexander L.

  2. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Heller Griff, blanker Stahl, ein Korkenzieher: das Messer sieht nach Sommer aus, auch im November. Vielleicht öffnen wir deshalb im Winter mehr Flaschen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Angelika R.

  3. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Knochen fühlt sich glatt und warm an, nach nassen Händen einfach abwischen, fertig. Ein Material ohne Launen, dafür mit Geschichte.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Christina M.

  4. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Auf dem Flohmarktstand meiner Frau öffnet es sonntags die Wasserflaschen und schneidet den Proviant. Werktags gehört es mir, das ist vertraglich geregelt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Silke N.

  5. 3/5 Verifizierte Bewertung

    Knochen hat eine feine, porzellanartige Struktur, die mit den Jahren cremiger wird. Mein Exemplar ist nach einem Jahr schon merklich wärmer im Ton, wie Elfenbein des kleinen Mannes.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Matthias D.

  6. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Ich habe es als Zweitmesser für den Garten gekauft, jetzt ist es das Messer für alles. Der Gartenposten ist wieder vakant.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Gabriele C.

  7. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Boule-Abend im Park ist es Werkzeug und Talisman zugleich. Kugeln, Käse, Korkenzieher: die drei K unseres Sommers.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Kai V.

  8. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Biene glänzt golden auf dem hellen Grund, sichtbarer als bei jedem dunklen Holz. Hier bekommt das Wahrzeichen endlich Publikum.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Matthias L.

  9. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mein Großvater hatte ein Messer mit Knochengriff, an das ich mich gut erinnere. Beim ersten Öffnen war ich für eine Sekunde wieder zwölf. Dafür allein hat sich der Kauf gelohnt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Jörg L.

  10. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Der helle Griff neben einer dunklen Flasche ist ein Bild, das ich jedes Mal wieder mag. Der Korkenzieher sorgt dafür, dass es oft entsteht.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Michael C.

  11. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Der Korkenzieher zieht ruhig und vollständig, auch bei den zähen Korken alter Flaschen. Der 2012er zur Silberhochzeit kam am Stück, der Abend war gerettet.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Kerstin F.

  12. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Heller Knochengriff mit Korkenzieher: das Messer wirkt wie aus einer alten Brasserie, wo zum Vesper immer eine Flasche gehört. Genau diese Stimmung bringt es an unseren Tisch.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Karin G.

  13. 3/5 Verifizierte Bewertung

    Die Klinge sitzt fest und schneidet fein, Baguette und Rillettes sind ihre Spezialdisziplin. Man merkt dem Messer seine französische Erziehung an.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Klaus G.

  14. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Von meiner Frau zum Fünfundfünfzigsten bekommen, weil unser Stammbistro genau solche Messer am Tisch hat. Jetzt haben wir das Bistro sozusagen zu Hause – die gravierte Zeile auf der Klinge stammt von meiner Frau, mehr wird nicht verraten.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sandra N.

  15. 3/5 Verifizierte Bewertung

    Nach anderthalb Jahren Nutzung ist der Knochen wärmer, die Klinge scharf und der Korkenzieher unermüdlich. Das Messer arbeitet sich in die Familie, Abend für Abend.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Katrin H.

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