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Laguiole Taschenmesser mit Schachbrett-Intarsien aus Knochen und Ebenholz

309€

Ein weißer Griff wirkt an einem Taschenmesser schnell wie Kunststoff. Hier steht auf der einen Seite ein Knochen, beinahe weiß poliert, auf der anderen ein Ebenholz, das jedes Licht schluckt, und dazwischen keine einzige Zwischenstufe. Auf einer weißen Tischdecke fällt dieses Messer schon auf, bevor jemand es sucht. Wer nah genug herankommt, sieht außerdem, dass die beiden Werkstoffe nichts gemeinsam haben: Der eine kommt vom Tier, der andere aus dem Wald.

An der Mechanik darunter ändert der Aufwand nichts. Im Rücken dieses Laguiole Taschenmessers liegt eine einzelne Klinge aus Edelstahl, gefasst von zwei Backen und begleitet von einer Feder, die der Messermacher feilt und in die Biene auslaufen lässt. Auf Hochglanz gebracht sind alle Flächen, Stahl wie Knochen, sodass beide im selben Licht liegen und der Übergang von der Backe ins Muster beinahe verschwindet.

Ein Laguiole en Aubrac Taschenmesser mit Schachbrett-Intarsien: ein Griff aus Knochen und Ebenholz in Feldern, zwei polierte Backen aus Edelstahl, eine von Hand guillochierte Feder und eine Klinge aus Sandvik-Stahl.

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Ein Laguiole en Aubrac Taschenmesser mit Schachbrett-Intarsien: ein Griff aus Knochen und Ebenholz in Feldern, zwei polierte Backen aus Edelstahl, eine von Hand guillochierte Feder und eine Klinge aus Sandvik-Stahl.

Laguiole Taschenmesser mit Schachbrett aus Knochen und Ebenholz

Als einzige Paarung dieser Reihe verbindet diese einen tierischen mit einem pflanzlichen Werkstoff, und als einzige ist sie durchgehend hochglanzpoliert, vom Griff bis zur Klinge. Wer den größtmöglichen Kontrast sucht und ein Messer, das auf einer weißen Tischdecke sofort auffällt, greift hier zu. Die Fakten dazu:

  • Griff: Felder aus Knochen und Ebenholz im Wechsel.
  • Oberfläche: glänzend poliert, Holz und Metall.
  • Gravur: auf Wunsch und kostenfrei.
  • Backen: zwei aus Edelstahl, ebenfalls poliert.
  • Feder: Edelstahl, von Hand guillochiert.
  • Biene: geschmiedet, am Ende der Feder.
  • Klinge: eine einzige, aus Edelstahl.
  • Innenanschlag: hält die Schneide von der Feder fern.
  • Pflege: ein trockenes Tuch gegen Fingerspuren.
  • Lieferung: Baumwollbeutel mit Zertifikat.
  • Garantie: lebenslang auf Herstellungsfehler.

Poliert, montiert und geprüft wird bei Laguiole en Aubrac, einer Manufaktur in Frankreich. Der Hochglanz auf zwei so verschiedenen Werkstoffen ist dabei der eigentliche Aufwand: Knochen und Ebenholz nehmen die Politur unterschiedlich schnell an, und wer zu lange auf einer Stelle bleibt, rundet die Grenze zwischen zwei Feldern ab. Deshalb läuft dieser Schritt von Hand und in mehreren kurzen Durchgängen. Die Kante zwischen Schwarz und Weiß bleibt dadurch messerscharf stehen, und darauf kommt es an.

Knochen, Ebenholz und Hochglanz im Video

Das geschlossene Messer dreht sich zu Beginn langsam vor dunklem Grund, und das Weiß der Knochenfelder springt sofort heraus. Wenn der Reflex über die Fläche wandert, hellen die schwarzen Felder für einen Augenblick auf und fallen danach wieder in die Tiefe zurück. Zum Schluss geht die Kamera dicht heran, bis in den hellen Feldern die feinen Poren des Knochens erkennbar werden.

Denselben harten Kontrast und verwandte Einlegearbeiten tragen weitere Modelle dieser Werkstatt: beim Kellnermesser aus Ebenholz und Knochen, beim Sommelier mit Prestige-Biene, beim Kellnermesser Woodstock und bei den Steakmessern aus Knochen, die dieselbe helle Fläche gleich über eine ganze Tafel verteilen.

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Ein polierter Griff verhält sich anders als ein satinierter, und bei diesem Muster wirkt sich das doppelt aus. Die hellen Felder werfen das Licht zurück und wirken dadurch noch heller, die schwarzen schlucken es und wirken noch tiefer, sodass der Abstand zwischen beiden größer aussieht, als er tatsächlich ist. Dreht man den Griff langsam, wandert ein heller Streifen über die Fläche, und für einen Moment kippen die dunklen Felder ins Graue, weil auch sie den Reflex mitnehmen. Das Muster bleibt dabei stehen, aber sein Kontrast bewegt sich mit dem Licht.

Die Klinge steht in der Yatagan-Form, schmal, leicht geschwungen, mit angehobener Spitze. Beim Öffnen läuft sie bis zum Anschlag, danach hält die Rückenfeder sie unter Druck an ihrem Platz. Eine Verriegelung hat dieses Messer nicht, und in Deutschland trennt gerade das ein Taschenmesser von einem feststellbaren Messer. Beim Schließen greift der Innenanschlag und hält die Schneide vom Federrücken fern. Ein Griff, der aussieht wie ein Schmuckstück, ändert an dieser Mechanik nichts. Die bleibt dieselbe wie an jedem anderen Laguiole der Werkstatt, und darauf kommt es bei einem Gebrauchsmesser an.

Geölt wird an diesem Messer nichts, und beim Griff wäre Öl sogar schädlich: Es zieht an den Fugen zwischen Knochen und Holz anders ein als in der Fläche und hinterlässt dort dunkle Ränder. Auf einer hochglänzenden Fläche zeigt sich zwar jeder Abdruck sofort, doch ebenso schnell nimmt ein trockenes Tuch ihn wieder ab. Die Klinge dahinter ist aus Sandvik-Stahl aus Schweden geschliffen, einem feinkörnigen Material, das sich schmal ausschleifen lässt und die Schärfe behält. Zum Nachziehen reicht ein gewöhnlicher Stein, eine Diamantplatte ist überflüssig. Ein nummeriertes Echtheitszertifikat gehört zum Lieferumfang.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montageeinteilig, nur Klinge
GriffmaterialSchachbrett-Intarsien aus Knochen und Ebenholz
Griffoberflächeglänzend poliert
KlingeEdelstahl 12C27MOD
Backen2 Backen aus Edelstahl, glänzend poliert
Platineneinfache Platinen aus Edelstahl
FederEdelstahl, von Hand guillochiert
Bienegeschmiedet
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
Klingenlänge10 cm
Länge geöffnet22 cm
LieferungBaumwollbeutel, nummeriertes Echtheitszertifikat
Gravurauf Wunsch, kostenlose Gravur
Garantielebenslang auf Herstellungsfehler
SKULEA1P12CMAFDAMEBOS
GTIN3760199282966

Warum die Reihen der beiden Schalen nicht fluchten

Beide Schalen werden aus demselben verleimten Block gesägt, und trotzdem treffen ihre Reihen am fertigen Messer nicht aufeinander. Der Grund liegt im Sägeblatt und in dem, was es wegnimmt. Zwischen zwei Schnitten verschwindet die Breite des Blattes, und um genau diesen Betrag verschiebt sich das Raster von einer Schale zur nächsten. Dazu kommt der Schliff der Wölbung, der auf jeder Schale ein wenig anders ansetzt. Am Ende läuft eine Naht auf der einen Seite mitten durch ein Feld und auf der anderen sauber an einer Kante entlang. Ein Fehler ist das nicht, sondern die unvermeidliche Folge des Verfahrens. Zum Prüfen genügt es, das geschlossene Messer umzudrehen: Die Reihe, die vorn an der Backe beginnt, setzt auf der Rückseite versetzt an.

Man könnte es umgehen, indem man jede Schale einzeln aufbaut und die Felder von Hand aufeinander ausrichtet. Der Aufwand dafür stünde in keinem Verhältnis zum Ergebnis, und viel gewonnen wäre damit ohnehin nicht. Zwei identische Seiten zu erwarten hieße, sich in Wahrheit einen Aufdruck zu wünschen. Ein aus Einzelteilen aufgebauter Griff zeigt seine Herkunft gerade darin, dass Vorder- und Rückseite verwandt sind, ohne gleich zu sein. Ein gefrästes Muster kennt diesen Versatz nicht, und genau das sieht man ihm auf den ersten Blick an.

Knochen: eine Zeichnung, die im Feld endet

Jedes Holz hat eine Faser, und diese Faser hat eine Richtung. Für eine ganze Griffschale ist das ein Vorteil, weil die Maserung dann längs über den Griff läuft und ihn optisch streckt. Für ein Schachbrett muss der Messermacher die Richtung mitdenken, denn zwei benachbarte Felder aus demselben Brett laufen sonst ineinander über. Er muss die Leisten also nach ihrer Faserrichtung sortieren, bevor er sie verleimt. Beim Knochen entfällt diese Rücksicht vollständig.

Sein Gefüge ist dicht und feinporig, und was darin an Linien liegt, ist so kurz, dass sich über die Grenze eines Feldes hinweg nichts fortsetzt. Ein Knochenfeld steht damit für sich, wie der Messermacher es auch legt. Dazu kommt, dass Knochen sehr fein poliert werden kann: Die Oberfläche wird glatt wie eine Perle und behält dabei eine leichte Tiefe, weil das Licht ein Stück weit eindringt, bevor es zurückkommt. Genau darin unterscheidet sich das Material von einem weißen Kunststoff, der flach und tot wirkt. Sichtbar bleiben feine Poren, und wer sie mit der Lupe sucht, findet sie in jedem hellen Feld an einer anderen Stelle.

schachbrett intarsien ebenholz knochen
ebenholz
5/5

Basierend auf 2 geprüften Bewertungen

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  1. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Schwärzer als Ebenholz und heller als Knochen geht es nicht, das Muster arbeitet mit dem Maximum. Auf dem Vesperbrett wirkt es wie ein kleines Kunstwerk mit Klinge.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Thomas C.

  2. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Würfel aus schwarzem Ebenholz und hellem Knochen im Wechsel: ein Schachbrett in Schwarz-Weiß, gebaut für die Hosentasche. Der Kontrast ist der schärfste, den die Natur hergibt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Mehmet T.

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