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Laguiole Taschenmesser Doppelplatinen mit gehämmerten Backen, Griff aus Wacholder

482€

Draußen bei der Arbeit liest sich dieses Messer anders als im Zimmer. Unter einer Lampe wirken die gehämmerten Backen einfach nur matt. Sobald aber die Sonne direkt darauffällt, bekommt jede einzelne Mulde ihren eigenen kleinen Schatten, und der Stahl sieht plötzlich rau aus, fast wie gebrochener Stein, obwohl die Finger darauf nur weiche Wellen spüren. Wer im Garten schneidet und bindet, hat das stundenlang vor Augen.

Zwischen den geschlagenen Enden liegt Wacholder, hell und warm im Ton, mit dunklen Astaugen als Punkten darin. Matt geschliffen gibt diese Fläche kein Licht zurück, sodass aller Glanz an den beiden Backen hängen bleibt. Ringsum fassen vier von Hand guillochierte Stahlflächen das Holz: Ein Laguiole Taschenmesser mit Doppelplatinen trägt seine Handarbeit außen, wo niemand es dafür erst aufklappen muss.

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Ein Laguiole en Aubrac Taschenmesser mit Doppelplatinen: vier von Hand guillochierte Stahlflächen, eine geschmiedete Biene, eine Klinge aus Edelstahl und ein Griff, an dem die Arbeit sichtbar bleibt.

Laguiole Taschenmesser mit gehämmerten Backen und Griff aus Wacholder

In Frankreich hergestellt, bei Laguiole en Aubrac. Im Griff sitzt allein die Klinge, ein zweites Werkzeug gibt es nicht, und die Schalen bestehen aus satiniertem Wacholder. Den Abschluss oben und unten bilden zwei Backen aus Edelstahl, jede unter dem Hammer bearbeitet, dazwischen laufen vier guillochierte Platinen. Das Wichtigste in Kurzform:

  • Backen: zwei aus Edelstahl, von Hand gehämmert.
  • Griff: Wacholder, satiniert und ohne Lackschicht.
  • Platinen: Doppelplatinen, rundum von Hand guillochiert.
  • Feder: guillochiert, über die volle Länge des Rückens.
  • Montage: einteilig, allein die Klinge im Griff.
  • Klinge: Edelstahl, Yatagan-Form mit steigendem Rücken.
  • Biene: geschmiedet, ein Stück mit der Feder.
  • Innenanschlag: fängt die Schneide vor dem Federrücken ab.
  • Zeichnung: heller Grund, dunkle Astaugen, enge Bögen.
  • Duft: harzig, mit pfeffrigem Nachklang.
  • Fertigung: von Hand gebaut in Frankreich.

Erkannt wird dieses Modell schon aus der Entfernung. Eine gefeilte Reihe verlangt, dass jemand nähertritt und den Rücken kippt, denn auf zwei Meter zieht sie sich zu einer glatten Kante zusammen. Die geschlagenen Enden dagegen melden sich quer durch den Raum, weil dort lauter winzige Flächen jedes Streiflicht aufbrechen. Gesucht wird es von allen, denen ein Laguiole vorschwebt, das weder in der Vitrine neben anderen untergeht noch auf der Arbeitsplatte zwischen Brettern und Schalen verschwindet.

Gehämmerte Backen im Video: warum es Bewegung braucht

Auf einem Foto verliert diese Oberfläche fast alles, denn ein stehendes Licht zieht die Mulden zu einer grauen Fläche zusammen. Vor der Kamera wandert das Messer deshalb langsam durch den Lichtkegel, und erst dabei fängt der Stahl an zu arbeiten: Helle Punkte springen von Delle zu Delle, während der matte Wacholder daneben unverändert liegt. Danach folgt der Blick dem Rücken bis zur Biene.

Denselben Strauch findet man bei Laguiole en Aubrac an weiteren Stücken: als Griffschale aus zwei ineinandergesetzten Hölzern, als Weinmesser mit Backen aus Messing, als einteiliges Modell mit gelben Enden und als Gabeln und Löffel für die lange Tafel. Den vollständigen Bestand zeigt Wacholder im Überblick.

laguiole messer doppelplatine griff wacholder handgehammerte backen

Eine Backe verlässt diese Werkstatt nicht glatt, sondern eingedrückt. Der Hammer setzt Schlag neben Schlag, bis die ganze Fläche aus flachen Mulden besteht, und keine davon fällt so aus wie ihre Nachbarin. Der Abstand verschiebt sich, die Ränder schieben sich übereinander, und stellenweise bleibt zwischen zwei Vertiefungen ein schmaler Grat stehen. Genau dieser Grat entscheidet über das Aussehen. Eine glatte Backe wirft einen einzigen Reflex zurück, eine geschlagene wirft viele kleine, und beim leisesten Kippen wechseln alle zugleich die Stelle. Oben am Kopf und unten am Griffende ergibt das zwei Felder, die auch dann noch unruhig bleiben, wenn das Messer längst still liegt.

Der Rest des Aufbaus arbeitet in die entgegengesetzte Richtung. Auf jeder Seite sitzen zwei Platinen statt einer, und über alle vier Kanten zieht die Feile ihre Reihe, gleichmäßig, mit immer demselben Abstand, bis hinüber auf den Rücken der Feder. Am Ende der Feder steht die Biene, aus demselben Stück Stahl geschmiedet und nicht aufgesetzt. Geschnitten wird mit einer Klinge in Yatagan-Form, deren Rücken sich zur Spitze hin anhebt, und beim Zuklappen nimmt ein Anschlag tief im Griff die Schneide auf, bevor sie den Federrücken erreicht. So bleibt die Schärfe von der Mechanik unbehelligt.

Im Gebrauch kommt der Griff dann doch zu Wort. Sobald die Handwärme in die Fasern zieht, steigt aus dem Wacholder ein harziger, leicht pfeffriger Geruch auf, den kein anderes Holz dieser Reihe mitbringt. Der Ton des Holzes vertieft sich mit den Jahren, ohne dass die dunklen Punkte darin mitgehen, und den gehämmerten Enden sieht man Gebrauch ohnehin nicht an: Auf einer Fläche voller Dellen fällt eine weitere Spur nicht weiter auf. Am Brotlaib, am Schinken, an einer Frucht am Nachmittag, danach ein Tuch darüber, und das Stück steht wieder da wie vorher.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montageeinteilig, nur Klinge
GriffmaterialWacholder
Griffoberflächesatiniert
KlingeEdelstahl 12C27MOD
PlatinenDoppelplatinen, von Hand guillochiert
Federvon Hand guillochiert
Bienegeschmiedet
Backen2 Backen aus Edelstahl, von Hand gehämmert
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
SKULEA1P12CMAFINOXDPGEMM
GTIN3760199280573

Handgehämmerte Backen: das Gegenstück zur Feile

Die beiden Backen werden nicht geschliffen, sondern geschlagen. Schlag für Schlag setzt der Hammer eine Mulde neben die andere, bis die Fläche kein glattes Metall mehr ist, sondern eine Landschaft aus kleinen Dellen. Weil jeder Schlag von Hand kommt, fällt keine Backe aus wie die andere, und das Licht bricht sich darauf in viele Richtungen statt in eine. Daneben liegen die vier Platinen mit ihrer gefeilten Reihe, regelmäßig und still. Zwei Arten, Stahl zu bearbeiten, treffen an diesem Griff aufeinander, und die eine macht die andere erst sichtbar.

Bei Wacholder kommt hinzu, wohin dieser Glanz fällt. Das Holz dazwischen ist matt geschliffen und hält keinen Reflex fest, also sitzt alles Bewegte an den beiden Enden, oben am Kopf und unten unter der Biene. Zwischen ihnen liegt eine ruhige, warme Strecke, und der Blick pendelt zwischen zwei Punkten hin und her, statt über eine durchgehend glänzende Länge zu rutschen. Dazu passt der Ton: Warmes Holz nimmt dem Grau des Stahls die Kühle, und die geschlagenen Felder wirken darauf eher wie getriebenes Silber als wie eine Maschinenfläche.

Wacholder: ein Holz für den kurzen Abstand

Wacholder kommt selten über Strauchgröße hinaus und legt im Jahr nur einen schmalen Ring zu, sodass hinter einem brauchbaren Stück viele Jahrzehnte stehen. Gerade wächst er dabei nie. Er verzweigt sich früh und oft, und jeder Ansatz bleibt später als dunkles Auge im Holz stehen, um das herum die Fasern in engen Bögen ausweichen. Alles an dieser Zeichnung ist klein: schmale Ringe, kurze Bögen, feine Risse, Punkte statt Bänder. Aus einigen Schritten liest sich der Griff als eine warme, einheitliche Fläche, und erst nah am Auge fällt er in seine Einzelteile auseinander.

Für ein Messer, das von Hand zu Hand geht, ist das die passende Eigenschaft. Was der Griff hergibt, gibt er dann her, wenn ihn jemand aufnimmt, und auf demselben Abstand erschließen sich auch die Mulden an den Enden. Beide arbeiten im kleinen Maßstab, das eine gewachsen, das andere geschlagen. Weil kein Lack darüberliegt, bleibt die Faser offen und gibt bei Wärme ihr Harz ab. Feine Risse gehören zu diesem Bild und sind kein Mangel, sondern die Art, wie ein solches Holz altert. Ein trockenes Tuch reicht dem Griff als ganze Pflege.

gehämmerten backen
wacholderholz
4,8/5

Basierend auf 14 geprüften Bewertungen

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  5. 0
  1. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Griffig auch mit kalten Händen, das gehämmerte Metall gibt den Fingern Halt. Auf der Hütte im Winter ein echtes Argument.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Andrea G.

  2. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Leicht genug für die Hosentasche, schön genug für den gedeckten Tisch. Diese Doppelbegabung haben wenige Werkzeuge.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Werner P.

  3. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mein Schwager hat die Backen für Silberschmiedearbeit gehalten. Der Irrtum ist verständlich und sagt alles über die Ausführung.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Jürgen B.

  4. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Ich habe es zur Pensionierung von meinem Wanderverein bekommen, gemeinsam ausgesucht nach dreißig Jahren Touren. Besser kann man einen Bergmenschen nicht verabschieden.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Angelika T.

  5. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Picknick an der Ache lag es auf dem Brotzeitbrett und funkelte mit dem Wasser um die Wette. Kitschig, aber wahr, und das Foto beweist es.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Andrea W.

  6. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die geschmiedete Biene sitzt zwischen den gehämmerten Flächen wie ein Fund im Bachbett. Details, die man beim hundertsten Öffnen noch bemerkt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Karin P.

  7. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Helles Wacholderholz mit rötlichen Adern zwischen handgehämmerten Backen: das Messer wirkt wie ein Stück Alpenlandschaft, Fels und Holz in Taschenformat.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Wolfgang H.

  8. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Die Klinge nimmt Speck, Brot und Bergkäse mit demselben ruhigen Zug. Nachschärfen war seit Monaten kein Thema.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Melanie C.

  9. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Helles Holz und gehämmertes Metall sind eine seltene Paarung, hier wirkt sie selbstverständlich. Ich habe nichts Vergleichbares in keiner Vitrine gefunden.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Anja P.

  10. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Der Wacholderduft beim Auspacken, dazu das Funkeln der martelierten Backen: selten hat ein Messer so viele Sinne gleichzeitig bedient.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Andrea R.

  11. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die rötlichen Adern im Wacholder werden mit der Zeit tiefer, die Lichtpunkte der Backen bleiben. Das Messer verändert sich und bleibt sich treu.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Thomas K.

  12. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Nach einem Jahr im Rucksack und auf dem Küchenbrett: kein Wackeln, kein Rost, kein Nachlassen. Nur der Duft ist gegangen, der Rest ist geblieben.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Andreas B.

  13. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Von meiner Frau zum Fünfundfünfzigsten bekommen, nach unserer Südtirolwanderung durch die Wacholderhänge. Das Messer ist unser Urlaubsfoto zum Anfassen – auf der Klinge steht per Lasergravur der Name unseres Ferienhauses.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Kerstin V.

  14. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Hammerschläge sitzen dicht an dicht, jeder einzeln gesetzt. Man fährt mit dem Daumen darüber und spürt die Stunden, die darin stecken.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Cornelia H.

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