Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers Lasergravur inklusive: 22 Schriftarten und 150 Symbole zur Auswahl Versand innerhalb von 24 Stunden mit DHL Express oder Colissimo Echtheitszertifikat, Baumwollbeutel und Laguiole-Begleitheft inklusive Ein Messer, ein Messermacher, bis zu 166 Arbeitsschritte von Hand
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Laguiole Taschenmesser Doppelplatinen mit Griff aus Mammut-Backenzahn blau

859€

Bevor daraus eine Griffschale wurde, hat dieses Material gekaut. Ein Backenzahn vom Mammut saß tief im Kiefer, zerrieb Gras und harte Halme, jahrzehntelang, und lief dabei selbst flach. Kein Prunkstück wie ein Stoßzahn, sondern ein biologisches Werkzeug, verbraucht durch die Arbeit, für die es gewachsen war. Was heute über diesen Griff läuft, ist deshalb keine Verzierung, sondern der aufgesägte Bauplan genau dieser Funktion.

Zwischen Zermahlen und Schneiden liegt ein weiter Weg, und dieser Werkstoff hat ihn hinter sich. Aus dem gefestigten Fundstück wurden zwei Schalen getrennt, blau eingefärbt und an einen einteilig gebauten Körper genietet. Ein Laguiole Taschenmesser mit einer einzigen Klinge, gefasst von Doppelplatinen, zwei auf jeder Seite, alle von Hand guillochiert. Der Stahl bleibt satiniert, damit die feinen Bänder der Schale nicht im Reflex untergehen.

✔ Auf Lager – Bestellen Sie heute, voraussichtliche Lieferung am Mittwoch 7. Oktober

Ein Laguiole en Aubrac Taschenmesser mit Doppelplatinen: vier von Hand guillochierte Stahlflächen, eine geschmiedete Biene, eine Klinge aus Edelstahl und ein Griff, an dem die Arbeit sichtbar bleibt.

Laguiole Taschenmesser mit blau gefärbtem Mammut-Backenzahn

Ein einteilig gebautes Taschenmesser der Manufaktur Laguiole en Aubrac, die Griffschalen aus fossilem Mammut-Backenzahn, gefestigt und blau durchgefärbt. Vier von Hand guillochierte Platinenflächen fassen die Feder ein, am Griffende sitzt die geschmiedete Biene, und das Metall ringsum bleibt matt satiniert. Der Aufbau in Kurzform:

  • Griff: fossiler Mammut-Backenzahn, blau eingefärbt.
  • Zeichnung: parallele Lamellen aus Schmelz und Zahnbein.
  • Oberfläche: satiniert, matt am Griff wie am Stahl.
  • Montage: einteilig, nur Klinge, ohne Korkenzieher.
  • Platinen: Doppelplatinen, von Hand guillochiert.
  • Feder: gefeilte Reihe über die volle Länge.
  • Biene: aus der Feder heraus geschmiedet.
  • Backen: zwei Stück aus Edelstahl an den Enden.
  • Innenanschlag: begrenzt den Weg der Klinge.
  • Klinge: Edelstahl in der Yatagan-Silhouette.
  • Herkunft: von Hand gebaut in Frankreich.

An diesem Modell glänzt der Stahl nicht, und das ist so gewollt. Auf einer Zeichnung aus derart vielen feinen Bändern richtet ein blanker Reflex Schaden an: Er legt sich als heller Balken quer über die Schale und macht die Lamellen für einen Moment unlesbar. Satiniert bleibt der Rahmen gleichmäßig grau, und der Blick bleibt beim Material. Gedacht ist dieses Messer damit für Leute, die Steine, Hölzer und Fundstücke sammeln und lieber lange hinsehen, als geblendet zu werden. Als Geschenk passt es dorthin, wo Herkunft mehr zählt als Politur.

Blaue Lamellen in Bewegung: der Griff im Video

Auf einem Standbild fließen die feinsten Bänder zu einer Fläche zusammen. Sobald sich der Griff dreht, trennen sie sich wieder, und eine einzelne Lamelle lässt sich vom Backen bis zur Biene verfolgen, während die Nachbarbänder von Tinte nach Eisblau kippen. Der matte Stahl daneben führt nur ein weiches Band über die gefeilten Kerben. So lässt sich vorab beurteilen, wie tief die Färbung sitzt.

Aus fossilem Mammut baut die Manufaktur mehr als dieses eine Modell: dieselbe blaue Schale unter gefaltetem Damast, ein schmal gebautes Taschenmesser in hellem Elfenbein, für die Flasche das Weinmesser mit rauer Fossilrinde und als bauchige Form das Dodu mit heller Einlage neben Ebenholz. Beisammen stehen die Stücke auf der Sammelseite für Mammut-Griffe.

laguiole taschenmesser doppelplatine mit griff aus mammut backenzahn blau

Ein Mahlzahn ist kein Elfenbein, auch wenn beides aus demselben Tier stammt. Ein Stoßzahn wächst als geschlossener Kegel aus Zahnbein, ein Backenzahn dagegen ist ein Stapel: aufrecht stehende Platten aus Schmelz, dazwischen weicheres Zahnbein, zusammengehalten zu einem einzigen Block. Darauf beruht die ganze Funktion. Weil die harte und die weiche Lage unterschiedlich schnell abgetragen werden, bleibt die Kaufläche rau und mahlt weiter, statt glatt zu laufen. Aufgesägt liegt dieser Aufbau offen: eng gestellte Bänder, parallel über die ganze Breite, mal schnurgerade, mal leicht gebogen, an einer Stelle zusammengedrängt und kurz darauf wieder gespreizt.

Unter den Schalen liegt nichts weiter als die Feder und die Klinge. Kein Korkenzieher, kein zweites Werkzeug, weshalb der Körper flach bleibt und in der Hosentasche kaum aufträgt. Beim Schließen trifft die Klinge auf einen Innenanschlag, der ihren Weg begrenzt, ehe der Schliff die Feder erreicht, und dieses kleine Bauteil erhält die Schneide über Jahre. Die Feder trägt ihre gefeilte Reihe über die volle Länge, von der geschmiedeten Biene bis zum vorderen Backen. Geöffnet steht die Yatagan-Klinge fest an ihrem Anschlag, und was danach kommt, bleibt alltäglich: eine Paketschnur, ein Apfel, der Kanten vom Brot, am Nachmittag ein Stück Wurst.

Der Abstand zwischen früherem und heutigem Gebrauch bleibt dabei spürbar. Was einmal selbst zerrieben hat, sitzt nun neben einer Schneide und wird geschont, poliert nur noch vom Ärmel und vom täglichen Zugriff. Auch das Bild auf der Schale entsteht nicht auf Bestellung: Der Messermacher entscheidet allein über den Winkel, in dem er den Block auftrennt, und ein Sägeblatt weiter beginnt bereits eine andere Lamelle. Breite Bänder auf der einen Seite, gedrängte auf der anderen, und kein zweiter Griff wiederholt diesen Verlauf. Montiert wird anschließend in Frankreich, ein Messer nach dem anderen.

Technische Daten

HerstellerLaguiole en Aubrac
Montageeinteilig, nur Klinge
GriffmaterialMammut-Backenzahn, blau eingefärbt
Griffoberflächesatiniert
KlingeEdelstahl 12C27MOD
PlatinenDoppelplatinen, von Hand guillochiert
Federvon Hand guillochiert
Bienegeschmiedet, aus einem Stück mit der Feder
Backen2 Backen aus Edelstahl
Innenanschlagja, schützt die Schneide beim Schließen
Länge geschlossen12 cm
SKULEA1P12CMAFINOXDPMAMBL
GTIN3701078012410

Drei Reihen auf dem Rücken: was die doppelte Platine hergibt

Auf dem Rücken dieses Messers liegen nicht eine, sondern drei gefeilte Reihen nebeneinander. Zwei davon sitzen auf den Platinen, die zu beiden Seiten der Feder verdoppelt sind, die dritte läuft über die Feder selbst, von einem Ende zum anderen. Je nach Messermacher setzt sich die Arbeit auf der Ober- und der Unterkante der Platinen fort, sodass die schmale Seite des Griffs durchgehend gemustert ist. Am Griffende steht die Biene, geschmiedet aus demselben Stück Stahl wie die Feder, und zwei Backen aus Edelstahl schließen den Griff an beiden Enden ab. Der Stahl bleibt hier satiniert statt blank, denn über einem so dichten Lamellenbild würde ein scharfer Reflex Reihe und Material zugleich unlesbar machen.

Satiniert bekommt dieser Rahmen eine Eigenschaft, die polierter Stahl nicht hat: Er gibt kein Spiegelbild zurück. Die vier Platinenflächen, die Feder und beide Backen stehen als durchgehend mattes Grau um die Schale herum, und die gefeilten Reihen werden nicht über Glanzpunkte gelesen, sondern über den Schatten in jeder einzelnen Kerbe. Auch die Grenze zwischen Stahl und Schale bleibt dabei ein ruhiger Strich statt einer hellen Kante, sodass sich der Verlauf der Lamellen bis an den Rand verfolgen lässt. Wer die Reihen genau ansehen will, kippt den Griff ins Streiflicht.

Blau, das in die Lamelle hineingeht

Ein Backenzahn kommt nicht blau aus dem Boden. Was aus dem auftauenden Permafrost geborgen wird, ist ein poröses Fundstück mit Rissen und Hohlräumen, mürbe und in diesem Zustand für einen Griff unbrauchbar. Es wird deshalb unter Druck mit Harz durchtränkt, und beim selben Arbeitsgang kommt der Farbstoff dazu. Das Blau wandert also mit dem Harz in die Poren, statt als Schicht obenauf zu bleiben. Schmelz und Zahnbein saugen unterschiedlich viel davon auf, das eine ist dichter gebaut als das andere, und genau daraus zieht die Zeichnung ihren Gewinn: Die Bänder treten schärfer hervor als am ungefärbten Fossil.

Am fertigen Griff reicht die Skala vom fast schwarzen Blau in den Fugen bis zu einem hellen, milchigen Ton auf den breiten Platten, dazwischen Abstufungen von Petrol bis Taubenblau. Angeschliffen und satiniert wirkt die Fläche stumpf, auch unter den Fingerkuppen: kein Lackfilm, keine glasige Politur, sondern ein Werkstoff mit leichtem Widerstand. Weil die Farbe in der Tiefe sitzt, ändert eine Schramme am Bild fast nichts. Zur Pflege genügt ein trockenes Tuch, während ein langes Wasserbad und die Spülmaschine dem Griff nicht bekommen.

doppelplatinen
mammut elfenbein messer
4,8/5

Basierend auf 22 geprüften Bewertungen

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  1. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Von meiner Frau zum Sechzigsten bekommen, mit Zertifikat. Sie meinte, ich bräuchte etwas, das älter aussieht als ich. Auftrag erfüllt, und wie – die Gravur auf der Klinge nennt Ort und Jahr unseres Kennenlernens.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ursula A.

  2. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Fossiles Material am Alltagsmesser klingt übertrieben, bis man es in der Hand hält. Dann versteht man: das ist kein Schmuck, das ist Erdgeschichte mit Klinge.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Felix K.

  3. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Lamellen des Backenzahns laufen quer über den Griff, in Blautönen von Tinte bis Eis. Kein Foto der Welt bereitet auf das echte Stück vor.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Hans K.

  4. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Blau ist bei Messern selten, fossiles Blau ein Ereignis. Neben allen braunen und schwarzen Griffen im Haus ist es der unangefochtene Solitär.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Heike M.

  5. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Ich sammle seit Jahren besondere Taschenmesser, dieses hat die Vitrine übersprungen und liegt in der Tasche. Manche Stücke wollen arbeiten.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Claudia K.

  6. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Der Griff aus blau gefärbtem Mammut-Backenzahn zeigt das Zahnmuster in Streifen und Wellen, wie eine gefrorene Strömung. Zehntausende Jahre alt, und ich schneide damit Landjäger. Verrückt und wunderbar.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Andrea H.

  7. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Mein Enkel nennt es das Eiszeitmesser und erzählt es in der Schule herum. Ich korrigiere ihn nicht, er hat ja recht.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Sebastian N.

  8. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Beim Vesper mit den Jagdkameraden wurde es herumgereicht wie ein Fundstück aus dem Museum. Danach hat es trotzdem die Wurst geschnitten, standesgemäß.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Nicole M.

  9. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Fossiles Material am Alltagsmesser klingt übertrieben, bis man es in der Hand hält. Dann versteht man: das ist kein Schmuck, das ist Erdgeschichte mit Klinge.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Cornelia V.

  10. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Zertifikat dokumentiert Herkunft und Alter. Es liegt gerahmt im Arbeitszimmer, halb aus Stolz, halb als Gesprächsstoff.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Alexander Z.

  11. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Das Blau changiert je nach Licht zwischen Nachthimmel und Gletschereis. Ich lege es beim Essen bewusst neben das Glas, der Effekt ist jedes Mal da.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ute Z.

  12. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Oberfläche ist spiegelglatt poliert und überraschend robust. Nach Monaten im Etui gibt es keine einzige matte Stelle.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ute Z.

  13. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Jeder Backenzahn ist ein Unikat, meiner hat eine helle Welle in der Mitte wie einen Horizont. Der Händler zeigte mir drei Stücke, dieses hat entschieden.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Bernd N.

  14. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Nach einem Jahr in Gebrauch hat sich nichts verändert außer meiner Gewohnheit, es grundlos aus der Tasche zu nehmen. Man will es einfach ansehen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Karin H.

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    Die Lamellen des Backenzahns laufen quer über den Griff, in Blautönen von Tinte bis Eis. Kein Foto der Welt bereitet auf das echte Stück vor.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Gabriele M.

  16. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Von meiner Frau zum Sechzigsten bekommen, mit Zertifikat. Sie meinte, ich bräuchte etwas, das älter aussieht als ich. Auftrag erfüllt, und wie – die Gravur auf der Klinge nennt Ort und Jahr unseres Kennenlernens.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ursula B.

  17. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Zwischen den blauen Lamellen sitzt die goldene Biene wie ein Fund im Eis. Der Kontrast ist so schön, dass Gäste zuerst nach der Biene fragen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Katrin M.

  18. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Der Griff aus blau gefärbtem Mammut-Backenzahn zeigt das Zahnmuster in Streifen und Wellen, wie eine gefrorene Strömung. Zehntausende Jahre alt, und ich schneide damit Landjäger. Verrückt und wunderbar.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Kerstin V.

  19. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Mein Sohn, Geologe, hat es mir zum Fünfundsechzigsten geschenkt und dazu einen Kurzvortrag über Permafrost gehalten. Beides unvergessen.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Ursula T.

  20. 4/5 Verifizierte Bewertung

    Die Klinge sitzt spielfrei und öffnet mit einem satten Klack. Beim Material vergisst man fast, dass auch die Mechanik erstklassig ist.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Gabriele C.

  21. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Die Doppelplatinen fassen den Zahn massiv ein, nichts wirkt zerbrechlich. Man traut sich, es zu benutzen, und genau so soll es sein.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Florian F.

  22. 5/5 Verifizierte Bewertung

    Für den Preis bekommt man anderswo ein gutes Küchenmesser-Set. Hier bekommt man ein Stück Urzeit mit Feder und Klinge. Ich habe keine Sekunde gezweifelt.

    Bewertung vom , Erfahrung vom von Melanie P.

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