Bevor Weinrebenholz zum Griff wird, ist der Rebstock viele Jahre im Weinberg gewachsen. Diese Vorgeschichte macht es zum Suppenlöffel-Set mit dem meisten Charakter der Serie. Das macht jeden Griff knorrig und eigenwillig, mit einer Maserung, die kein glatter Industriewerkstoff nachbildet. Anders als helle Küchenhölzer wirkt Rebholz nie steril, sondern trägt die Spuren vieler Jahre im Weinberg. Für ein Besteck, das oft zum Einsatz kommt und ebenso oft gespült wird, ist das feste, widerstandsfähige Holz von Vorteil. Satiniert bleibt die Oberfläche matt und griffig, ohne mit der Zeit stumpf zu wirken. Mal läuft die Maserung eng und verdreht wie der Wuchs eines alten Stocks, mal öffnet sie sich zu breiten Bändern.
Jeder Löffel wird einzeln in der Werkstatt gefertigt. Den Griffkopf krönt die Biene, das Zeichen der Manufaktur, und über den Rücken zieht sich eine handgestochene Guillochierung. Zwei Edelstahlbacken fassen den Griff oben und unten, geben dem Löffel Halt und Gewicht und schützen das Rebholz an den Kanten. Die Laffe aus rostfreiem Edelstahl ist tief geformt und gibt keinen Beigeschmack an Suppe oder Brühe ab. So entsteht ein Löffel, der sichtbar von Hand gemacht ist und trotzdem robust genug für jeden Tag bleibt.
Mit den passenden Messern und Gabeln wird daraus ein durchgehendes Gedeck, vom Aperitif bis zum Käsegang. Sechs Gedecke deckt der Satz ab, und wer mag, baut ihn später mit Messern oder Gabeln aus demselben Rebholz aus. Für Weinfreunde ist er ein naheliegendes Geschenk, ein Besteck, dessen Griffe buchstäblich aus dem Weinberg kommen. Auf einem schlichten Teller kommt die warme, knorrige Maserung voll zur Wirkung und gibt der Tafel etwas Persönliches, das glattes Einheitsbesteck nie erreicht.
Handgefertigt im Aveyron, der Heimat des Laguiole-Messers













